
F35-Skandal: Fragwürdiges Gutachten der Kanzlei HomburgerEs ist nichts so fein gesponnen - es kommt doch an die Sonnen!
Von Roger E. Schärer
Im Wallis strahlt die Sommersonne. In diesem wunderbaren Kanton mit grosser Geschichte, Kardinal Schiner und die Stockalpers lassen grüssen, uns allen ins Herz gemeisselt, kommen weitere Skandale der unsäglichern Amherdschen Walliser-Connection ans Licht.
Frau Bundesrätin Amherd hat mit ihren Getreuen während sechs Jahren am Steuer des VBS ein korruptes feingestricktes verheerendes Spinnennetz aufgebaut.
Hauser-Suess, Intima und Einflüsterin als Schreibmaschinenlehrerin aus Brig mit überhöhtem gigantischem Salär, ihr Schwager – ein mit hoher Abfindung zurückgetretener Ruag-Verwaltungsrats-Präsident, der Ruag-Mitarbeiter aus Niedergesteln, der private Millionengeschäfte mit dem Verkauf von Ersatzteilen nach Deutschland machte, und Renato Kalbermatten, vom Walliser Lokalredaktor erstaunlicherweise zum VBS-Kommunikationschef als Fassadenreiniger Amherds emporgestiegen, sind bereits bekannte belastende Personalien.
Nun häufen sich weitere aufgedeckte unerfreuliche Beziehungsgeschichten.
Die Sonntagsmedien leuchten brisante Amherdsche „Geheimrats-Winkelzüge“ aus.
Zweifelhafte Rolle der Rechtsanwaltskanzlei Homburger
In damaliger Verzweiflung suchte Frau Amherd mit Blick auf ihre dem Stimmvolk unterschlagenen Zweifel am Festpreis des F-35-Vertrages den Rat der renommiertesten Anwaltskanzlei Homburger.
Sie wollte für die Geschichtsbücher und ihr Image den F-35 nach dem Gripen-Fiasko den Kampfbomber endlich durchdrücken.
Dazu musste der irreführende vorgetäuschte „Discount-Preis“ im Vergleich zum deutschen Kaufpreis herhalten.
Deutschland war deshalb teurer, weil in überlegter strategischer Rüstungserfahrung vieles dazu gekauft wurde. Dies, um im US-Kriegsfall mit gestoppten Ersatzteillieferungen die NATO-Stealth-Bomber einsatzfähig zu halten.
Homburger lieferte die gewünschten, von Amherd bestellten bestätigenden juristischen Abklärungsresultate. Dies mit der Bestätigung des angeblich vertraglich abgemachten Festpreises für ein Honorar von 550000 Franken.
Amherds Bundesratsgremium zweifelte und liess vom Bundesamt für Justiz ein weiteres Gutachten anfertigen. Homburgers Resultate erweisen sich als Nebelpetarde.
Wieso die „Crème de la crème“-Anwaltskanzlei Homburger in Zürich?
Auch da ist Amherds Walliser Politfilz ursächlich zuständig.
Seilschaften, Wallisereien
Der politmächtige vernetzte Walliser CSP-Politpate Albert Bass ist mit Amherd befreundet. Mehr noch: Seine Tochter und Anwältin Gabrielle Nater-Bass, ist Partnerin bei Homburger. Ohne Hemmungen oder Hinterfragen von Imageschaden zog die Tochter von Albert Bass den gesamthaft in Richtung Million gehenden Auftrag zu Homburger.
Denn gleichzeitig wurde publik, dass Sohn Alexander der gescheiterten Credit Suisse-Finanzplatz-Ikone und CS-Abbruchpräsident, Rainer E. Gut, mit seiner „Gut Corporate Finance“ für Homburger in der F-35 Untersuchung als Finanzgutachter tätig war und ebenfalls verdiente.
Die „Gut Corporate Finance“ machte sich bisher nur mit skandalösen Beratungen einen Namen. Dank seines bekannten Vaters erhielt er Mandate bei Swiss Steel, Jelmoli und Swisslife.
Seine Beraterfolgen für diese Firmen waren horrende Millionenverluste. Ohne vorhandene Qualifikationen wurde er sogar kurzfristig in den Verwaltungsrat der von den bekannten Abzockern ausgebeuteten Credit Suisse gewählt.
Pleiten-, Pannen- und Amigokultur im VBS unter Amherd
Frau Amherd hat mit ihrer sechsjährigen chaotischen Pleiten-, Pannen- und Amigokultur das VBS und damit Bundesbern und die sie unterstützenden Mitte-Politikerinnen und -Politiker an eine schweizerische Bananenrepublik herangeführt.
Niemand wird wie immer zur Rechenschaft oder Verantwortung gezogen.
Homburger-Rechtsanwälte sicherten sich Haftungsausschluss
Homburger sicherte sich einen Haftungsausschluss und Frau Amherd und Hauser-Suess geniessen derweil aus Amt und Würden vor den angerichteten Politverwerfungen überstürzt geflüchtet ihre hohen Renten.
Peter V. Kunz, Professor für Wirtschaftsrecht, fordert eine Haftpflicht für diese korrupten Beteiligten und Verstrickungen. Es scheint, dass wieder einmal alle Beteiligten ohne Folgen davon kommen.
Helvetia, quo vadis?
Roger E. Schärer-Salzmann ist Oberst a D, Direktion Sicherheitspolitik VBS, ehemaliger Bundesratsberater, ehemaliger Berater NDB

