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Chemie (Lonza) und Aluminium (Constellium, Novelis)
Walliser Wirtschaft: Exporte wichtiger WirtschaftsfaktorChemie (Lonza) und Aluminium (Constellium, Novelis)

Walliser Wirtschaft: Exporte wichtiger Wirtschaftsfaktor

Chemie (Lonza) und Aluminium (Constellium, Novelis)
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Der Kanton Wallis (Valais) ist ein wichtiger Exporteur in der Schweiz, insbesondere durch seine starke chemisch-pharmazeutische Industrie (z. B. Lonza in Visp), die Aluminiumproduktion (Novelis und Constellium) und agrochemische Produkte.

Die meisten Exporte gehen nach Europa: 21 % Deutschland / 11 % Frankreich / 4 % Italien / 19 % Restliches Europa / USA 19% / Südamerika 12%, China 4%, Rest-Asien 8%, Anderes Nordamerika 1% und Rest der Welt 1%.

Die WKB-Autoren Gero Jung, Leiter Anlagestrategie, Clara Cialini, Anlagestratege und Tania Glassey, ESG-Spezialistin schreiben im aktuellen Marktbericht Dezember der Walliser Kantonalbank zur Walliser Wirtschaftsentwicklung:

Die Walliser Wirtschaft entwickelt sich trotz eines unsicheren internationalen Umfelds weiterhin solide.

Während die Erhöhung der US-Zölle bestimmte Kantone belastet, die stark vom US-Markt abhängig sind, profitiert das Wallis von einem ausgewogeneren Profil: 55 % der Exporte gehen in die Europäische Union, hauptsächlich nach Deutschland (21 %).

Die Vereinigten Staaten bleiben der zweitwichtigste Absatzmarkt (19 %), aber die exportierten Produkte – hauptsächlich Chemie, Pharma und Aluminiummetallurgie – sind weniger von den Zollerhöhungen betroffen als andere Sektoren wie die Uhrenindustrie oder Werkzeugmaschinen.

Der Kanton Wallis zeichnet sich durch die Wichtigkeit seiner Industrieaktivität aus, die fast 30 % des BIP ausmacht und damit über dem nationalen Durchschnitt liegt.

Die Chemie- und Pharmaindustrie macht fast zwei Drittel der Exporte aus, gefolgt von der Metallindustrie.

Diese Branchen, die weniger anfällig für schnelle Konjunkturzyklen sind, sorgen für eine stabile industrielle Basis. Im Wallis ist die Wirtschaftsstruktur von KMUs dominiert, die 61 % der Erwerbsbevölkerung beschäftigen (gegenüber einem Durchschnitt von 55 % in der Schweiz). Diese Struktur fördert Flexibilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks. Auch die Demografie unterstützt die Wirtschaftstätigkeit: Die Bevölkerung wuchs im letzten Jahr um 1,5 % und lag damit deutlich über dem nationalen Durchschnitt (1 %). Die Arbeitslosigkeit bleibt mit rund 2,8 % niedrig und entspricht damit dem Schweizer Durchschnitt. Insgesamt ermöglicht die Kombination aus einem starken Industriesektor, einem dichten Unternehmensgefüge und einer positiven Bevölkerungsentwicklung dem Wallis, die aktuelle Situation mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit zu meistern. Der Kanton leistet somit weiterhin einen wachsenden Beitrag zur Schweizer Wirtschaft, getragen von einer soliden und diversifizierten Exportstruktur.

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(pd, rm)

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