Podium mit Fokus TourismusPodiumsdiskussion zu Medien und Kommunikation im Wandel
Am Dienstag, 5. Mai 2026 fand in der Aula des Campus Bellevue der HES-SO Valais-Wallis eine Podiumsdiskussion zu den aktuellen Entwicklungen in Medien und Kommunikation statt, die im Rahmen des Moduls Mehrsprachige-Kommunikation II organisiert wurde, berichtet die HES-SO. Fachleute aus Medien und Kommunikation tauschten sich dabei mit Studenten des ersten Bachelorjahres in Tourismus aus.
Unter der Leitung von Fabienne Schnyder, Lehrbeauftragte und Kommunikationsfachfrau, diskutierten Nora Devenish, Co-Redaktionsleiterin htr hotelrevue, Silvia Graber, Journalistin bei Kanal9, Roger Brunner, Leiter Unternehmenskommunikation bei Valais-Wallis-Promotion, Lauriane Pipoz, Journalistin Rhône FM, und Eva Bourgknecht, Produzentin des Podcasts «The Jump».
Diese Veranstaltung bot den Teilnehmern die Möglichkeit zum Austausch mit Fachleuten, die persönliche Erfahrungen und praktische Ratschläge teilten sowie interessante Einblicke in die Herausforderungen der Medienarbeit vermittelten.
Studenten als treibende Kraft
Zur Vorbereitung dieser Podiumsdiskussion erarbeiteten die Studenten eine Reihe von Fragen zu den großen Veränderungen im Medienbereich: Einfluß der sozialen Netzwerke, Einsatz der künstlichen Intelligenz, Glaubwürdigkeit von Informationen, ethische Aspekte oder Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
Diese Themen trugen dazu bei, die Diskussionen aktuell und praxisnah zu gestalten.
Ein Sektor im stetigen Wandel
Die Diskussionen zeigten klar, daß digitale Technologien und Plattformen die Produktion und Verbreitung von Informationen grundlegend verändert haben. Eva Bourgknecht, Produzentin des Podcasts «The Jump», bestätigte: „Die Technik entwickelt sich im Gleichschritt mit dem Informationsfluß. Wer Schritt halten will, muß sich ständig an neue Plattformen anpassen und technologische Entwicklungen im Blick behalten.“
Alle anwesenden Fachleute unterstrichen die Notwendigkeit, sich sowohl formal als auch inhaltlich fortlaufend weiterzuentwickeln, um den Erwartungen der einzelnen Zielgruppen und den Besonderheiten der jeweiligen Kanäle gerecht zu werden.
Authentizität und persönlicher Kontakt
Über die Technik hinaus kristallisierte sich eine klare Erkenntnis heraus: Entscheidend ist und bleibt der Mensch. Lauriane Pipoz, Journalistin bei Rhône FM, wies mehrfach darauf hin: „Damit ein Thema für die Medien von Interesse ist, muß der Mensch im Mittelpunkt stehen und im Interview ein persönlicher Kontakt hergestellt werden.“
Von links nach rechts: Fabienne Schnyder, Nora Devenish
In bezug auf die Authentizität betonte Nora Devenish, Co-Redaktionsleiterin htr hotelrevue, auch, wie wichtig es sei, Fehler einzugestehen und offen darüber zu kommunizieren. So kann eine Organisation eine gewisse Kontrolle über ihr Image behalten und gleichzeitig beim Publikum Vertrauen aufbauen.
Ob im Journalismus, in Podcasts oder in der institutionellen Kommunikation: Gefragt sind Inhalte, die auf Erfahrungen, Geschichten oder authentischem Austausch beruhen. Im Vergleich zu glaubwürdigen und persönlich geprägten Inhalten neigen stark werbliche Ansätze dazu, rasch an Wirkung zu verlieren, wie dies Roger Brunner, Leiter Unternehmenskommunikation bei Valais-Wallis-Promotion, treffend formulierte.
Konkrete Beispiele
Er nutzte zudem die Gelegenheit, aufzuzeigen, welche Auswirkungen eine Katastrophe wie jene in Crans-Montana auf das Image einer Destination haben kann und wie in solchen Fällen kommuniziert werden sollte: „Der Imageschaden für das Wallis ist unbestritten. In solchen Situationen ist es entscheidend, konsequent zu kommunizieren und die Arbeit professionell fortzuführen.“
Silvia Graber, Journalistin bei Kanal9, erinnerte ihrerseits an eine Kampagne der Aletsch-Arena, die mit einem Aprilscherz für Aufmerksamkeit sorgte. Es wurde eine Fake-Meldung verbreitet, gemäß der die Skifahrer ein Raclette direkt auf dem Sessellift genießen können. Kanal9 berichtete zur Freude des Publikums über diese humorvolle Geschichte.
KI und Glaubwürdigkeit von Informationen
Die Diskussionen unterstrichen auch die wachsende Rolle der KI in der Berufspraxis. Diese Werkzeuge erleichtern zwar viele Aufgaben, aber Analyse, Faktenprüfung und Arbeit vor Ort bleiben unverzichtbar.
Alle anwesenden Fachleute waren sich denn auch einig, daß ein kritischer Blick und redaktionelle Verantwortung weiterhin sehr wichtig sind.
Management studieren – mitten im echten Leben!
Diese Podiumsdiskussion veranschaulichte den praxisorientierten Ansatz der Hochschule für Wirtschaft. Der direkte Austausch mit Fachleuten aus der Berufswelt ermöglicht den Studenten, konkrete Einblicke in die Branche zu gewinnen und sich optimal auf das Berufsleben vorzubereiten.
Wie Camille Kohler, Studentin im ersten Bachelorjahr in Tourismus, festhielt: „Einmalige Kontakte genügen nicht. Entscheidend ist der Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu den Medien.“
Die Veranstaltung bot den Studenten eine praxisnahe Erfahrung und stärkte ihre Kommunikationskompetenzen in einem mehrsprachigen und dynamischen Umfeld.
Die fünf Podiumsteilnehmer (1. Reihe) umgeben von den Dozenten und Lehrbeauftragten sowie den Absolventen des Moduls Mehrsprachige-Kommunikation II des ersten Bachelorjahres in Tourismus.
(pd, rm)




