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Miteinander von Herdenschutzhunden und Touristen verbessern
Bilanz Herdenschutz 2025: Besondere Situation im OberwallisMiteinander von Herdenschutzhunden und Touristen verbessern

Bilanz Herdenschutz 2025: Besondere Situation im Oberwallis

Miteinander von Herdenschutzhunden und Touristen verbessern
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Die Dienststelle für Landwirtschaft zieht Bilanz zum Herdenschutz 2025. Insgesamt wurden 3 Millionen Franken (davon 1,63 Millionen Franken Kantonsanteil) investiert, um die auf den Walliser Alpen durchgeführten Schutzmassnahmen zu unterstützen und zu verstärken. Im Jahr 2026 investiert der Kanton Wallis mehr als 1,8 Million Franken in den Herdenschutz. Alle Herdenschutzhunde, die im Walliser Kantonsgebiet aktiv sind, müssen obligatorisch GPS-Halsbänder tragen.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3 Millionen Franken in den Herdenschutz im Wallis investiert. Der Kanton beteiligt sich in der Höhe von 1,63 Million Franken, der Rest wird vom Bund übernommen.

Der Sektor Herdenschutz der kantonalen Dienststelle für Landwirtschaft (DLW), der im Laufe des Jahres 2,2 Vollzeiteinheiten mobilisiert hat, spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der kantonalen Politik. Er informiert die Bewirtschafter über die Wolfspräsenz auf der Grundlage des Monitorings, das von der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) durchgeführt wird, berät die Landwirtinnen und Landwirte über die für ihren Betrieb geeigneten Maßnahmen und begleitet sie bei deren Umsetzung. Er erstellt und finalisiert individuelle Beratungsformulare, bewertet Subventionsgesuche, beurteilt die Einhaltung von Massnahmen bei Großraubtierangriffen und unterstützt Landwirte bei der Haltung von Herdenschutzhunden. Bei Bedarf kann dieser Sektor die Unterstützung von Zivildienstleistenden für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen vorschlagen. Zudem erstellt er bei Angriffen das offizielle Erfassungsprotokoll.

Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch

2025 hat sich der Kanton Wallis stark dafür eingesetzt, daß die kantonalen Herdenschutzhunde anerkannt werden und der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) geforderte Arbeitseignungstest angepaßt wird. Das Ziel besteht darin, diese Tests direkt in den Betrieben, in denen die Hunde arbeiten, unter realen Bedingungen durchzuführen.

Diese Maßnahmen werden 2026 fortgesetzt und haben weiterhin Priorität, ebenso wie verschiedene Projekte, die das Miteinander von Herdenschutzhunden und des Tourismus verbessern.

Für alle im Wallis aktiven Herdenschutzhunde wird das Tragen von GPS-Halsbändern obligatorisch, um die Hunde tracken zu können.

Darüber hinaus investiert der Kanton in der kommenden Saison über 1 Million Franken in Herdenschutzmassnahmen. Hinzu kommen 160’000 Franken für die Haltung von Herdenschutzhunden und 700’000 Franken für die Finanzierung von Hilfshirten.

Diese Investition wird durch Bundesmittel ergänzt. Die Höhe, der vom BAFU für den Herdenschutz im Wallis bereitgestellten Mittel ist noch nicht bekannt, wobei die Bedingungen für die Gewährung noch festzulegen sind. Wie in den vergangenen Jahren wird auch das Bundesamt für Landwirtschaft die Sömmerungen mit zusätzlichen Beiträgen in der Höhe von rund 1 Million Franken unterstützen. Schließlich werden Kontrollen durchgeführt, um sicherzustellen, daß die Subventionen von Kanton und Bund gemäss den festgelegten Bedingungen gewährt werden.

Allgemeiner Rückgang der Zahl der Angriffe

Während des Sommers bewirtschaften Kleinviehzüchterinnen und Kleinviehzüchter im Wallis rund 180 Alpen. 2025 wurden 81 Großraubtierangriffe auf dem Walliser Kantonsgebiet erfaßt, davon 48 im Oberwallis und 22 im französischsprachigen Wallis. Insgesamt wurden 318 Nutztiere gerissen, davon 191 im Oberwallis und 127 im französischsprachigen Wallis. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 wurden 112 Angriffe und 341 gerissene Nutztiere erfaßt.

Besondere Situation im Oberwallis

Der höhere Anteil an gerissenen Tieren im Oberwallis läßt sich vor allem durch die kleineren Betriebsstrukturen und die topografischen Besonderheiten erklären, die dazu führen, daß einige Alpen trotz des starken Engagements der Züchter und Züchterinnen nur schwer zu schützen sind.

Der allgemeine Rückgang der Zahl der Angriffe bestätigt jedoch, daß die Schutzmaßnahmen, die dort wo möglich umgesetzt werden, wirksam sind. Sie lässt sich auch durch die geringere Anzahl von Tieren auf den Alpen oder durch eine kürzere Sömmerungsdauer erklären, die die Risiken eines Wolfrisses schmälern sollen. Darüberhinaus geht der Herdenschutz mit einer angepaßten Regulierung von Großraubtieren einher.

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(pd, rm)

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