
KWRO: Einführung des neuen Rettungsdispositivs«Präklinischer Fachspezialist (PFS)» im Laufe des Jahres 2026
Jedes Jahr bearbeitet die Sanitätsnotrufzentrale 144 rund 50’000 eingehende Anrufe auf ihren Notrufleitungen, von denen mehr als 90% innerhalb von weniger als zehn Sekunden entgegengenommen werden.
Diese Anrufe führen zu mehr als 25’000 Einsätzen, davon ungefähr 20’000 Ambulanzeinsätzen, mehr als 3’000 Notarzteinsätze und mehr als 4’500 Helikopteraufgeboten sowie zu zahlreichen Einsätzen von öffentliche Ersthelfer, Ersthelfer und Rettungsspezialisten.
Bei diesem Umfang wird ein nicht unerheblicher Anteil der von den Rettungssanitätern versorgten Patienten letztendlich nicht ins Spital transportiert, sondern vor Ort versorgt: etwa 10–12% aller Rettungsdiensteinsätze.
Gleichzeitig stuft die Sanitätsnotrufzentrale 144 jährlich mehr als 3’500 Einsätze mit geringem Schweregrad als «Low Code» ein; mangels einer alternativen Lösung erfordern diese Situationen dennoch den Einsatz eines Rettungswagens, während in rund tausend dieser Fälle die Patienten anschließend zu Hause belassen werden.
Vor diesem Hintergrund hat die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO) dem Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur des Kantons Wallis das Projekt «Präklinischer Fachspezialist (PFS)» vorgelegt, welches im März 2026 seine Zustimmung zur Umsetzung des Vorhabens im Laufe des Jahres erteilt hat.
Der Präklinische Fachspezialist ist ein erfahrener, speziell ausgebildeter Rettungssanitäter, der im Tagesdienst an sieben Tagen in der Woche im Einsatz ist und vor Ort eine medizinische Beurteilung vornehmen kann. Er untersucht und beurteilt den Patienten, leistet Erste Hilfe, organisiert eine ärztliche Untersuchung und sorgt bei Bedarf für einen sitzenden Transport zu einer Praxis oder Klinik.
Zudem ist er eine wichtige Verstärkung für den regulären Dienst: für den Feuerwehr-Bereitschaftsdienst, als Verstärkung bei komplexen Einsätzen oder als Schnell-Helfer («Rapid Responder») im Rahmen vom «Next-Best-Prinzip» (Einsatz des nächstgelegenen, geeigneten Rettungsmittel), so die KWRO.
Im Rahmen der Umsetzung des Programms wird die KWRO in Kürze eine Rekrutierungskampagne starten, bei welcher sie Rettungssanitäter sowie eine ärztliche Leitung der mobilen Teams PFS und EMUS einstellen wird.
(pd, rm)
(Symbolbild: Spital Wallis)

