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Falsche Opfer gaben sich als enge Freunde von Angehörigen aus
Täuschungen im Umfeld der Brandkatastrophe von Crans-MontanaFalsche Opfer gaben sich als enge Freunde von Angehörigen aus

Täuschungen im Umfeld der Brandkatastrophe von Crans-Montana

Falsche Opfer gaben sich als enge Freunde von Angehörigen aus
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Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana sind im Umfeld der betroffenen Familien mehrere Personen aufgetreten, die sich fälschlicherweise als enge Freunde der Opfer ausgaben. Obwohl keine persönliche Verbindung bestand, suchten sie Kontakt zu Angehörigen, nahmen an Gedenkanlässen teil und traten teils auch in den Medien auf.

Einer dieser Fälle wurde besonders bekannt: Ein junger Mann hatte über Wochen hinweg behauptet, selbst einen Freund bei dem Unglück verloren zu haben. Später räumte er ein, dass diese Darstellung erfunden war. In einer Nachricht an Angehörige gestand er, keinerlei Bezug zu den Opfern gehabt zu haben. Zuvor hatte er Interviews gegeben und Familien begleitet.

Berichten zufolge handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Auch andere Personen sollen ähnliche Rollen angenommen haben. In einem Fall wurde ein geplantes Medieninterview mit einer Jugendlichen nicht veröffentlicht, nachdem Zweifel an ihren Aussagen aufgekommen waren.

Die Reaktionen der Angehörigen fallen unterschiedlich aus. Während einige die Unterstützung in einer schwierigen Zeit als hilfreich empfanden, reagierten andere mit Unverständnis für das Verhalten. Teilweise wurden widersprüchliche Aussagen früh als auffällig wahrgenommen.

Der junge Mann erklärte, er habe keine schädlichen Absichten gehabt und befinde sich inzwischen in Behandlung. Zudem habe er sich bei mehreren Betroffenen persönlich entschuldigt.

(od, rm)
(Bild: Kt. VS)

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