
Wie man US-Zölle sparen kannFerien in der Schweiz mit Einkäufen verbinden kann sich lohnen
Thema US-Zölle. Die Schweiz sollte mit annähernd den höchsten Zöllen der Welt belegt werden, welche die USA unter Trump austeilen. Ein Grund war, daß Karin Keller-Sutter und Donald Trump offenbar nicht harmonierten wie Schweizer Medien berichteten.
Nun gab es eine Absichtserklärung, die aber rechtlich unverbindlich ist, wie der Bundesrat mitteilte und man hier nachlesen kann.
Auf dieser Grundlage werden die USA möglicherweise im Dezember die länderspezifischen Zusatzzölle auf 15 % reduzieren. Somit bleiben die 15% mindestens.
Und die Formulierung „rechtlich unverbindlich“ bedeutet, daß es sich um eine bloße Absichtserklärung handelt – keine bindende Vertragspflicht. Es gibt keine Strafen oder Mechanismen, falls die USA (z. B. unter Trump) umschwenken.
Trump, der seit Januar 2025 wieder im Amt ist, hat in der Vergangenheit ähnliche Deals (wie USMCA oder China-Tarife) einseitig geändert oder eskaliert, oft aus politischen Gründen. Branchenexperten (z. B. in Forbes-Artikeln) warnen daher vor Risiken: Der Deal könnte „jederzeit revidiert werden“, je nach US-Wirtschaftslage oder Wahlen.
Unschön für Luxusuhrenkäufer aus dem Ausland
Besonders die Schweizer Luxusindustrie, vor allen Dingen die Uhrenindustrie war über die Zölle wenig erfreut.
Aber vielleicht erfreut sie den Tourismus. Denn Käufer von Luxusuhren können sehr viel Geld sparen, wenn sie die Uhr nicht in den USA sondern einfach in der Schweiz direkt kaufen. Und zum Beispiel mit einem Urlaub in Zermatt verknüpfen.
Ein Rechenbeispiel
Ein einfaches Rechenbeispiel beim Kauf beispielsweise einer schwarzen Cartier-Uhr erhellt dies.
Die Kombination aus Schweizer Produktion, französischem Design und dezenter schwarzer Optik hat Modelle wie die Santos de Cartier oder die Tank Must Large in Schwarz zu einer der gefragtesten Luxusuhren der Gegenwart gemacht.
Die matte DLC-Beschichtung, klare Linien und die reflexionsarme Oberfläche machen sie besonders vielseitig – und dank der aktuellen US-Zölle auch deutlich preiswerter, wenn man sie direkt in der Schweiz erwirbt.
Konkrete Rechnung: Cartier Santos de Cartier Large, schwarzes DLC-Gehäuse, Automatik (Ref. WSSA0039)
Listenpreis Schweiz (Stand November 2025): 9.200 CHF
| Ort | Bruttopreis inkl. Schweizer MwSt. | MwSt.-Rückerstattung (Tourist, ca. 7,7 %) | Netto-Preis Schweiz | US-Preis inkl. 15 % Zoll + 8,875 % NY Sales Tax | Differenz |
| Schweiz | 9.200 CHF | – 708 CHF | 8.492 CHF (≈ 9.510 USD) | – | – |
| USA (nach Zoll-Senkung, sofern sie bleibt) | – | – | – | ca. 12.900 USD | + 3.400 USD |
Ersparnis beim Kauf in der Schweiz: rund 3.400 USD
Das entspricht in etwa den Kosten für ein verlängertes Wochenende (Flug, zwei Übernachtungen in einem guten 4- oder 5-Sterne-Hotel und Bahnfahrt) in Zermatt oder Crans-Montana – oder bleibt als reiner Preisvorteil übrig, wenn man ohnehin in der Region Urlaub macht. Wer also jetzt eine Cartier in Schwarz direkt in der Schweiz shoppen geht, der hat den Urlaub gratis mit drin.
Praktische Hinweise für den Kauf als Tourist
- Mindestaufenthalt 24 Stunden erforderlich für die MwSt.-Rückerstattung.
- Formular (Global Blue oder Premier Tax Free) direkt im Geschäft ausfüllen lassen.
- Am Flughafen Zürich oder Genf vor dem Check-in abstempeln lassen – Rückerstattung in bar oder auf Kreditkarte.
- Bei Uhren ab ca. 8.000 CHF amortisieren sich die Reisekosten aus Europa oder den USA in fast jedem Fall.
Fazit
Ob die Zollsenkung nach der Absichtserklärung der USA bei der gegenwärtigen wankelmütigen Präsidentschaft zustande kommt und dann bleibt, ist ungewiß.
Gewiß hingegen ist:
Selbst nach der angekündigten Senkung der US-Zölle auf 15 % (die weiterhin rechtlich unverbindlich bleibt) beträgt der Preisvorteil – um beim obigen Rechenbeispiel zu bleiben – für eine schwarze Cartier Santos oder Tank Must in der Schweiz weiterhin 24 bis 27 %.
Wer ohnehin ein Wochenende in den Alpen gern hat – sei es zum Skifahren, Wandern oder einfach zum Genießen – kann diesen Vorteil fast nebenbei mitnehmen.
Die Uhr wird nicht nur günstiger, sondern kommt auch direkt aus dem Land, in dem Präzision und Understatement seit Jahrhunderten zu Hause sind.

