Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Strafanzeige wegen Erpressungsversuch erstattet
Erpressungsversuch nach umfangreicher Datensammlung
Strafanzeige wegen Erpressungsversuch erstattetErpressungsversuch nach umfangreicher Datensammlung

Strafanzeige wegen Erpressungsversuch erstattet

Erpressungsversuch nach umfangreicher Datensammlung
0

Im Wallis sind umfangreiche Fahrzeughalterdaten automatisiert aus dem öffentlichen Ecari-Suchmodul zusammengetragen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde dabei kein Zugriff auf die IT-Systeme des Kantons erlangt, sondern ein Schutzmechanismus des extern betriebenen Suchmoduls umgangen. Die gesammelten Daten sind inzwischen Gegenstand eines Erpressungsversuchs, so die Dienststelle für Straßenverkehr und Schiffahrt. 

Das Ecari-Modul zur Suche nach Fahrzeughaltern ermöglicht es, im Rahmen der bundesrechtlichen Vorgaben bestimmte Informationen zu einem Kontrollschild abzurufen, wie beispielsweise den Namen, den Vornamen und die Adresse des Fahrzeughalters. Dieses Modul wurde automatisiert genutzt, um Informationen in großem Umfang zu sammeln. Der bestehende Schutzmechanismus, der die Anzahl Anfragen über das Ecari-Modul begrenzt, wurde umgangen.

Zusätzliche Daten gesammelt

Die durchgeführten Überprüfungen haben ergeben, daß auch ungefähre Angaben zu den Geburtsdaten der Halter gesammelt wurden. Diese Informationen, die bei einer gewöhnlichen Suche nicht zugänglich sind, wurden mittels zusätzlicher Datenextraktionen aus der Ecari-Plattform zusammengetragen.

Nicht betroffen sind die Daten von Fahrzeughaltern, die eine Sperrung ihrer Informationen verfügen ließen. Das externe Unternehmen, das für den Betrieb des Suchmoduls verantwortlich ist, hat umgehend zusätzliche Zugriffsbeschränkungen eingeführt, um die Datensicherheit künftig besser zu gewährleisten. Die Untersuchungen bestätigen, daß auf der Internetseite des Kantons Wallis, die vom Ecari-Suchmodul unabhängig ist, kein Eindringen festgestellt wurde.

Erpressungsversuch und Strafanzeige

Diese Datenextraktion ist Gegenstand eines Erpressungsversuchs. Grundsätzlich wird auf derartige Forderungen nicht eingegangen. Bei den zuständigen Behörden wurde Strafanzeige erstattet.

Vorsicht bei ungewöhnlichen Nachrichten

Vor diesem besonderen Hintergrund empfiehlt der Kanton Wallis der Bevölkerung als Vorsichtsmaßnahme, bei ungewöhnlichen Briefen, Mails, SMS oder Anrufen wachsam zu sein. Im Zweifelsfalle sollte nicht darauf reagiert und die Identität des Absenders oder der betreffenden Stelle gemäß den üblichen Verhaltensregeln überprüft werden.

Fahrzeughalter, die dies wünschen, können die Sperrung der Veröffentlichung ihrer Zulassungsdaten kostenlos über die Internetseite der DSUS beantragen: www.vs.ch/autos.

(pd, rm)

Fehler gefunden? Jetzt melden.

IHRE MEINUNGEN

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Close