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Wenn Vielfalt zur gemeinsamen Sprache wird
Studenten der HES-SO weltweit unterwegsWenn Vielfalt zur gemeinsamen Sprache wird

Studenten der HES-SO weltweit unterwegs

Wenn Vielfalt zur gemeinsamen Sprache wird
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Constance Poirier, Studentin der Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel an der Hochschule für Ingenieurwissenschaften, über ihre Erfahrungen in Singapur, wo Kommunikation weit über Wörter hinausreichte.
Während ihres Praktikums in Singapur entdeckte Constance viel mehr als nur ein internationales Arbeitsumfeld. Für sie wurde die Stadt zu einem Ort, an dem Sprache in all ihren Formen lebendig wird. Zwischen kulinarischen Ritualen, Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen und einem respektvollen Miteinander erzählt sie, wie ihr diese Zeit den Blick für die Bedeutung des interkulturellen Austauschs geöffnet hat.

Das multikulturelle Arbeitsumfeld hat mich während meines Aufenthalts in Singapur am meisten geprägt. Meine Kolleginnen und Kollegen kamen aus Indien, Kanada, den USA, China, Südkorea, Singapur und mehreren europäischen Ländern.

Eine kleine Tradition ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Nach den Ferien brachten alle Snacks oder Spezialitäten aus ihrem jeweiligen Land mit. So lernten wir neue Geschmacksrichtungen kennen, oft verbunden mit kleinen Anekdoten, zum Beispiel über die berühmten chinesischen Mondkuchen. Solche Momente rund ums Essen schufen schnell Nähe. Es ist erstaunlich, wie rasch eine Mahlzeit zur gemeinsamen Sprache wird, zur Sprache des Teilens und der Neugier.

In Singapur sprechen zwar alle Englisch, doch die Stadt ist ein echtes Potpourri aus Kulturen. Die chinesischen, malaiischen und indischen Communities leben friedlich miteinander und fast alles ist in vier Sprachen zugänglich, vom öffentlichen Verkehr bis zu offiziellen Dokumenten. Diese Vielfalt hat mich beeindruckt, weil sie zeigt, wie jede Kultur ihren Platz findet, ohne andere zu verdrängen.

Auch im Arbeitsalltag war diese Offenheit spürbar. Der Austausch war unkompliziert und wertschätzend. Mit der Zeit habe ich sogar ein paar Wörter in verschiedenen Sprachen gelernt, weil ich dadurch meine Kolleginnen und Kollegen besser verstehen konnte.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Sprache weit mehr ist als nur Worte. Sie steckt auch in Gesten, in Traditionen, im gemeinsamen Essen und sogar in Momenten der Stille. In Singapur ist jeder stolz auf seine Herkunft, und genau dieser Stolz trägt zu einem harmonischen Zusammenleben bei.

Ich habe gelernt, dass echte Kommunikation Kulturen verbindet und Barrieren abbaut. Das ist wohl die wertvollste Erkenntnis, die ich aus meinem Aufenthalt mitgenommen habe.

(pd, rm)
(Foto: HES-SP)

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