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Warum es in Graubünden ein riesiges Lager an Walliser Antiquitäten gibt
Walliser Antiquitäten: Ein Kulturgut, daß auch außerhalb des Wallis erhalten istWarum es in Graubünden ein riesiges Lager an Walliser Antiquitäten gibt

Walliser Antiquitäten: Ein Kulturgut, daß auch außerhalb des Wallis erhalten ist

Warum es in Graubünden ein riesiges Lager an Walliser Antiquitäten gibt
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Wer Walliser Antiquitäten oder antike Baumaterialien sucht, der würde doch zuallererst im Wallis suchen, ob er dort fündig wird.

Aber wer für sein Chalet in Zermatt oder Saas-Fee Antiquitäten sucht, die zur Gegend passen, sollte erstaunlicherweise vielleicht auch in einem der größten Antiquitätenlager in Graubünden suchen.

In Thusis, in Mittelbünden gibt es nämlich ein äußerst umfangreiches Lager an Walliser Antiquitäten und antiken Baumaterialien.

Doch wie kommt es dazu?

Es stellt sich die Frage, wieso es ausgerechnet in Graubünden ein großes Lager an Walliser Antiquitäten hat.

Walliser Kultur in Graubünden

Wer heute nach Klosters-Davos kommt, dem begegnet ein riesiges Schild „850 Jahre Walserstolz“ mitten im Ort.

In Graubünden wimmelt es nur so von „Walserwegen„, „Walserhäusern“ und in Orten, die von Walsern, sprich Wallisern vor 850 Jahren besiedelt wurden, werden Bücher herausgegeben die da lauten „Diis Gsetz isch nit inschas Gsetz“.

Die Walliser, die nach Graubünden einwanderten bekamen oft abgelegene Gebiete, nicht die günstigen Tal-Lagen. Niemand ahnte natürlich damals, daß Davos einmal ein weltbekannter Kurort werden würde. Davos, ein häufiger rhätoromanischer Flurname bedeutet soviel wie „dahinten“, „weit abgelegen“.

So auch im Raum Thusis-Viamala. Das Dorf Mutten mit Obermutten ist nur mit dem Bus erreichbar und heute ein kleines Skigebiet.

Doch zurück zu den Antiquitäten aus dem Wallis. Wie kommt es also, daß Antiquitäten im Walliser Stil in Graubünden vorhanden sind?

Walliser Namen in Graubünden

Viele Namen, die im Oberwallis vorkommen, finden sich auch in Graubünden. Sie zeugen von Auswanderung aus dem Wallis, den sogenannten Walserwanderungen. Pfammatter findet man in Graubünden nicht, offenbar ein Familienname einer Familie, die im Wallis blieb, nicht auswanderte.
Lötscher oder Salzgeber sind hingegen Namen, die man in beiden Kantonen findet.

In Graubünden sind somit zahlreiche Walliser Familiennamen verbreitet, die auf die mittelalterliche Einwanderung von Siedlern aus dem Wallis (Walser) zurückgehen. Diese Namen sind typisch für ehemalige Walsergebiete wie Davos, Safien, das Rheinwald, Obersaxen oder das Schanfigg.

Auch der Walser-Verein Graubünden berichtet darüber. Zu den typischen Walsernamen in Graubünden gehören:
  • Davos/Klosters: Buol, Guler, Flütsch, Meisser, Kindschi
  • Safiental: Buchli, Gredig, Bandli, Hunger, Gartmann, Zinsli
  • Rheinwald: Lorez, Trepp, Meuli, Hössli, Mengelt
  • Schanfigg: Brunold, Sprecher, Mettier
  • Vals: Jörger, Furger
  • Churwalden/Tschiertschen: Hitz, Hemmi, Engi
  • Avers/Mutten/Obersaxen: Stoffel, Heinz, Wyss, Elsa, Alig, Mirer
  • Allgemein häufig: Caviezel

Graubünden als „zweiter Kanton Wallis“

Auch bei Ortsnamen findet man Parallelen. So ist wohl klar, woher der Name des bekannten Tourismusortes „Vals“ wohl stammen könnte, wovon er noch heute zeugt. Auch dieser abgelegene hochalpine Ort, der mit der Femme de Vals von Remo Stoffel, dem umstrittenen Investor, zuletzt Schlagzeilen machte hat also Walliser Wurzeln. Stoffel – wie sollte es anders sein – auch ein Walliser Name.

Somit verwundert es nicht, daß in Graubünden viele Walliser Antiquitäten zu finden sind. Denn auch, wenn diese in Graubünden hergestellt worden waren, blieb der Walliser Stil erhalten, so wie bei den Walserhäusern in Graubünden, die in allen Gebieten anzutreffen sind, wo Walliser / Walser siedelten.

Einige Impressionen aus dem Antiquitätenbestand

Eines der größten Antiquitätenlager der Schweiz, darunter auch viele Walliser Antiquitäten und Antiquitäten im Walliser Stil, die von Wallisern beziehungsweise Walsern hergestellt wurden, welche die damalige Walliser Kultur nach Graubünden mitbrachten.

Wer also Walliser Antiquitäten kaufen möchte, tut gut daran, auch in Graubünden zu schauen.

Hier findet er eine große Auswahl an antiken Möbeln und Volkskunst, bündnerischer aber auch walliserischer Provenienz.

Büffet (Buffet) Walliser Stil
Büffet (Buffet) Walliser Stil
Rechts im Bild: Schafreite Versam (Walliser Einwanderungsgebiet bei den Walserwanderungen, insofern als "Walliser Antiquität" zu betiteln.
Rechts im Bild: Schafreite Versam (Walliser Einwanderungsgebiet bei den Walserwanderungen, insofern als „Walliser Antiquität“ zu betiteln.
Antiker Kassettentisch, Walliser Stil.
Antiker Kassettentisch, Walliser Stil.
Rustikaler Schrank, antik, im Walliser Stil.
Rustikaler Schrank, antik, im Walliser Stil.
Beistellschränkchen, antik, Südwallis
Links im Bild: Beistellschränkchen, antik, Südwallis
Antike Truhe, Originalbemalung, Davos; ergo Walsergebiet / Walliser Stil
Antike Truhe, Originalbemalung, Davos; ergo Walsergebiet / Walliser Stil
Gänteli, Walliser Stil
Gänteli, Walliser Stil
Truhe oben: Antik, Walliser rustikaler Stil
Truhe oben: Antik, Walliser rustikaler Stil
Rustikaler antiker Schrank, Versam, ergo Walsergebiet
Rustikaler antiker Schrank, Versam, ergo Walsergebiet

Antike Türen

Ein großer Bestand an antiken Türen, darunter viele mit Rahmen, ist ebenfalls vorhanden.

Viele antike Türen aus dem Bestand sind im Walliser Stil.

Impressionen aus der Antiquitäten-Restaurations-Werkstatt

Zum großen Sortiment an Walliser Antiquitäten gesellt sich auch eine voll ausgerüstete Schreiner-Werkstatt für die professionelle Reparatur bzw. Restauration der Antiquitäten.

Riesiges Altholz-Lager mit antiken Baumaterialien

Doch nicht nur eine Antik-Werkstatt für die Restauration von Antiquitäten ist vorhanden.

Auch ein überaus großer Bestand an antiken Baumaterialien mitsamt einem riesigen Altholz-Lager an antiken Balken, antikem Täfer und anderem antiken Holz, darunter Holzelemente, Türen und vieles andere mehr.

Einige Einblicke und Impressionen:

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