Abstimmung Saastalhalle vom 5. Juli 2026Erlebnisbank und Saastal Arena AG: Taten und Worte
Würden Sie ihr Geld jemanden geben, der nicht kommuniziert?
Miteinander reden. Schöne Worte. Nur leider reden die Leute der Erlebnisbank, der Saastal Arena AG nicht viel. Im Grunde genommen gar nicht.
Fragen beantworten wollen sie gern, schreiben sie in sozialen Medien.
Die Praxis sieht ganz anders aus. Sowohl die geldgebende Erlebnisbank, die Raiffeisenbank Mischabel-Matterhorn als auch der EHC Saastal mauern. Die Bank hält sich bedeckt. Auch bei Anfragen an die den EHC Saastal, kommt weder von Präsidentin Barbara Anthamatten noch vom für das Hallenprojekt zuständigen Alexander Geiser eine Auskunft.
Keine Kommunikation, nichts.
Wenig vertrauenserweckend
Wenig vertrauenserweckend bereits, wenn eine Halle erst rund 9 Millionen kosten soll, wie damals das Portal 1815.ch berichtete, die besagte Saastalhalle dann schließlich 14 Millionen oder mehr kosten würde.

Wenn man von den Stimmbürgern einer 1.000-Einwohner-Gemeinde jährlich Geld mit einer Deckelung beim Betrag von 200.000 Franken nur für den Betrieb der Halle haben will, so muß man auch kommunizieren. Wenigstens das muß man.
Der Eishockeyverein EHC Saastal braucht eine Halle. Nun ist weder das alte Eisfeld noch die neue Halle verfügbar. Somit wurde möglicherweise auch die Zukunft des Vereins an die Wand gefahren, nicht nur die Erlebnisbank-Arena. Wobei mit der Kommunikation man es beim EHC Saastal auch zuvor nicht hatte. Der letzte Eintrag unter News stammt auch heute noch aus dem Jahr 2024, damals gab es Veränderungen im Vorstand:


Unverantwortlich
Der EHC Saastal argumentierte mit der Jugend, für diese sei die Halle wichtig. Diego Andenmatten von der Mitte Saas-Grund sieht jedoch eine Verpflichtung von 200.000 Franken pro Jahr für den Betrieb der Halle als unverantwortlich.
Er verweist auf andere Projekte, die Saas-Grund stemmen muß. Das Schulhaus müsse saniert werden, der Hochwasserschutz werde kosten und die Bergbahn, der Motor des Dorfs komme stets nur knapp über die Runden. “Vor diesem Hintergrund ist es unverantwortlich, auch gegenüber der Jugend, sich eine solche Verpflichtung aufzulegen”, sagte Andenmatten gegenüber Blick.
“Bei einem Nein gibt es momentan keinen Plan B. Wenn das Projekt am Sonntag abgelehnt wird, verliert das ganze Tal ein Sportzentrum. Für den EHC Saastal wäre es das Ende – ohne Halle wird sich der Verein nicht mehr tragen können und im schlimmsten Fall von der Bildfläche verschwinden”, so EHC-Saastal-Vorstandsmitglied Martin Zerzuben und fügt an: «Diese fundamentale Opposition ist deshalb nur schwer zu verstehen.»
Die halbfertige Halle würde zur Geisterhalle und zur teuersten Bauruine der Schweiz, zu einem Lost-Place, so Zerzuben.
2022 klang es noch ganz anders
Auszug aus einer Broschüre aus dem Dezember 2022. Damals wurde betont, die Gemeinde trage kein finanzielles Risiko.

(rm)
(Bildschirmfotos: soziale Medien)

