Der Walliser Dialekt, die Mundart, ist selbst für viele außerkantonale Schweizer schwer verständlich.

Der Kanton, der sich zuerst als eigener Staat (amtlich „Staat Wallis“ oder französisch „État du Valais“) und zum Zweiten als zugehörig zur Eidgenossenschaft sieht, hat allerdings in anderer Hinsicht eine klare, deutliche Sprache.

Die der Kantonspolizei Wallis.

Die Verkehrssicherheit bleibt eine der Prioritäten der Kantonspolizei, so schrieb die Kapo Wallis in einer Medienmitteilung bereits anläßlich Fasnacht, die sich in der Schweiz bekanntermaßen anders als in Deutschland nicht an einem Termin befindet, sondern sich über 8 Wochen lang zieht, weil sie an allen Orten unterschiedlich stattfindet, sodaß die Fasnachtsgesellschaften aus dem einen Ort auch an anderen Orten auftreten können, ob kantonal oder außerkantonal.

Auch, wenn die Fasnachtszeit inzwischen vorbei ist endgültig, so gilt aber weiterhin das Motto der Kapo VS:

„Unsere Strategie konzentriert sich auf vorbeugende Maßnahmen und gezielte Repressionen für Lenker, welche andere Verkehrsteilnehmer ernsthaft gefährden“, so die Kantonspolizei.

Im Wallis wird somit auch weiterhin darauf gesetzt, alkoholisierte Lenker aus dem Verkehr zu ziehen und zu büßen oder zu strafen, sofern sie über dem Alkohollimit sind, das zulässig ist.

Gerade zu Festzeiten wie zum Beispiel Fasnacht oder auch zu anderen Festanlässen schlagen viele Personen alkoholmäßig über die Stränge.

Ob Festbesuch oder Rotlichtbesuch im Anschluß:

Ob jemand „nur“ stark gefestet hat oder in Etablissements sich als Gast eintraf, er sollte auf die Kantonspolizei hören und nicht mehr selber sein Fahrzeug lenken, sondern es stehenlassen (Foto Nachtleben: www.adorable-escort-muenchen.de)

Für die Kantonspolizei gilt Nulltoleranz bei Überschreiten der Alkoholgrenzen.

Nur im autofreien Zermatt dürfte es kaum eine Rolle spielen, aber wer nach Besuchen von Festanlässen oder Nachtklubs in Sitten, Fiesch, Visp oder Siders, um nur einige der größeren Gemeinden zu nennen, zuviel Alkohol oder Hanfprodukte zu sich nimmt, muß mindestens mit harten Bußen rechnen.

Bei ausländischen Lenkern, die im Tourismuskanton häufig sind naturgemäß werden solche Lenker die Sicherstellung des Fahrzeugs erwarten haben bis zur Bezahlung der Buße oder bis zum Strafprozeß (bei scheren Verstößen) .
Das wissen viele ausländischer Fahrzeug-Lener nicht und sind überrascht, daß nicht nur eine Geldbuße erfolgt, sonder auch – ganz nebenbei – erstmal das Fahrzeug „sichergestellt“ wird bis zur Entscheidung über eine allfällige Buße und deren Höhe oder gar eine Strafe. Der Lenker wird bei Vertößten gebüßt und das Fahrzeug einstweilen als Faustpfand zur Besicherung der Buße des ausländischen Lenkers sichergestellt.

Auch, wer ein gemietkauftetes (ge-„leas“tes“) Fahrzeug führt, muß mit Sicherstellung bei Alkohldelikten oder Raserdelikten rechnen. Darüber berichtet zum Beispiel die Neue Zürcher Zeitung im Zuge der Rechtsprechung des Bundesgerichts der Schweiz.

Damit niemand ausreisen kann, ohne sich um die Bezahlung von Strafe oder Buße zu kümmern, werden Fahrzeuge, ob Eigentum oder im Mietkauf, amtlich sofort erstmal beschlagnahmt, sofern es sich um einen ausländischen Delinquenten, also etwa einen deutschen Touristen, handelt.

Wer sein Fahrzeug vorgängig trotzdem zurückbekommen möchte, muß ein sogenanntes „Bußendepositum“ hinterlegen, oft von vielen tausenden Franken, denn hier geht es nicht mehr um hunderte Franken, müssen denn auch die Verfahrenskosten von Polizei und Staatsanwaltschaften etc. gedeckt werden und von Gerichten der Schweiz, die alles andere als günstig ausfallen.

So ist sichergestellt, daß der Schweizer Staat bzw. der Staat Wallis immer auf seine Einnahmen und / oder Prozeßkosten (bei gravierenden Verstößen) kommt. Das Auto ist erstmal weg, sichergestellt .

Denn wenn es ums Geld geht, hört der Spaß auf. Daher sollte sich jeder, der festet, überlegen, wieviel ihm der Spaß wert ist. Gerade Touristen haben mit den Schweizer Preisen für Verkehrsdelikte schon wenig touristische Erfahrungen sammeln dürfen.

Tourismus bedeutend, aber es gelten Regeln

Und somit sind Autolenker, ob Einheimische oder Touristen, gut beraten, auf das fremde Taxi anstatt das eigene Auto zu setzen, wenn Sie nach reichlichem Festen den Heimweg antreten möchten.

Denn wenn auf der Skipiste nicht mit Alkoholkontrollen zu rechnen ist, sondern allenfalls mit Sturzgefahr, so ist es auf den Straßen nicht der Fall.

„Der Automobilist, dessen Fahrfähigkeit beeinträchtigt ist, muß Alternativen finden:

Öffentliche Verkehrsmittel, Freunde/Familie, Taxis, vorgängiges Bestimmen eines nüchternen Fahrers.

Während vielen Festen stehen die Freiwilligen der Aktion „Nez-Rouge“ auch für die Rückführung von Fahrern und Fahrzeugen unter der Telefonnummer 0800 802 208 zur Verfügung.“, so die Kapo Wallis dazu weiter.

Wer also, ob als Urlauber und Tourist oder als Walliser das Nachtleben etwas stark genossen hat, tut gut daran, beim Heimweg nicht zu sparen und auf das eigene Auto zu verzichten.

Bildquelle Beitragsfoto: https://www.PolizeiWallis.ch/