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Eine Initiative aus der Bevölkerung für das Gedenken an die Opfer und das Weitergeben der Erinnerung
Mémorial de Crans-MontanaEine Initiative aus der Bevölkerung für das Gedenken an die Opfer und das Weitergeben der Erinnerung

Mémorial de Crans-Montana

Eine Initiative aus der Bevölkerung für das Gedenken an die Opfer und das Weitergeben der Erinnerung
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Anläßlich der Gründungsversammlung wurde der Verein «Mémorial de Crans-Montana» offiziell gegründet. Die unabhängige Organisation setzt sich dafür ein, die Erinnerung an die Tragödie vom 1. Januar 2026 in Crans-Montana dauerhaft zu bewahren, der Opfer zu gedenken und einen Ort des Innehaltens, der Reflexion und des Austauschs für kommende Generationen zu schaffen.

Der Verein entstand auf Initiative von Angehörigen der Opfer, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Persönlichkeiten, die eng mit Crans-Montana verbunden sind. Dabei stehen Respekt, Würde und Zusammenhalt im Mittelpunkt seines Handelns. Ziel des Vereins ist, die Erinnerung an die Tragödie lebendig zu halten und langfristig zu verankern.

Die Gründungsmitglieder sprechen allen Verletzten, den Hinterbliebenen sowie allen Menschen, die von dieser Tragödie nachhaltig betroffen sind, ihre tiefe Verbundenheit aus. Das Projekt wird in engem Austausch mit den Betroffenen weiterentwickelt und trägt ihren Anliegen und Bedürfnissen Rechnung.

Der Verein arbeitet bei der Umsetzung des Vorhabens eng mit den kommunalen und kantonalen Behörden zusammen und wird von der Gemeinde Crans-Montana und dem Kanton Wallis unterstützt. Gemeinde und Kanton verfolgen das gemeinsame Ziel, die Erinnerung an dieses Ereignis zu bewahren – im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten.

Organisation des Vereins

Für den Aufbau und die Weiterentwicklung des Projekts hat der Verein eine Führungsstruktur geschaffen, in der unterschiedliche Kompetenzen gebündelt werden. Die operative Leitung übernehmen François Barras, Raymond Loretan und Bérengère Primat gemeinsam. Als Präsidialkollegium leiten sie die Arbeit des Vereins, vertreten ihn nach aussen und treiben seine Weiterentwicklung voran. François Besençon wurde zum Kassier und Nathalie Bizart zur Schriftführerin gewählt. Rechtsanwalt Charles-André Bagnoud übernimmt die Funktion des Rechtsberaters des Vereins.

Zudem wird unter dem Vorsitz von Jacques Cordonier ein Lenkungsausschuß aufgebaut. Er begleitet die strategische Entwicklung des Projekts und fördert den Dialog mit den beteiligten Partnern. Darüberhinaus bringt er Fachwissen aus den Bereichen Erinnerungskultur, Kultur, Architektur, Geschichte, Mediation und Zivilgesellschaft in das Projekt ein.

Der Verein beabsichtigt, die Führungsstruktur schrittweise zu erweitern und weitere Persönlichkeiten, Vertreterinnen und Vertreter der Angehörigen, Fachpersonen sowie Partner einzubeziehen, die das Vorhaben mittragen möchten.

Enge Koordination mit den Behörden

Der Verein versteht sein Engagement als Ergänzung zu den Initiativen der öffentlichen Behörden. Alle Beteiligten handeln dabei im Rahmen ihrer jeweiligen Aufgaben, Zuständigkeiten und ihrer Unabhängigkeit.

Überlegungen zur Zukunft des «Constellation»

Neben der Errichtung einer Gedenkstätte möchte der Verein zu einem späteren Zeitpunkt auch die Diskussion über die Zukunft des Gebäudes «Constellation» aufnehmen. Gemäß seinen Statuten soll dies in enger Abstimmung mit den Angehörigen der Opfer, den direkt Betroffenen sowie den zuständigen Behörden geschehen.

Ziel ist es, Möglichkeiten zu prüfen, wie der Ort der Erinnerung langfristig erhalten werden kann. Zu gegebener Zeit soll – sofern ein Konsens erzielt werden kann – auch über eine künftige Nutzung nachgedacht werden, die der Geschichte des Ortes gerecht wird.

Eine Erinnerung mit Blick auf die Zukunft

Der Verein «Mémorial de Crans-Montana» möchte über das Gedenken an die Opfer hinaus eine lebendige Erinnerungskultur fördern, die von Solidarität, Verantwortung und Weitergabe geprägt ist. Er setzt sich dafür ein, dass die künftige Gedenkstätte nicht nur ein Ort des Innehaltens wird, sondern auch Raum für Dialog, Reflexion und Sensibilisierung bietet.

Der Verein möchte damit die Grundlage für eine gemeinsame Erinnerung schaffen, die sich im Verlauf des Projekts durch Anregungen und Beiträge weiterentwickeln kann. Dabei stehen Dialog, gegenseitiges Zuhören und das Gemeinwohl im Mittelpunkt.

(pd, rm)
(Foto: zVg)

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