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85.696 Einwohner: Bevölkerung im Oberwallis wächst überdurchschnittlich

85.696 Einwohner: Bevölkerung im Oberwallis wächst überdurchschnittlich

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Wachstumstrend in Oberwalliser Gemeinden hält weiter an

Die Zahlen zum Jahr 2022 zeigen, daß die Bevölkerung im Oberwallis erneut überdurchschnittlich gewachsen ist.

Angetrieben werde diese Entwicklung durch die anhaltende Zuwanderung.

Zum Ende des letzten Jahres zählten total 85’696 Menschen zur ständigen Wohnbevölkerung im Oberwallis, berichtet die Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis AG.

Mit 1,15 Prozent lag das Bevölkerungswachstum im Jahr 2022 im ganzen Kanton Wallis erneut über dem schweizweiten Durchschnitt (0.88%). Auch die Situation im Oberwallis entspricht dieser Entwicklung – mit einem Wachstum von 1,10 Prozent hat sich der Trend der letzten Jahre fortgesetzt.

Ein Vergleich mit ähnlich gelagerten Kantonen wie Bern (0,38%) oder Graubünden (0,58%) läßt deutliche Unterschiede bei der Entwicklung der Bevölkerungszahlen erkennen.

Das schlägt sich auch auf kommunaler Ebene nieder: Erneut ist die Bevölkerung in 47 von total 63 Oberwalliser Gemeinden gewachsen (2021: 38).

«Die Verteilung des Wachstums auf fast 50 Gemeinden ist eindrücklich. Das zeigt, daß die ganze Region von der wirtschaftlichen Entwicklung profitiert, nicht nur die Agglomeration», erklärt Niklaus Furger, Gemeindepräsident von Visp und Vorsitzender des Steuerungsausschusses von valais4you. Bereits zum vierten Mal hat Valais4you die statistischen Jahreszahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Region Oberwallis aufbereitet.

Mit gezielten Dienstleistungen, welche im Auftrag von Unternehmen, Gemeinden und Kanton umgesetzt werden, kümmere sich die Organisation WallisfürDich bzw. Eigenschreibweise wenig kulturell und wenig walliserisch „valais4you“ um optimale Rahmenbedingungen für zuziehende Fachkräfte und will einen Mehrwert für die ganze Bevölkerung schaffen.

Geburtenüberschuß rutscht ins Minus

Ende 2022 lebten insgesamt 357’282 Einwohnerinnen und Einwohner im Wallis, davon rund 24 Prozent im Oberwallis. «Nach einer Phase mit stagnierenden Bevölkerungszahlen bis 2019 hat das Oberwallis zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend mit linearem Wachstum erlebt. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es sich dabei um eine längerfristige Entwicklung handelt», betont Christian Kalbermatter, Valais4you-Betriebsleiter und Projektleiter beim Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis (RWO).

Allein seit 2019 Zuwachs in der Größe einer Gemeinde von St. Niklaus

Der langjährige Vergleich zeigt: Seit 2019 ist die Bevölkerungszahl in der gesamten Region um knapp 2700 Personen angewachsen. Das sind mehr Menschen als aktuell in St. Niklaus leben (2022: 2242 Personen) – immerhin die sechstgrößte Gemeinde im oberen Kantonsteil.

Verantwortlich für diesen Schwung ist die Zuwanderung. Während der Geburtenüberschuß 2022 leicht negativ war (-40), lag der positive Wandersaldo mit 1068 Personen erneut deutlich im Plus (2021: 1094).

Werden die Bewegungen innerhalb des Kantons ausgeklammert, ergibt sich folgendes Bild: 2022 zogen 3702 Menschen aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland in die Oberwalliser Gemeinden, während 2765 Personen sie in die Gegenrichtung verließen.

2/3tel der Zuwanderer aus dem Ausland, mehrheitlich dem EU-Raum

Von den zugezogenen Personen sind rund zwei Drittel aus dem Ausland eingewandert (2515 Personen) – mit einer großen Mehrheit aus dem EU-Raum. «Die Einwanderung aus dem europäischen Ausland hat im Gegensatz zu den Zuzügen aus der Schweiz zuletzt zugelegt. Das belegt die internationale Dynamik, die wir aktuell im Oberwallis erleben», so Kalbermatter.

 

(pd, rm)
(Grafiken: Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis AG)
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