Mit Steuergeldern wird heute in die Natur eingegriffen. So auch im Wallis.

Nicht nur dort. Es ist schweizweit Mode.

Biodiversität, Revitalisierung, Renaturierung. So heißen die Schlagwörter.

Hierbei geht es keineswegs immer um einen Rückzug des Menschen und darum, die Natur in ihrem natürlichen Zustand zu belassen oder zurück-kehren zu lassen.

Nein, paradoxerweise geht es hierbei um Eingriffe in die Natur.

Heutzutage ist man offenbar der Meinung, daß die Natur nicht sich selbst überlassen werden kann.

Früher angebliches „Waldsterben“, heute Kampf gegen „Verwaldung“

„Le Waldsterben“ damals, heute die Verwaldung

Waldsterben.

Ein Wort, das es nur in der deutschen Sprache gibt. Im Französischen heißt es folglich „le waldsterben“.

In den 80-er und 90er-Jahren, als die Grünen an die Macht kamen, redeten Lehrer den Schülern ein, es werde keinen Wald mehr geben, wenn sie groß seien.

In den 80-er und 90er-Jahren, als die Grünen an die Macht kamen, redeten Lehrer den Schülern ein, es werde keinen Wald mehr geben, wenn sie groß seien.

Das kommt nicht von ungefähr. Das angebliche Waldsterben ist eine deutsche Erfindung gewesen.Genauso wie heute der angeblich oder tatsächlich teilweise „menschgemachte Klimawandel“, wobei vergessen wird, daß das Klima sich immer wandelt und immer gewandelt hat.

Im Mittelalter war es zum Beispiel viel viel wärmer als heute. Im heutigen England wurde Wein angebaut. Und auch die Schweizer Gletscher waren laut ETH-Studien nicht immer so groß wie heute. Zur Römerzeit waren sie sogar verschwindend klein im Vergleich zu den heute abermals geschrumpften Gletschern.

Doch zurück zu Waldsterben versus Verwaldung

Wurde noch in den 80er- und 90er-Jahren das angeblichen Waldsterben bekämpft, wird nun gegen „Verwaldung“ gekämpft mit Spenden- und Steuergeldern.

Es werden zum Beispiel Lichtungen und Feuchtbiotope dort geschaffen, wo zuvor Wald wuchs.

Und während man sich noch in den 80er- und 90er-Jahren freute, wenn Wald landwirtschaftliche Flächen zurückeroberte, so spricht man heute von Revitalisierung, wenn man den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen bekämpft.

Wo sind die Grenzen der „Revitalisierung“ überschritten?

Im Wallis kümmern sich die Staatsangestellten in der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere, der Dienststelle für Wald, Flußbau und Landschaft und zahlreicher weitere Dienststellen und Behörden um die Bekämpfung der natürlichen Entwicklung und die Rückeroberung von Gebieten, welche sich die Natur einfach unter den Nagel reißen konnte, weil Landwirte diese Flächen aufgaben.

Das nennt man heute Revitalisierung.

Zweifelsohne ist diese notwendig, wenn man einbetonierte und kanalisierte Bäche von ihren Betonbachbetten befreit oder einbetonierte Flüsse revitalisiert.

Aber ist es noch Revitalisierung, wenn man die Ansicht vertritt, daß man die Natur nicht Landwirtschaftsflächen zurückerobern lassen darf, sondern man dort künstliche Lichtungen und Feuchtgebiete schaffen „muß“?

Das, was man heute als angebliche Renaturierung bezeichnet ist  jedenfalls häufig genau das Gegenteil von Re-Naturierung. Sondern oft ein Einschnitt, ein künstlicher Eingriff in die Natur.

Foto: Wald und nicht „verwaldete“ landwirtschaftlich genutzte Fläche im Bergdorf Randa bei Zermatt mit Klein-Matterhorn im Hintergrund