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Zufälle über Zufälle?
Crans-Montana und die vielen ZufälleZufälle über Zufälle?

Crans-Montana und die vielen Zufälle

Zufälle über Zufälle?
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Korsika, viel plötzliches Geld, ohne Kredite gekaufte Immobilien und Luxusautos, eine Staatsratsreise nach Korsika. Es fragt sich: Sind das alles Zufälle? Sind die Morettis nur zufällig von Korsika stammend und war Jacques Moretti nur zufällig in der separatistischen oder wie Schweizer Journalisten meist schreiben „nationalistischen“ Bewegung aktiv, deren Folgeorganisation Meeresbrise im Zusammenhang mit Geldwäscherei, Hotels, Restaurants und Nachklubs genannt wird (Walliser Zeitung berichtete)?

Kamen die Morettis rein zufällig zu sehr viel Geld und konnten sich somit massenweise teure Immobilien und luxuriöse Autos kaufen?

Mehr Fragen als Antworten.

Fragen, die durch die zuständige Staatsanwältin Béatrice Pilloud zu klären sind. Wobei sie ja gar nicht mehr zuständig ist, sondern die Zuständigkeit abgegeben hat. Denn wie der Blick schreibt, liegt das Dossier bei einem „Pool von vier Staatsanwälten, deren Namen bis heute nicht offiziell kommuniziert wurden„.

Die Staatsanwältin, deren Mann als Walliser Weinhändler Teil der Gastrobranche im Ferienkanton ist, wartete zwei Tage, bis sie den einstigen Häftling J.M. und seine Frau einer Tat beschuldigte„, so Journalist Lukas Hässig. Auch ein Zufall?

Woher kam das Vertrauen von Pilloud in Jaques Moretti, daß keine Fluchtgefahr bestünde und warum änderte sie ihre Meinung erst am 9. Tag? Normalerweise hätten die Morettis gleich verhaftet werden müssen, so viele Anwälte in verschiedenen Medien. Normalerweise ist auch Fluchtgefahr sofort abzuklären, nicht erst am 9. Tag.

Zahlreiche Medien in der Schweiz und weltweit fragen: Warum ließ sie Morettis alle Zeit, sich abzusprechen und Spuren zu verwischen, obwohl sie wußte – ja wissen mußte, denn es wurde am gleichen Tag schon darüber berichtet –  daß bereits am 1. Januar die Profile auf den sozialen Medien Facebook und Instagram gelöscht wurden?

Warum sicherte sie solche Beweise nicht und traf keine Maßnahmen gegen die Verdunklungsgefahr, gegen Vertuschungen?

Es fragt sich zudem: War der Mann der Generalstaatsanwältin als Walliser Weinhändler ein Lieferant für die Gastronomiebetriebe wie das „Le Constellation“ der Morettis und man kannte sich?

Man weiß es nicht. Noch nicht.

Und daß der gesamte Walliser Staatsrat erst vor wenigen Monaten in Korsika weilte, auch ein Zufall?

Und daß Staatsrat Stéphane Ganzer in der Association FIS Ski Alpin Championnats du Monde 2027 Crans-Montana ist und möglicherweise das Paar Moretti kannte, auch in Zufall?

Und daß der gleiche Staatsrat, der sonst Anfragen durchaus beantwortet plötzlich auf Fragen dazu nicht mehr antworten möchte, auch nicht zur Korsika-Reise.

Pilloud ließ diese Woche über die Nachrichtenagentur SDA ausrichten, daß sie die Ermittlungsarbeiten unter insgesamt vier Staatsanwältinnen, «vier Frauen», wie sie betont, aufteilen werde. Während sie selbst die Kommunikation und die internationalen Beziehungen zu den Amtskollegen im Ausland unterhalten wolle, sollen die Ermittlungen von der Generalstaatsanwalt-Stellvertreterin Catherine Seppey geführt werden.“ Dies berichtet die Weltwoche aktuell.

Die noch recht neue Generalstaatsanwältin hat ihr Wunschamt erreicht, nun gibt sie den promintesten Fall, den es möglicherweise in der gesamten Geschichte der Walliser Staatsanwaltschaft gab, offiziell ab. Zuerst, in den entscheidenden ersten Tagen der Beweissicherungen, kam eine junge, unerfahrene Staatsanwältin allein zum Zuge, kritisiert der Blick.

Ebenfalls ein Zufall?

Walliser Zeitung fragte bei der Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud nach: „Sind Mediendarstellungen richtig, daß dies damit zusammenhängt, daß Ihr Mann Weinhändler und Lieferant des Betreiberpaares des „Le Constellation“? Haben Sie aus diesem Grunde die Ermittlungsarbeiten übertragen? Es reicht ein einfaches Ja oder Nein.

Leider kam von Béatrice Pilloud bis anhin keine Antwort. Nur ein – weiterer – Zwischenbescheid der Staatsanwaltschaft.

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Remo Maßat

 

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