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Immer noch sehr gute Reputation trotz Bruch mit Neutralität
Die Schweiz aus Sicht des Auslands 2025Immer noch sehr gute Reputation trotz Bruch mit Neutralität

Die Schweiz aus Sicht des Auslands 2025

Immer noch sehr gute Reputation trotz Bruch mit Neutralität
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Wie die Schweiz unerwartete Herausforderungen anpackte, prägte 2025 ihre Wahrnehmung in den ausländischen Medien. Das größte Echo lösten die Reaktionen auf die US-Zölle aus. In der Bevölkerung im Ausland war das Ansehen der Schweiz sehr gut. Über diese Resultate der Jahresanalyse über die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland im Jahr 2025 wurde der Bundesrat an seiner Sitzung vom 1. April 2026 informiert, so Präsenz Schweiz: 

Kein anderes Thema prägte die internationale Berichterstattung über die Schweiz 2025 so stark wie die außergewöhnlich hohen US-Zölle auf Schweizer Ausfuhren. Die ausländischen Medien hoben die wirtschaftliche Exponiertheit der Schweiz hervor und berichteten regelmäßig über die Verhandlungen mit den USA. Weltweit auf Medienresonanz stieß auch der Bergsturz von Blatten. Zahlreiche Berichte stellten das Ereignis in den Kontext des Klimawandels und rückten die Betroffenheit der Schweiz und ihr Umgang mit den Folgen ins Blickfeld. In bezug auf den Finanzplatz stand die geplante Verschärfung der Bankenregulierung als Folge der Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS im Zentrum des Medieninteresses. Positive Akzente setzte die Schweiz als Gastgeberin des Eurovision-Liederwettbewerbs (ESC) in Basel und der UEFA Frauen-Europameisterschaft 2025. Die beiden internationalen Großanlässe stärkten ihre Wahrnehmung als weltoffenes, gut organisiertes und gastfreundliches Land.

In der ausländischen Bevölkerung war der Ruf der Schweiz 2025 erneut ausgezeichnet. Der fünfte Gesamtrang unter 50 verglichenen Ländern im Anholt Nation Brands Index 2025 zeigt, daß die Schweiz weltweit zu den am besten bewerteten Ländern zählt. Spitzenplätze belegte sie in der Bevölkerungsbefragung bei den Themen Regierungskompetenz. Auch die schweizerische Standort- und Lebensqualität wurde als exzellent beurteilt. Die schweizerischen Produkte, ihre Innovationskraft sowie ihre als sympathisch wahrgenommene Bevölkerung trugen ebenfalls zum positiven Bild der Schweiz bei. Zu beachten ist, daß die Erhebung 2025 durchgeführt wurde. Mögliche Auswirkungen der Brandkatastrophe von Crans-Montana auf die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland sind darin noch nicht enthalten.

Die Analyse von Präsenz Schweiz stützt sich auf eine systematische Beobachtung der Berichterstattung ausländischer Leitmedien über die Schweiz sowie auf internationale Bevölkerungsumfragen zur Wahrnehmung des Landes. Die Ergebnisse dienen dazu, Chancen und Risiken für das Ansehen der Schweiz zu erkennen und die Landeskommunikation entsprechend auszurichten. Präsenz Schweiz ist Teil des EDA und für die Umsetzung der Strategie Landeskommunikation des Bundesrats zuständig. Grundlage für die Landeskommunikation ist das Bundesgesetz über die Pflege des schweizerischen Erscheinungsbilds im Ausland.

Eigenartige Behauptungen von Präsenz Schweiz zur Neutralität

Zur Neutralität läßt Präsenz Schweiz weg, daß Konferenzen auf ihrem Raum nicht mehr stattfinden konnten, weil sie nicht mehr als neutral angesehen wurde. Im Gegenteil lobpreist Präsenz Schweiz die Politik der Natoannäherung, welche unter der Walliser Bundesrätin Viola Amherd und jetzt unter Pfister verfolgt wird, was verklausuliert so formuliert wurde, daß die Schweiz im Ausland angeblich ans “Trittbrettfahrerin” gesehen würde.

Man fragt sich, wie solche Erhebungen erhoben werden.

Präsenz Schweiz ist hingegen für die Politik des Bundesrats des Lobes voll, mit einer Ausnahme, einer kritischen Äußerung von “KKK” (kursiv):

Sicherheitspolitik, Neutralität und Gute Dienste

Im Kontext globaler geopolitischer Spannungen und sicherheitspolitischer Herausforderungen rückte im vergangnen Jahr auch die Schweiz punktuell ins Blickfeld ausländischer Medien. Die Berichterstattung war thematisch breit gefächert. Angesichts der veränderten Bedrohungslage in Europa war die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz und ihre Rolle innerhalb des europäischen Verteidigungssystems wiederholt ein Thema. Deutsche Leitmedien kritisierten die Schweiz mitunter als sicherheitspolitische «Trittbrettfahrerin», die sich auf ihre Neutralität stütze, ohne wesentlich zur kollektiven Sicherheit Europas beizutragen. Auch die Aussagen von Bundespräsidentin Keller-Sutter, in denen sie umstrittene Passagen aus der Rede des US-Vizepräsidenten Vance an der Münchner Sicherheitskonferenz kommentierte, wurden in deutschen Medien als einseitiges Lob interpretiert und stießen teilweise auf kritische Repliken.

Sachlicher, wenn auch weniger prominent, berichteten die ausländischen Medien über die geplante engere Zusammenarbeit mit der EU im Bereich Rüstungsbeschaffung sowie die Schweizer Teilnahme am Projekt «Military Mobility» der EU-Verteidigungsinitiative PESCO.

Ebenfalls thematisiert wurden strukturelle Schwächen der Schweizer Armee.

Der Rücktritt von Bundesrätin Viola Amherd und weiterer zentraler Führungspersonen im VBS und bei der Armee zu Jahresbeginn werteten europäische Leitmedien teilweise als Anzeichen für eine Führungskrise innerhalb der verteidigungspolitischen Institutionen der Schweiz. Auch Schwierigkeiten bei Rüstungsbeschaffungen fanden mediale Beachtung – namentlich die Kostensteigerung bei den bestellten F-35A-Kampfflugzeugen aus den USA.

Die von den Amerikanern geforderten Preisaufschläge für die Jets und die daraus resultierenden innenpolitischen Diskussionen griffen vor allem die Medien der Nachbarländer auf.

Einige Aufmerksamkeit erhielt zudem die Debatte um die Lockerung der Regeln für den Re-Export von Kriegsmaterial aus Schweizer Produktion. Die geplante Änderung des Kriegsmaterialgesetzes wurde dabei vorwiegend als wirtschaftspolitische Maßnahme zur Stärkung der angeschlagenen Schweizer Rüstungsindustrie und einer damit einhergehenden pragmatischeren Auslegung der Neutralität gewertet.

Weiterführendes:

Die+Schweiz+aus+Sicht+des+Auslands+-+Analyse+2025+-+DE

(pd, rm)

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