Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Mann zündet sich in Bus selbst an und tötet 5 weitere Personen
Kritik an der Kommunikation der Behörden wie bei Crans-Montana
Mann zündet sich in Bus selbst an und tötet 5 weitere PersonenKritik an der Kommunikation der Behörden wie bei Crans-Montana

Mann zündet sich in Bus selbst an und tötet 5 weitere Personen

Kritik an der Kommunikation der Behörden wie bei Crans-Montana
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Der Mann, der sich in einem Postauto angezündet hatte und 5 Menschen dabei tötete soll sich noch bis am Dienstagmittag in einem Spital aufgehalten haben. Die Kommunikation der Behörden steht ähnlich stark in der Kritik wie bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana.

Nach dem tragischen Brand, der sich gestern in Kerzers in einem Bus ereignet hat, konnten inzwischen alle Opfer identifiziert werden. Die Ermittlungen und Untersuchungen werden fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Dramas aufzuklären, so die Kantonspolizei Freiburg.

Am Dienstag, 10. März 2026, ereignete sich in Kerzers ein tragischer Brand in einem Bus. Sechs Menschen starben und fünf wurden verletzt. Sie wurden allesamt am späten Nachmittag des 11. März 2026 offiziell identifiziert. Der mutmaßliche Brandstifter gehört zu den Todesopfern. Es handelt sich um einen 65-jährigen Schweizer mit Wohnsitz im Kanton Bern.

Auch der Busfahrer kam bei dem Brand ums Leben. Es handelt sich um einen 63-jährigen Mann portugiesischer Herkunft. Bei den weiteren Todesopfern handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 25 und 39 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 16 und 29 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft.

Auch die Verletzten wurden identifiziert. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 34 und 61 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 27 und 56 Jahren, alle Schweizer Staatsangehörige, und einen 32-jährigen, kosovarischen Staatsanghörigen. Zwei Personen, die 56-jährige Frau und der 34-jährige Mann, befinden sich derzeit noch im Spital. Alle Opfer sind in der Region wohnhaft.

Die Ermittlungen werden fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Dramas aufzuklären.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Untersuchung können keine weiteren Informationen bekannt gegeben werden.

Hintergrund

Am Dienstag, den 10. März 2026, ereignete sich in einem Bus in Kerzers ein tragischer Brand. Den ersten Ermittlungsergebnissen zufolge soll eine Person gegen 17:45 Uhr in Düdingen in den Bus eingestiegen sein und sich gegen 18:25 Uhr in Kerzers selbst in Brand gesetzt haben, bevor sich das Feuer auf das gesamte Fahrzeug ausbreitete. Erste Anhörungen und Zeugenaussagen lassen erkennen, daß der Täter allein gehandelt hat und vermutlich die schweizerische Staatsangehörigkeit besitzt sowie im Kanton Bern wohnhaft ist. Es könnte sich um eine psychisch instabile Person handeln, die von ihrer Familie als vermisst gemeldet wurde. Diese Person befindet sich vermutlich unter den Verstorbenen.

Derzeit beklagen wir mindestens sechs Todesopfer. Die Identifizierungsmassnahmen laufen, und die Ergebnisse sollten in den nächsten Stunden vorliegen, um deren Identität zu bestätigen. Ausserdem wurden fünf Personen verletzt: Drei von ihnen mussten ins Spital eingeliefert werden. Zwei Personen befinden sich derzeit noch in Behandlung, während eine Opferperson in der Nacht nach Hause zurückkehren konnte. Den gesammelten Erkenntnissen zufolge können wir bestätigen, dass alle Opfer in der Region wohnhaft sind. Die Kantonspolizei Freiburg drückt ihre tiefe Solidarität mit den Familien und Angehörigen der Opfer aus.

Bezüglich des Busses handelte es sich um ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Da ein menschliches Handeln als wahrscheinlichste Ursache gilt, kann ein technischer Defekt des Busses zu diesem Zeitpunkt der Ermittlungen ausgeschlossen werden.

Der Einsatz erforderte die Intervention mehrerer Patrouillen und Spezialisten der Kantonspolizei Freiburg, zehn Ambulanzen (aus den Kantonen Waadt, Bern, Freiburg und Neuenburg), des SMUR (mobiler Dienst für Notfallmedizin und Reanimation) und die REGA sowie rund vierzig Feuerwehrleute der Bataillone See – Lac, Broye und Saane. Eine Hotline wurde eingerichtet. Das Care Team See/Lac & Sense war ebenfalls vor Ort im Einsatz. Für die Opfer und ihre Angehörigen sowie für weitere betroffene Personen, wie zum Beispiel Zeugen, freiwillige Helfer und alle Anwesenden, wurde psychologische Unterstützung organisiert. Ergänzend können die Opfer und ihre Angehörigen auch Leistungen der Opferhilfe (OHG) in Anspruch nehmen.

Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eröffnet, und die Untersuchungen dauern an, um die genauen Umstände dieses tragischen Ereignisses zu klären.

Zeugenaufruf der Kantonspolizei

Wir bitten alle Personen, die nützliche Hinweise für die Ermittlungen geben können – insbesondere diejenigen, die sich gegen 17:45 Uhr an der Bushaltestelle in Düdingen befanden, auf der Strecke Düdingen – Kerzers unterwegs waren oder Videos vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte haben –, sich unter der Telefonnummer 026 347 01 17 mit der Kantonspolizei in Verbindung zu setzen.

(pd, rm)
(Foto: Kapo FR)

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