Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Interpol jagt Moretti und Audemars Piguet-Erbe – Bericht auf IP beruhte auf einer Fälschung
"Kriminelle Organisationen Nordafrika und Lateinamerika" - Fedpol dementiert
Interpol jagt Moretti und Audemars Piguet-Erbe – Bericht auf IP beruhte auf einer Fälschung"Kriminelle Organisationen Nordafrika und Lateinamerika" - Fedpol dementiert

Interpol jagt Moretti und Audemars Piguet-Erbe – Bericht auf IP beruhte auf einer Fälschung

"Kriminelle Organisationen Nordafrika und Lateinamerika" - Fedpol dementiert
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Nachtrag: Wie dem Portal IP zu entnehmen ist, handelte es sich bei den der Publikation zugrundeliegenden Daten mutmaßlich um eine mit KI generierte Fälschung. Dies hätte das Fedpol, das Bundesamt für Polizei mitgeteilt. Dieses habe bei dem Portal nach der Publikation interveniert. Der Fall zeigt exemplarisch, wie vorsichtig man bei Quellen sein muß. Man kann einen hochbrisanten sogenannten “Primeur” verpassen, wenn man nicht publiziert oder auch unbeabsichtigt eine Zeitungsente produzieren. 

Die „Unité Interpol Lyon, Section Coordination du Renseignement Criminel“ (Interpol-Einheit Lyon, Abteilung Koordination der kriminalpolizeilichen Nachrichtengewinnung) ermittelt in der Tragödie von Crans-Montana, dies berichtet das Portal IP des Schweizer Journalisten-Urgesteins Lukas Hässig

Die Ermittler in Frankreich hätten WhatsApp-Nachrichten und Mails von Jacques Moretti abgefangen. Im Zentrum des Verfahrens des Interpol-Ablegers stünden Jacques Moretti und seine Beziehungen zu einem Erben der Uhrenmarke Audemars Piguet. Dieser habe den Morettis Darlehen gegeben.

„Objet Moretti – Structures Financières et Participations / Actionnaire AP / Blanchiment“ (Betreff Moretti – Finanzstrukturen und Beteiligungen / AP-Aktionär / Geldwäsche), zitiert das Portal aus einem geheimen Report der französischen Interpol-Stelle, mit AP sei Audemard Piguet. Der Milliardenschwere Erbe und Großaktionär des Uhren-Luxuskonzerns ist Grossaktionär sei ein enger Bekannter Morettis. Die beiden würden sich von Autorennen bei den sie gemeinsam fuhren, kennen.

Bei den Interpol-Ermittlungen gehe es um potentielle Infiltrationen im Umfeld des bekannten Aktionärs der Schweizer Haute-Horlogerie-Marke AP; die Lyon-Interpol-Fahnder vermuten ein kriminelles Netz mit hohem Gefahrenpotential.

Es sei nicht von einem klassischen Fall organisierter Kriminalität auszugehen, sondern es deute vieles auf Verstrickungen auf höchster Ebenen („niveaux supérieurs“) bei den ersten Erkenntnissen um die Geldflüsse im Zusammenhang mit den Morettis.

Die Affäre könne sich “zu einem Finanz- und Institutionenskandal von internationalem Ausmaß mit Beteiligung mehrerer europäischer Gerichtsbarkeiten” ausweiten, so Interpol im Dokument mit der Klassifizierung: “streng vertraulich”

Die beiden Banken hatten Morettis Millionenkredite gewährt. Sie kriegten erst kalte Füsse, nachdem in Crans-Montana in der Silvesternacht 40 Junge ihre Leben und über 100 ihre Zukunft verloren hatten.

Fedpol verweist an die Staatsanwaltschaft Wallis unter der Leitung der umstrittenen Gernealstaatsanwältin Béatrice Pilloud. Wie von NZZ bis hin zum Blick und vielen anderen Medien ergeht es dem Journalisten Lukas Hässig dort nicht anders wie auch Walliser Zeitung: “Dort will man nichts sagen”, schreibt er.

Die Zurückhaltung der obersten Schweizer Ermittlungsbeamten erstaunt, schreibt Hässig zu Fedpol. Interpol Lyon töne nämlich an, dass Drogengelder im Spiel sein könnten.

Inernationales Drogennetz? – Ermittler aus den USA und Lateinamerika aktiv

Dort stünde man Verbindung zu Ermittlern in Nordafrika und Lateinamerika, dies über amerikanische Verbindungsstellen, welche mit der Überwachung der transkontinentalen Schmuggelrouten beauftragt seien. Es dürfte hierbei um interkontinentale Drogenwege und deren Geldflüsse gehen, so Hässig.  Die DEA-Sektion Nordafrika und DEA-Sektion Lateinamerika. Die  DEA ist die Abkürzung für Drug Enforcement Administration. Es handelt sich um die mächtige Drogenpolizei der USA, die insbesondere in Kolumbien, einem zentralen Land im globalen Dogenhandel, direkt agiert. Die DEA-Ermittler hätten die Existenz logistischer Verbindungsstrukturen zwischen Korsika, Marseille und Paris herausgefunden.

Bisherige telefonische und elektronische Abhörmaßnahmen hätten eine Wiederaufnahme der Kommunikation zwischen Finanzintermediären aus dem Moretti-Umfeld und verschiedenen VIP- und Bank-Netzwerken, die zwischen der Schweiz, Korsika und Marseille operieren, gezeigt.

“Der Interpol Lyon-Bericht macht klar: Der Fall Crans-Montana hat sich zu einem Drogen-Krimi mit potenziellen Verstrickungen bis in höchste Elitekreisen ausgeweitet. Doch die Schweiz überlässt die ganze Ermittlung der Staatsanwaltschaft in Sion”, kritisiert Hässig.  Der Schweiz drohen derweil weitere weltweite Negativschlagzeilen.

(pd, rm)

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