Am 7. August 2018 war es im Unterwallis zu zwei Enkeltrickversuchen gekommen. Die Kantonspolizei hat in dieser Angelegenheit bereits am 14. August 2018 eine Warnung herausgegeben.

Nun ereigneten sich am 12. und 13. November 2018 weitere Fälle.

Nur weil alle Opfer den Betrug frühzeitig erkannt und richtig darauf reagiert haben, blieb es bei den Versuchen.

In den beiden letztgenannten Fällen kontaktierten die Betrüger ihre Opfer telefonisch und gaben sich als Verwandte aus, welche wegen eines Verkehrsunfalls dringend Geld benötigten. In einem Fall forderte die Täterschaft CHF 72’000.00. Beim zweiten Versuch war sogar die Rede von CHF 88’000.00.

Dank der Wachsamkeit der 88 und 67 Jahre alten Opfer kam es jedoch nicht zur Zahlung. In den letzten Fällen sprachen die vermeintlichen Verwandten jeweils italienisch.

Im Jahr 2017 verursachte diese Betrugsform in der Schweiz eine Schadensumme von mehr als 2.4 Millionen Schweizer Franken. Bei den Opfern handelt es sich mehrheitlich um Rentner.

Die Polizei rät:

Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie einen angeblichen Verwandten am Telefon nicht sofort erkennen. Stellen Sie ihm Fragen, die nur echte Familienmitglieder richtig beantworten können.

Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon. Sagen Sie bei angeblichen Notfällen, Sie müssten erst Rücksprache halten und legen Sie einfach den Hörer auf. Dann wählen Sie eine Ihnen vertraute Nummer Ihrer Familie und überprüfen die Informationen.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Wenn Sie einem Verwandten etwas schenken wollen, dann tun Sie das immer persönlich.

Geben Sie niemandem Auskünfte über Ihr Vermögen im Haus oder auf der Bank sowie Angaben zu Ihrer Bankverbindung.

Wenn Ihnen ein Anrufer verdächtig vorkommt oder Sie geschädigt wurden, informieren Sie sofort die Polizei (Notruf: 117)

Weitere Informationen zum Enkeltrick sowie zu anderen Betrugsdelikten finden Sie auf der Internetseite der Kantonspolizei www.polizeiwallis.ch/kriminalpraevention