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Mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel
Acker Schweiz in Kitas und Schulen: GemüseAckerdemieMehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel

Acker Schweiz in Kitas und Schulen: GemüseAckerdemie

Mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel
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Im Fastfood-Land USA empfinden manche Kinder einen Apfel als etwas Unnatürliches, kann man im Internet lesen. Es stellt sich die Frage: Wie bringt man bei zunehmender Agro-Industrialisierung Kindern den Wert von natürlichen Lebensmitteln nahe.

Mehr Wertschätzung für Natur und Lebensmittel – dafür setzt sich Acker Schweiz ein und dies beginnt bei den Jüngsten, in der Schule und in der Kita.

Mit dem Bildungsprogramm GemüseAckerdemie etabliert die gemeinnützige Organisation den Gemüseacker als naturnahen Lernort strukturell im Bildungsalltag von Kitas, Kindergärten und Schulen – auch im Wallis.

Die Primarschule Visp hat 2024 mit der GemüseAckerdemie gestartet. Die interessierten Lehrpersonen wurden vorgängig durch das Team von Acker Schweiz bei der Neueinrichtung des Ackers sowie der Einbindung in den Unterricht beraten. Seither stehen den Lehrpersonen die Fortbildungen von Acker Schweiz offen und die teilnehmenden Schulklassen werden nur mehr beim Pflanzstart von AckerCoaches der gemeinnützigen Organisation unterstützt. Die Bewirtschaftung und den Unterricht auf dem Acker führen die zuständigen Lehrpersonen selber durch. Kürzlich fand auf dem Acker der Primarschule Visp nun die Pflanzung der wärmeliebenden Kulturen, wie Mais, Kürbis und Tomaten statt.

Spielerisch lernen die Kinder, welche Pflanzen in welche Richtung wachsen, ob sie in die Höhe schiessen oder sich am Boden ausbreiten.

Kinder werden in den Gemüseanbau eingebunden: Dies auch unter dem Stichwort “Gesunde Ernährung”: Studien zeigen, daß Kinder eher bereit sind, Gemüse zu probieren und zu essen, wenn sie es selbst angebaut haben. Es ist ein eigenes Produkt, die Wertschätzung ist viel höher als bei Etwas, was einfach “nur” gekauft wird von den Eltern und mitgegeben wird.

Spielerisch wird gelernt.
Spielerisch wird gelernt.
Acker Schweiz im Wallis: Kinder werden aktiv eingebunden.
Einbunden in den Gemüseanbau: Dies erhöht auch die Wertschätzung für das, was die Natur bietet.
Selber pflanzen, selber wässern: Dies erhöht auch die Wertschätzung für das, was die Natur bietet.
Praktisches Lernen: Gartenarbeit spricht viele Sinne an und bietet eine willkommene Ergänzung zum Lernen im Klassenzimmer.
Praktisches Lernen: Gartenarbeit spricht viele Sinne an und bietet eine willkommene Ergänzung zum Lernen im Klassenzimmer.
Teamarbeit und soziale Kompetenzen: Schulgärten fördern Zusammenarbeit, Kommunikation und gemeinsame Verantwortung.
Teamarbeit und soziale Kompetenzen: Schulgärten fördern Zusammenarbeit, Kommunikation und gemeinsame Verantwortung.

Kostenloser Online-Schulgartenkurs

Auch für Lehrpersonen, die Kindern die Natur, den Gemüseanbau in Schulen ohne die Teilnahme an den Bildungsprogrammen näherbringen möchten, gibt es ein Angebot. 2026 hat Acker Schweiz zudem einen kostenlosen Onlinekurs für Lehrpersonen lanciert.

Im 60-minütigen «Kompaktkurs: Einfach zum Schulgarten» erarbeiten Lehrpersonen das grundlegende Wissen, um einen Schulgarten alleine zu planen, aufzubauen und als Lernort zu nutzen.

Verantwortungsgefühl wird erfahren: Denn die Pflanzen müssen regelmäßig gepflegt werden. Das fördert Verantwortungsbewusstsein, Geduld und Ausdauer.

Vorteile für Schulen und für Eltern

Gemüsebeete in Schulgärten wirken oft wie ein stiller Gegenpol zum Schulalltag. Kinder, die im Unterricht eher Schwierigkeiten haben, können im Garten häufig praktische Kompetenzen zeigen – unabhängig von Sprache, Noten oder kulturellem Hintergrund.

Über Kinder gelangt sogar Gartenwissen in Familien. Das führt manchmal dazu, dass zu Hause anders gekocht, eingekauft oder über Lebensmittel gesprochen wird – ein oft unterschätzter Multiplikationseffekt.

Praktische Ernährungsbildung für Kinder und darüberhinaus

Veränderte Esskultur: Nicht nur „Kinder essen mehr Gemüse“, sondern oft auch: Sie entwickeln eigene Geschmackskombinationen (z. B. selbst geerntete Kräuter mit Brot oder Snacks). Das verändert die Wahrnehmung von „Zutaten“ statt „Gerichten“.

Schulgärten als kleine Klimaräume der Zukunft: Der Schulgarten ist ein realer Ort, an denen Themen wie Trockenheit, Starkregen oder Bodenqualität sichtbar wird – also gibt es sehr konkrete Erfahrungen bezüglich Klimawandel und dessen Auswirkungen.

Ein Schulgarten entsteht bei den Schulen in Visp.
Ein Schulgarten entsteht bei den Schulen in Visp.
Selbst Gemüse anzubauen, fördert das Verantwortungsgefühl.
Selbst Gemüse anzubauen, fördert das Verantwortungsgefühl.

Gärtnern mit Kindern: Greifbare Praxis anstatt nur Theorie

Ein Schulgarten wird schnell zu einem kleinen Forschungsfeld außerhalb des Klassenzimmers, liefert praktische anstatt nur theoretische Lehrbucherfahrung:

Warum wächst etwas im Schatten besser als in der Sonne? Warum verändert sich Bodenfeuchtigkeit nach Regen unterschiedlich? Das eröffnet naturwissenschaftliches Arbeiten ohne Labor.

Beim Konzept von Acker Schweiz bleibt es nicht beim blossen Anpflanzen.

Naturwissenschaftliches Lernen: Beim Beobachten von Keimung, Wachstum und Ernte erleben Kinder biologische Prozesse direkt. Themen wie Pflanzenkunde, Boden, Wasser, Wetter und Ökologie werden greifbar.

Es werden Pflanzenarten kombiniert, die sich gegenseitig unterstützen.

Etwa Karotte und Zwiebel: Die Zwiebel kann Schädlinge der Karotte fernhalten, und umgekehrt. Tomate und Basilikum: Werden oft gemeinsam angebaut. Salat kann zwischen größeren Pflanzen wachsen und den Platz gut nutzen.

Manche Arten konkurrieren um Nährstoffe oder können sich gegenseitig im Wachstum behindern. Deshalb spricht man von „passenden“ oder „gut verträglichen“ Pflanzennachbarn.

Basilikum und Tomate etwa: Beide Pflanzen haben ähnliche Ansprüche an Sonne, Wärme und regelmäßige Bewässerung. Basilikum bleibt kleiner und konkurriert daher meist nicht stark mit Tomaten um Platz.

Viele Gärtner berichten, daß Basilikum bestimmte Schädlinge fernhalten kann. Deshalb gilt die Kombination Tomate + Basilikum im Garten als eine der klassischen und empfehlenswerten Pflanzgemeinschaften.

Im Vordergrund zu sehen: Die bereits angepflanzen Gemüse-Sorten wachsen
Im Vordergrund zu sehen: Die bereits angepflanzten Gemüse-Sorten wachsen
Die Kinder können die Ergebnisse ihrer Gemüsenanpflanzungen bei Acker Schweiz in Echtzeig miterleben. Dies im Schulgarten.
Die Kinder können die Ergebnisse ihrer Gemüsenanpflanzungen bei Acker Schweiz in Echtzeig miterleben. Dies im Schulgarten.
Unkompliziert, wirkungsvoll, bewährt – die GemüseAckerdemie ist ein mehrfach ausgezeichnetes Bildungsprogramm für Schulen.
Unkompliziert, wirkungsvoll, bewährt – die GemüseAckerdemie ist ein mehrfach ausgezeichnetes Bildungsprogramm für Schulen.
Passende Gemüsepflanzen werden im Schulgarten nebeneinander gepflanzt.
Passende Gemüsepflanzen werden im Schulgarten nebeneinander gepflanzt.
Es sollten nicht beliebige Gemüsepflanzen nebeneinander gesetzt werden, dies lernen die Kinder in der Gemüse-Ackerdemie
Es sollten nicht beliebige Gemüsepflanzen nebeneinander gesetzt werden, dies lernen die Kinder in der GemüseAckerdemie
Basilikum und Tomate sind gute Gemüse-Nachbarn.
Basilikum und Tomate sind gute Gemüse-Nachbarn.
Tomate & Basilikum: Ein gut zusammenpassendes Paar.
Tomate & Basilikum: Ein gut zusammenpassendes Paar.
Ein Schulgarten entsteht bei den Schulen in Visp.
Ein Schulgarten entsteht bei den Schulen in Visp.

Acker Schweiz in Zahlen: Das Acker-Jahr 2026

Acker Schweiz setzt sich ein für die Umweltbildung der Kinder.

• In der Schweiz ackern dieses Jahr über 100 Kitas, Kindergärten und Schulen mit. • 5000 Kinder bewirtschaften aktuell ihre eigene Ackerfläche.

• Die Kinder pflanzen zusammen über 14’000 Gemüsesetzlinge, setzen 90 Kilo bunte Pflanzkartoffeln und säen 14 Kilo Gemüse- und Blumensaatgut.
• Rund 350 Lehrpersonen und Fachpersonen Betreuung sind in das Programm involviert. • 20 verschiedene Gemüsekulturen und mehr als 50 Gemüsesorten wachsen auf den Äckern.
• Die Ackerflächen bleiben an den Bildungseinrichtungen langfristig bestehen.

Deshalb ist der Gemüseanbau an Bildungseinrichtungen sinnvoll

  • Entfremdung von der Natur: Kinder kommen immer seltener in direkten Kontakt mit der Natur, weil Naturerfahrungsräume fehlen.
  • Ungesunde Ernährung: Viele Kinder bewegen sich zu wenig und ernähren sich ungesund, was zu Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Diabetes führen kann.
  • Lebensmittelverschwendung: Knapp 30% aller Lebensmittel landen in Schweizer Haushalten im Abfall – insbesondere Früchte und Gemüse.

 Durch den Anbau und die Pflege von verschiedenen Gemüsekulturen sowie die selbständige Verarbeitung der Ernte erfahren Kinder und Jugendliche die vollständige Produktionskette des Gemüseanbaus. Sie erleben so auf praktische Weise, wo unsere Lebensmittel herkommen, wieviel Arbeit dahintersteckt und welche Bedeutung die Natur als Lebensgrundlage für uns hat.

Programm und Programminformationen

Weitere Foto-Eindrücke vom Schulgarten in Visp

Der größte Vorteil ist oft, dass Lernen nicht nur theoretisch stattfindet, sondern durch eigenes Erleben und Ausprobieren. Dadurch bleiben viele Inhalte besser im Gedächtnis. 🌱🥕🍅

Gemüse wächst nicht sofort – Kinder lernen, auf Ergebnisse hinzuarbeiten.
Gemüse wächst nicht sofort – Kinder lernen, auf Ergebnisse hinzuarbeiten.
Praktisches Lernen anstatt trockener Theorie.
Praktisches Lernen anstatt trockener Theorie.
Scheitern gehört dazu – und ist pädagogisch wertvoll Wenn Pflanzen eingehen, ist das kein „Fehler“, sondern Teil des Lernprozesses. Kinder erleben real: Bedingungen beeinflussen Ergebnisse. Das ist eine frühe, praktische Einführung in Ursachen-Wirkungs-Denken und Resilienz.
Scheitern gehört dazu – und ist pädagogisch wertvoll. Wenn Pflanzen eingehen, ist das kein „Fehler“, sondern Teil des Lernprozesses. Kinder erleben real: Bedingungen beeinflussen Ergebnisse. Das ist eine frühe, praktische Einführung in Ursachen-Wirkungs-Denken und Resilienz.
Schulgarten als Forschungsfeld.
Palmkohl und Mangold sind gute Nachbarn.
Praktische Ernährungsbildung
Praktische Ernährungsbildung
Praktische Erfahrung beim Anbau von Gemüse.
Pflanzen, die aus dem Topf genommen werden, bei denen werden die äußeren Wurzeln leicht entfernt.
Pflanzen, die aus dem Topf genommen werden, bei denen werden die äußeren Wurzeln leicht entfernt.
Aktives Gärtnern führt zu Ernährungsbildung
Aktives Gärtnern ist praktische Ernährungsbildung.

(rm)

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