Am 15. Juni 2017 verkündete die BLS den 10. Jahrestag der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels.

Heute haben Exponenten aus Verkehrspolitik, Wirtschaft und Verwaltung im Tunnel Bilanz gezogen und einen Blick in die Zukunft geworfen.

Aus Anlass des 10. Jahrestages der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels (LBT) hat die BLS heute 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung durch das 35 Kilometer lange Tunnelsystem geführt. Dabei  wurde nicht nur Bilanz gezogen, sondern vor allem in die Zukunft geblickt. Und in der Zukunft soll im LBT noch einiges passieren, ist dieser doch nur auf 14 Kilometern doppelspurig passierbar.

Jacques Melly, Walliser Staatsratspräsident und Verkehrsdirektor, appellierte an die Anwesenden: «Die Westschweiz braucht, wie die ganze Schweiz, den Halbstundentakt vom Oberwallis in die Hauptstadtregion – für die Wirtschaft und den Tourismus – so bleiben wir eine Drehscheibe in Europa.»

Die Berner Regierungsrätin und Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer bekräftigte, wie wichtig eine Fertigstellung des Tunnels für den nationalen Zusammenhalt sei. Viola Amherd, Geschäftsführerin des Lötschbergkomitees, betonte, dass ein Ausbau des LBT mehr Stabilität im schweizerischen Bahnsystem bringe.

Der LBT ist das wichtigste Bindeglied auf dem internationalen Güterverkehrskorridor zwischen Rotterdam und Genua. So haben sich an einem Podiumsgespräch Hupac-Chef Bernhard Kunz und Nationalrat Fabio Regazzi zusammen mit Dirk Stahl, CEO von BLS Cargo, für eine leistungsfähige Transitachse stark gemacht.

«Mehr DurchZug» – so lautet das Wortspiel auf einer neu gestalteten 10-Jahre-NEAT-Lokomotive der BLS, die schliesslich wieder unter freiem Himmel in Frutigen enthüllt wurde. Und Mehr durch Zug ist laut BLS-Direktor Bernard Guillelmon auch zu erwarten: «Durch einen Ausbau wird mit einem Fünftel der bisherigen Investition von 4,3 Milliarden Franken die Kapazität von 110 täglichen Zügen fast verdoppelt.»

Die entsprechenden Planungsarbeiten, zu denen das Parlament im Rahmen des Bahn-Ausbauschrittes 2025 im Jahr 2014 bereits grünes Licht gegeben hatte, laufen bereits auf Hochtouren. Ob das Projekt auch realisiert wird, entscheidet das Parlament im Rahmen des nächsten Ausbauschrittes 2030/35.