
Zermatter Tiziano Palazzo ist Vize-Schweizer-Meister der Kochlernenden2. Platz errungen
Beim zweiten Anlauf hat es auf das Podest gereicht: Tiziano Palazzo holt sich bei Gusto26 den zweiten Platz.
Der 18-Jährige ist im dritten Ausbildungsjahr im The Omnia in Zermatt und stand bereits im Vorjahr bei der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende im Finale.
Dieses Jahr kochte sich einzig Mateo Hoefliger vom Casino Bern vor Tiziano Palazzo. Dritte wurde Vivien Burkhard vom Schüpbärg-Beizli.
Über 400 geladene Gäste schauten am 27. März gebannt auf die Bühne im Kursaal Bern: Wer gewinnt den Schweizer Meistertitel der Kochlernenden 2026? Der Anlaß fand bereits zum 21. mal statt und wird von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes organisiert.
Am Ende des Abends stand Mateo Höfliger im Scheinwerferlicht. Der 18-Jährige ist im dritten Ausbildungsjahr im Casino Bern und ließ rund 120 Lernende hinter sich, die sich für Gusto26 beworben hatten.
Den zweiten Platz erkochte sich Tiziano Palazzo vom The Omnia in Zermatt.
Dritte wurde Vivien Burkhard vom Schüpbärg-Beizli in Schüpfen, die in einem Internet-Abstimmung zusätzlich zum Gemeinschafts-Gewinner gewählt wurde.
Sprungbrett für den Kochnachwuchs
Zur Siegerehrung einen Tag nach dem Wettkochen waren Familie und Freunde, aber auch Vertreter der Kochbranche und der Sponsoren in den Kursaal Bern gekommen.
Unterstützt wird der Event unter anderem von Schweizer Fleisch als Presenting-Partner sowie Bell, Emmi, Hügli, Kadi und Valser als führender Partner.
In seiner Begrüßung betonte Philipp Dautzenberg, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Organisator Transgourmet/Prodega, die Bedeutung des Anlasses als Karrieresprungbrett: «Für den Kochnachwuchs ist gusto26 eine wichtige Gelegenheit, sein Können zu präsentieren und Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.»
Im Laufe des Abends stellten sich die Jungtalente einzeln auf der Bühne vor und blickten mit Moderator Sven Epiney zurück auf ihren Wettkampftag. In einer Grussbotschaft würdigte Bundespräsident Guy Parmelin die Leistungen der Finalteilnehmenden: «Eindrucksvoll zeigen sie auf, wie viel Können, Kreativität und Engagement in der jüngsten Generation von Köchinnen und Köchen steckt.»
Nach einem Gourmetdinner war der Zeitpunkt der Rangverkündigung gekommen – mit Mateo Hoefliger als großem Sieger. «Das ist total crazy. Ich hätte nie gedacht, dass ich unter die Top 3 komme oder sogar gewinne», meinte er kurz nach dem Gewinn des Meistertitels. Hoefliger darf sich nun auf zwei Wochen Stage in Chicago bei Grant Achatz im 2-Sterne-Restaurant Alinea freuen. Tiziano Palazzo auf dem zweiten Platz reist für eine Woche auf die Färöer-Inseln zu Poul Andrias Ziska ins 2-Sterne-Restaurant PAZ und Vivien Burkhard auf dem dritten Platz darf für eine Woche nach Graubünden zu Andreas Caminada in die Küche auf Schloß Schauenstein mit 3 Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten.
Tizianos Ausbildungsbetrieb
Im 5-Sterne-Designhotel The Omnia in Zermatt prägen saisonale Produkte alpiner Herkunft die Kulinarik. Die Gerichte sind vegetarisch konzipiert und können mit Fisch oder Fleisch ergänzt werden.
Küchenchef André Kneubühler wurde von Gault Millau zur «Entdeckung des Jahres» 2025 gekürt und mit 17 Punkten ausgezeichnet.
Tiziano Palazzo schätzt besonders die gute Stimmung in der Küche. «Dazu trägt auch Tiziano bei, der bei uns mit seinem Dialekt immer wieder für Lacher sorgt», so André Kneubühler.
Die gusto26-Rangliste
1. Platz: Mateo Höfliger, Casino Bern, Bern, 3. Ausbildungsjahr
2. Platz: Tiziano Palazzo, The Omnia, Zermatt, 3. Ausbildungsjahr
3. Platz: Vivien Burkhard, Schüpbärg-Beizli, Schüpfen, 2. Ausbildungsjahr
4. Platz: Jelena Hopf, Gasthof Kreuz, Wohlen b. Bern, 2. Ausbildungsjahr
4. Platz: Livia Küry, Restaurant Gotthard, Goldau, 2. Ausbildungsjahr
4. Platz: Flurina Schibig, Seehotel Waldstätterhof, Brunnen, 2. Ausbildungsjahr
Gemeinschaftsgewinner: Vivien Burkhard, Schüpbärg-Beizli, Schüpfen, 2. Ausbildungsjahr
Die Gusto26
Gusto ist die Schweizer Meisterschaft für Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr. Organisiert wird diese von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes.
Mit Gusto setzt sich der Belieferungs- und Abholgroßhändler für eine nachhaltige Berufsbildung und die Zukunft der Kochbranche ein. Möglich ist dies dank der großzügigen Unterstützung vieler Sponsoren aus Industrie und Handel.
Neben Schweizer Fleisch als Präsentations-Partner sowie Bell, Emmi, Hügli, Kadi und Valser, die sich als Leading-Partner engagieren, steuern weitere Sponsoren wichtige Unterstützung zur Durchführung des Anlasses bei.
So lief Gusto26 ab
Von August bis November 2025 konnten Kochlernende im 2. oder 3. Lehrjahr in der Schweiz mit Jahrgang 2002 oder jünger eine Hauptspeise gemäss Wettbewerbsaufgabe kreieren und mit Foto und Kurzbeschrieb einreichen.
Anschließend beurteilte eine Selektionsjury des Schweizer Kochverbandes sämtliche Einsendungen anonymisiert. Die besten sechs Teilnehmenden kochten im Finale am 26. März 2026: Nach zweieinhalb Stunden mußten sie eine spontan zubereitete Suppe servieren, eine halbe Stunde später ihre Hauptspeise. Bewertet wurden die Finalteilnehmenden von zwei Jurys: Die Kochjury vergab Punkte für Kochtechniken, Hygiene und Mise en Place, die Degustationsjury bewertete Geschmack und Präsentation der Gerichte. Am 27. März fand die gusto26-Show mit Siegerehrung im Kursaal Bern statt.
Die Gusto26-Wettbewerbsaufgabe
Bestes Lamm-Gericht: Als Hauptgericht war Schweizer Lammfleisch vorgegeben, zubereitet in zweierlei Garmethoden. Dazu eine Beilage aus Getreide regionaler Herkunft, ein saisonales Bio-Gemüse und eine saisonale Bio-Frucht. Weitere Beilagen und Garnituren waren nach freier Wahl. Zusätzlich wurde am Finaltag eine Mystery-Suppe verlangt. Eine Suppeneinlage mit Schweizer Fisch, Schweizer Verjus und Bio-Zwiebeln konnte bereits im Vorfeld trainiert werden, der Warenkorb für die Suppe wurde erst 30 Minuten vor dem Wettkochen bekanntgegeben.
(pd, rm)
(Foto: zVg)

