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Uber weitet Lieferdienste in Winterskigebieten aus
Zermatt, Saas-Fee, Crans-Montana, Verbier: Uber weitet Präsenz stark ausUber weitet Lieferdienste in Winterskigebieten aus

Zermatt, Saas-Fee, Crans-Montana, Verbier: Uber weitet Präsenz stark aus

Uber weitet Lieferdienste in Winterskigebieten aus
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Manche Taxigesellschaften laufen in der Schweiz Sturm gegen das Geschäftsgebaren des us-amerikanisch geprägten Konzerns, aber das Angebot scheint auf Nachfrage zu stoßen.

Uber blicke in der Schweiz auf eine starke Wintersaison zurück, berichtet die Firma. Von „Uber Eats“-Bestellungen von über CHF 500 bis hin zu St. Moritz als meistgenutzter Destination für „Uber Ski“ zeigt sich die wachsende Nachfrage nach den Liefer- und Mobilitätsdiensten des Unternehmens in den beliebtesten Schweizer Skiorten.

Damit trage Uber einmal mehr dazu bei, das Bergerlebnis nahtloser, komfortabler und angenehmer zu gestalten, so die Firma.

Höhenrekord bei den Essenslieferungen

Diesen Winter stellte „Uber Eats“ in der Schweiz einen neuen Rekord für die höchstgelegene Lieferung auf: In Zermatt wurde eine Mahlzeit auf 1’672 Metern über Meer ausgeliefert.

Seit Ende 2024 ist der Service in Zermatt, Verbier, Crans-Montana und Davos verfügbar.

Damit erweiterte „Uber Eats“ nicht nur das Angebot für Reisende und Gäste während der Wintersaison, sondern schaffte gleichzeitig zusätzliche Sichtbarkeit für lokale Restaurants, so Uber.

In seiner zweiten Wintersaison verzeichnete „Uber Eats“ erneut mehrere hochpreisige Bestellungen. Die italienische Küche führt die Rangliste an: So lieferte dacCapo in Davos eine Bestellung im Wert von 582 Franken, während Kaizen Japanese Cuisine in Crans-Montana eine Sushi-Bestellung über 552 Franken entgegennehmen durfte.

Auch in Verbier überstiegen Bestellungen in einem bekannten Cafe den Wert von 300 Franken. Die durchschnittlichen Bestellwerte unterschieden sich je nach Destination deutlich.

Crans-Montana auf Platz 1 vor Zermatt

Auf Platz 1 liegt Crans-Montana mit durchschnittlich 56 Franken pro Bestellung, vor Zermatt (39 Franken) auf Platz 2. Verbier (28 Franken) und Davos (27 Franken) folgen mit moderateren Durchschnittswerten.

Mobilitätsangebote in Luxus-Skigebieten

Auch die Nachfrage nach den Mobilitätslösungen von Uber in den Ski-Destinationen ist weiter gestiegen. Seit der Lancierung von „Uber Ski“ vor drei Jahren wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut und umfaßt inzwischen auch Laax sowie Fahrten bis nach Zermatt. In diesem Winter verzeichnete St. Moritz die höchste Anzahl Fahrten, gefolgt von Gstaad und Verbier.

Mehr als die Hälfte aller Reisenden stammte aus dem Vereinigten Königreich, den USA und Frankreich – ein Hinweis sowohl auf die starke internationale Attraktivität der Schweizer Wintersportorte als auch auf die hohe Beliebtheit von Uber als komfortable Mobilitätslösung, so die Einschätzung der Firma.

Das Angebot ist speziell auf Fahrgäste ausgerichtet, die mit Ski, Schneebrett und weiterer Ausrüstung unterwegs sind.

Uber schließt ÖV-Lücke für Reisende

Besonders gefragt sind die Fahrten jeweils samstags nach 21 Uhr, sowohl bei der An- als auch bei der Abreise – wenn die Möglichkeiten des öffentlichen Verkehrs eingeschränkter sind.

Auch deutetdies darauf hin, daß viele Wintersportlerinnen und Wintersportler ihren Skitag beim Après-Ski ausklingen lassen, bevor sie bequem mit Uber nach Hause fahren, so Uber.

„Uber Alps“ in Saas-Fee mit starker Steigerung

Gleichzeitig gewinne „Uber Alps“ in Saas-Fee weiter an Bedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl Fahrten um 90 Prozent, was die starke Nachfrage nach komfortabler Mobilität in der autofreien Destination unterstreicht.

Nach einem langen Tag auf der Piste ziehen es Besucherinnen und Besucher also häufig vor, schnell und bequem nach Hause zu gelangen, statt in Skischuhen durch das Dorf zu stapfen.

Selbstdarstellung Uber

Ubers Mission ist es, durch Mobilität neue Chancen zu schaffen. Im Jahr 2010 begann Uber mit der Lösung einer einfachen Frage: Wie kommt man per Knopfdruck an eine Fahrt? Über 61 Milliarden Fahrten später entwickeln wir Produkte, die Menschen näher an ihr Ziel bringen. Indem wir die Art und Weise verändern, wie sich Menschen, Mahlzeiten und Güter in Städten bewegen, eröffnet Uber als Plattform neue Möglichkeiten.

Kritik an Uber

In der Schweiz geriet das Unternehmen mehrfach wegen fragwürdigem Lobbying in die Kritik. Politiker über die Parteigrenzen hinweg sprechen von unhaltbaren Zuständen und auch der Wikipedia-Eintrag liest sich alles andere als schön (kursiv).

„Das Unternehmen steht im Fokus unzähliger Kritik. Es praktizierte weltweit teils illegalen Lobbyismus auf höchster politischer Ebene, missachtete bzw. missachtet weltweit systematisch Gesetze sowie Gerichtsentscheidungen, wendete verschiedene Methoden an, um behördliche Kontrollen zu torpedieren, versucht mit Dumping-Preisen etablierte Taxi-Unternehmen wie auch Konkurrenzplattformen aus dem Markt zu drängen und ließ bzw. läßt (je nach Gesetzeslage) seine über die App angestellten Plattformarbeiter unter prekären bis gesetzeswidrigen Bedingungen arbeiten (so werden z. B. fällige Sozialversicherungsbeiträge nicht bezahlt und Lohndumping betrieben). Es profitiert weiterhin trotz der geänderten Gesetzeslage in der EU davon, daß Uber-Fahrer inzwischen nun bei den für sie operierenden Subunternehmen teilweise ausgebeutet werden, mit z. T. Lohndiebstahl, Bezahlung unter dem Mindestlohn, keiner Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Nicht-Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge.

Andere Sicht

Die deutsche Journalistin Minh Thu Tran beim staatlichen WDR sieht dies anders und schreibt, die Taxibranche habe die Digitalisierung verpaßt. Sie lobt Anbieter wie Uber: „Ich sehe schon vorab, wie viel mich eine Fahrt bei Uber oder Bolt kosten wird. Wenn ich doch mal ein Taxi nehme, ist mein Blick nervös auf das steigende Taxameter gerichtet.“

Weiterführendes, Quellen

www.nzz.ch/nzz-am-sonntag/schweiz/trotz-gerichtsurteilen-uber-eats-haelt-an-umstrittener-beschaeftigungspraxis-fest-ld.1926425

Sicherung: https://archive.is/1UeJJ

archive.is/https://de.wikipedia.org/wiki/Uber_(Unternehmen)

www1.wdr.de/nachrichten/kolumne-minh-thu-tran-100.html

Sicherung: https://archive.ph/wip/gHK3m

(rm, pd)
(Bild: Uber)

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