Deutlicher Zuwachs bei UnternehmenskonkursenBeamte treiben Firmen in den Konkurs: Starker Anstieg der Konkurse im Jahr 2025
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 13 612 Konkursverfahren gemäß Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs eröffnet. Davon betrafen 12 485 Unternehmen und 1 127 Privatpersonen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Konkurseröffnungen deutlich gestiegen (+4 444; +48,5 Prozent), was auf den Anstieg der Unternehmenskonkurse zurückzuführen ist (+4 742; +61,2 Prozent). Privatkonkurse sind hingegen zurückgegangen (–298; –20,9 Prozent).
Der Anstieg der Unternehmenskonkurse hängt größtenteils mit der am 1. Januar 2025 in Kraft getretenen Änderung des Gesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs zusammen. Damit können Gläubiger bei unbezahlten öffentlich-rechtlichen Leistungen wie Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen neu ein Konkursbegehren stellen. Bis dahin war nur die Betreibung auf dem Wege der Pfändung möglich.
Mehr als die Hälfte der Konkurse werden mangels Aktiven eingestellt
Die Kosten der Verfahren trägt vielfach der Steuerzahler, denn schon in der Hälfte der Fälle gibt es gar nichts mehr zu holen, nur Beamte verdienen, die Richter, die die Konkurse eröffnen, die Betreibungsbeamten usw. usf. Die Zahl der Konkursabschlüsse erhöhte sich 2025 um 10,2 Prozent. Von den 19 894 im Jahr 2025 abgeschlossenen Verfahren wurde mehr als die Hälfte (55,9 Prozent) direkt mangels Aktiven eingestellt. Ein Drittel (32,6 Prozent) war Gegenstand einer summarischen oder ordentlichen Liquidation und gut ein Zehntel (11,5 Prozent) entfiel auf Aufhebungen oder Erledigungen aus anderen Gründen.
Massive Verluste für den Steuerzahler
Der finanzielle Verlust aus Konkursverlustscheinen erreichte fast 1,8 Milliarden Schweizer Franken, was einem Anstieg von 17,8 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der Gesamterlös, der im Rahmen von Konkursverfahren an Gläubiger ausbezahlt wurde, lag knapp über 192 Millionen Schweizer Franken.
Betreibungen und Pfändungen
2025 wurden in der Schweiz 3 147 160 Betreibungen eingeleitet und 3 031 541 Zahlungsbefehle ausgestellt. Die große Mehrheit der Betreibungsverfahren war gegen natürliche Personen gerichtet. Nur gut jedes zehnte Betreibungsverfahren (359 705) betraf juristische Personen.
Schuldbetreibungen führten zum Vollzug von 1 547 788 Pfändungen, was etwa der Hälfte der Verfahren entspricht. 2025 wurden größtenteils Einkommen gepfändet (828 751). Grundstückpfändungen sowie Sachpfändungen waren deutlich seltener.
(pd, rm)
(Bild: BfS)
