
Crans-Montana-Weltcup: Frauenabfahrt abgesagtDie Hälfte der Frauen stürzte, somit Absage
Crans-Montana geht den Weg von Zermatt und sagt Skirennen ab.
Die Hälfte der ersten sechs Fahrerinnen kommen am Freitag nicht ins Ziel, somit wurde das Rennen abgebrochen. Nicht nur das, auch das Herrentraining wurde abgesagt.
Die Absage der Abfahrt des FIS-Ski-Weltcups in Crans-Montana wurde nach dem Start von 6 Athletinnen zur logischen Konsequenz, so die Veranstalter in einer Mitteilung; die Sicherheitsbedingungen waren nicht mehr gegeben.
Die Frauenabfahrt des FIS-Ski-Weltcups in Crans-Montana wurde gestrichen, anstatt sie bei einsetzendem Schneefall fortzusetzen.
6 Frauen starten, nur 3 kommen überhaupt ins Ziel
Das Organisationskomitee und die FIS mußten sich nach dem Start von 6 Athletinnen, von denen 3 das Rennen auf der Piste Mont Lachaux nicht beenden konnten, der Realität stellen, so die Veranstalter.
Stürze von Nina Ortlieb, Marte Monsen und Lindsey Vonn
Der Sturz von Lindsey Vonn überzeugte die Rennjury schliesslich davon, dass eine Absage die beste Lösung war.
«Das Problem ist, dass die Situation und die Sichtverhältnisse plötzlich zu gefährlich wurden», erklärt Peter Gerdol, Rennleiter des Frauen-FIS-Ski-Weltcups. Dabei sah die Lage gegen 10:00 Uhr noch ganz anders aus, als die Österreicherin Nina Ortlieb als Erste aus dem Startgate fuhr. «Wir wussten, dass wir nur ein sehr kurzes Zeitfenster hatten. Dieses hat sich durch die Unterbrechungen weiter verkleinert. Wir haben viel Zeit verloren und am Ende wurde die Situation eindeutig zu gefährlich.»
Eine dennoch gut präparierte Piste
Die Piste Mont Lachaux, obwohl für ihre hohe Schwierigkeit bekannt, war gut vorbereitet. Sie war nicht ursächlich für die Stürze von Nina Ortlieb, Marte Monsen und Lindsey Vonn.
«Die Piste an sich ist sehr gut. Die Organisatoren haben gute Arbeit geleistet», betont Corinne Suter, eine der drei Athletinnen, die das Ziel vor der Absage erreichen konnten. «Das Problem war die Sicht. Wenn man nicht richtig sieht, wird es extrem schwierig, insbesondere auf einer solchen Piste. Die Entscheidung, die Abfahrt abzusagen, war aus meiner Sicht richtig.»
Dieser Einschätzung schließt sich auch die Französin Romane Miradoli an. «Man muß vernünftig bleiben und sicherstellen, dass alle Athletinnen gesund unten ankommen, mit Blick auf die anstehenden Termine», sagt die Französin mit Blick auf die Olympischen Spiele, die in einer Woche beginnen.
Technische Fehler und schlechte Sicht
Auch wenn die Stürze der drei Athletinnen durch technische Fehler ausgelöst wurden, trugen die Rennbedingungen dazu bei.
«Die Athletinnen machten Linienfehler, diese waren jedoch darauf zurückzuführen, daß sie das Gelände nicht mehr richtig erkennen konnten. Die Bodensicht war unzureichend. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Absage entschieden», erklärt Peter Gerdol. «Ich weiß, daß Skifahren ein Hochrisikosport ist, aber wir wollen die Athletinnen keinem übermäßigen Risiko aussetzen.»
Zumal für die Frauen am Samstag noch ein weiteres Geschwindigkeitsrennen auf dem Programm steht.
Nach der Absage der Abfahrt ist es möglich, daß der ursprünglich geplante Super-G durch eine Abfahrt ersetzt wird.
Sicher ist jedoch, daß die Wetterprognosen für die kommenden Tage im Wallis deutlich besser ausfallen.
(pd, rm)
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