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Interprofessionalität in Lehre und Praxis
Anlaß der HES-SOInterprofessionalität in Lehre und Praxis

Anlaß der HES-SO

Interprofessionalität in Lehre und Praxis
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In ihrem strategischen Entwicklungsplan 2025–2028 hat die Hochschule für Gesundheit (HEdS) die Förderung interdisziplinärer, transdisziplinärer und berufsübergreifender Zusammenarbeit als Schwerpunkt in der Lehre verankert. Die steigende Komplexität der Gesundheitsversorgung, veränderte Bedürfnisse der Bevölkerung, der demografische Wandel, der Fachkräftemangel und der zunehmende Einsatz von Technologien erfordern eine enge Zusammenarbeit zwischen Disziplinen und Berufsgruppen.

Vernetzung als Ausbildungsprinzip
Diese Entwicklungen reichen über das Gesundheitswesen hinaus und stehen in Zusammenhang mit umfassenden gesellschaftlichen Veränderungen. Sie erfordern eine stärkere Vernetzung mit Bereichen wie Sozialer Arbeit, Management, Informatik oder Ingenieurwissenschaften. Die Hochschule für Gesundheit setzt sich deshalb dafür ein, die Interprofessionalität und den interdisziplinären Austausch innerhalb ihrer Studiengänge sowie mit anderen Studiengängen der HES-SO Valais-Wallis und externen Partnerinstitutionen gezielt zu fördern.

Mit den Studiengängen Pflege und Physiotherapie verfügt die Hochschule für Gesundheit über eine solide Grundlage, um die Zusammenarbeit zwischen diesen Berufsgruppen frühzeitig zu fördern. Bereits im Bachelorstudium werden entsprechende Kompetenzen gezielt aufgebaut und über den Gesundheitsbereich hinaus gestärkt.

Dies geschieht unter anderem in gemeinsamen Vorlesungen, Simulationskursen, studiengangsübergreifenden Workshops und interprofessionellen Tagungen. Dadurch werden Kompetenzen für die Zusammenarbeit zwischen Berufen vermittelt, die für die Qualität und Sicherheit in der Versorgung grundlegend sind. Entscheidend bleibt, diese Ansätze konsequent in der Praxis zu verankern.

Praxisausbildung als Schlüsselrolle
Die Praxisausbildung ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Studium und Berufspraxis. Während der Praktika entwickeln Studierende ihre kollaborativen Fähigkeiten weiter. Sie lernen, im Team zu arbeiten, Abläufe zu koordinieren und die unterschiedlichen Rollen im gemeinsamen Versorgungsalltag zu verstehen.

Praxisausbildnerinnen und -ausbildner nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Sie vermitteln nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern verkörpern auch die Zusammenarbeit im Berufsalltag. So tragen sie wesentlich dazu bei, die interprofessionellen Ansätze der Hochschule für Gesundheit in der Praxis umzusetzen.

Austauschplattform für Pflege und Physiotherapie
Im November 2025 organisierte die Hochschule für Gesundheit zum ersten Mal eine gemeinsame Tagung für Praxisausbildner und -ausbildnerinnen aus den Bereichen Pflegeund Physiotherapie. Die Veranstaltung brachte deutsch- und französischsprachige Praxispartner zusammen und bot Raum für Austausch, Reflexion und Weiterbildung zu aktuellen pädagogischen Themen.

Ziel war es, den Dialog zwischen den Berufsgruppen zu stärken und ihre Rolle in der interprofessionellen Ausbildung besser aufzuzeigen. Der institutionelle Rahmen ermöglichte den Teilnehmenden, Erfahrungen zu teilen, ihre Praktiken zu vergleichen und gemeinsam Ansätze für die Praxisausbildung weiterzuentwickeln.

Dialog in der Praxisausbildung
Als Einleitung zu dieser Tagung erhielten die Teilnehmenden studiengangsspezifische Informationen. Anschliessend folgten Vorträge zu bereichsübergreifenden Themen, insbesondere zu den Merkmalen der Generation Z und deren Einbezug in den Berufsalltag. Diese Inputs trugen dazu bei, die Erwartungen und Arbeitsweisen der heutigen Studierenden besser zu verstehen.

Am Nachmittag wurden Fragen der generationenübergreifenden Zusammenarbeit, der Leadership sowie des Onboardings in Gesundheitseinrichtungen vertieft. In den Diskussionen zeigten sich gemeinsame Herausforderungen, zum Beispiel bei der Begleitung von Studierenden in der Praxisausbildung, der interprofessionellen Kommunikation oder der Anpassung pädagogischer Ansätze an veränderte Rahmenbedingungen.

Strategische Weiterführung
Die Initiative ist Teil der Umsetzung des strategischen Entwicklungsplans 2025–2028. Mit solchen Veranstaltungen für Praxisausbilder und -ausbildnerinnen schafft die Hochschule für Gesundheit nachhaltige Austauschmöglichkeiten und stärkt die Vernetzung von Pflege und Physiotherapie. Durch die Förderung von Synergien und einen vertieften Praxisbezug bekräftigt sie ihren Auftrag: Fachkräfte auszubilden, die berufsübergreifend arbeiten, sich an Entwicklungen im Gesundheitswesen anpassen und diese aktiv mitgestalten.

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