Die Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (FDDM) unterstützt im Auftrag des Kantons Wallis und der Stadt Sitten das Kandidaturprojekt für die Olympischen Spiele Sion 2026 unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

Eine erste Auswertung, die den Beginn des Prozesses markiert und während der gesamten Entwicklung des Projekts laufend angepasst wird, ist erstellt worden.

Sie stellt die Weichen für die Entwicklung einer ambitionierten und rigorosen Nachhaltigkeitsstrategie.

Das Projekt der Olympischen und Paralympischen Spiele Sion 2026 wird vom Walliser Staatsrat und der Stadt Sitten unterstützt. Insbesondere, weil es auf eine überschaubare Größe und ein nachhaltig orientiertes Angebot setzt.

Um diese wesentlichen Punkte des Dossiers zu gewährleisten, haben der Kanton Wallis und die Stadt Sitten die Stiftung für die nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (FDDM) beauftragt, das Kandidaturprojekt unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu begleiten.

Ihre Rolle besteht darin, nach und nach zu überprüfen, ob das Dossier mit lokal und international bewährten Praktiken im Bereich der Nachhaltigkeit kohärent ist und Empfehlungen auszusprechen, damit das Projekt mit den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang steht.

Methodik basierend auf kontinuierlicher Verbesserung

Olympia 2026 ist im Wallis nicht unumstritten

Olympia 2026 ist im Wallis nicht unumstritten

Der Ansatz der FDDM ist entwicklungsfähig und setzt auf kontinuierliche Verbesserung. Basierend auf den Normen für eine nachhaltige Entwicklung wurde ein Analyseraster entwickelt und rund um die fünf vom IOC geforderten Themen strukturiert: Infrastrukturen und natürliche Stätten, Ressourcenangebot und –management, Mobilität, Arbeitnehmer, Klima.

Aktuell bilden etwa fünfzig Fragen, die sich auf die einzelnen Themenbereiche verteilen, dieses Analyseraster.

Der Verein für eine Schweizer Olympia-Kandidatur ist dafür verantwortlich, diesen Fragebogen in regelmässigen Abständen zu beantworten und während des gesamten Projektverlaufs zu vervollständigen. Die FDDM führt anschließend eine detaillierte Bewertung durch und gibt Empfehlungen zu jeder Frage ab. Diese werden zunächst noch allgemein gehalten, werden im Laufe der Zeit aber bis zu einem hohen Detailgrad präzisiert.

Weichenstellung für eine ambitionierte und rigorose Nachhaltigkeitsstrategie

Die erste von der FDDM zur Verfügung gestellte Auswertung wird im Zuge der Projektentwicklung vervollständigt. Zu diesem Zeitpunkt enthält sie nur wenig konkrete Elemente zur Nachhaltigkeit. Diese werden wie vorgesehen schrittweise integriert, um den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden.

Die FDDM beschreibt den Umfang des zu planenden Dispositivs sowie die zu erreichenden Ziele und schlägt die dafür nötigen Maßnahmen vor, damit die von Beginn an geäusserte Vision von nachhaltigen Olympischen Spielen realisiert werden kann.

Die FDDM kommt zum Schluß, daß die Ausarbeitung einer ambitionierten und rigorosen Nachhaltigkeitsstrategie das Leitthema in diesem Jahr sein sollte.

Zu diesem Zweck empfiehlt die Stiftung, ein Konzept für eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwerfen, den Fragenkatalog so zu strukturieren und zu steuern, daß dieser direkt innerhalb der Strategie verwendet werden kann, den Fragebogen regelmässig zu ergänzen, um ein langfristiges Projektmonitoring sicherzustellen und sich mit Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit zu umgeben, damit die Glaubwürdigkeit dieser Strategie gestärkt wird.