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Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien helfen
Brand-Katastrophe Crans-Montana: 35 Patienten ins Ausland verlegtKliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien helfen

Brand-Katastrophe Crans-Montana: 35 Patienten ins Ausland verlegt

Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien helfen
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Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien helfen

Dank großer Unterstützung zahlreicher europäischer Länder wurden seit dem 2. Januar 2026 35 Patientinnen und Patienten über das Verfahren des europäischen Zivilschutzverfahrens (UCPM) von Krankenhäusern in der Schweiz in fachärztliche Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt. Zahlreiche Staaten haben der Schweiz Hilfsangebote gemacht.

Nach dem Brand in Crans-Montana wurde in einer ersten Phase für alle Verletzten eine Erstversorgung in den Schweizer Krankenhäusern sichergestellt. Aufgrund der großen Anzahl von Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen sind die Kapazitäten für die bestmögliche langfristige Behandlung in der Schweiz nicht ausreichend. Die Schweiz hat daher über das für solche außergewöhnlichen Ereignisse vorgesehene Verfahren des europäischen Zivilschutzverfahrens um internationale Unterstützung ersucht. Da die Verlegungen medizinisch dringlich waren, mußten diese rasch vorbereitet und durchgeführt werden.

Im Rahmen des europäischen Zivilschutzverfahrens konnten am 2. und 3. Januar 2026 35 Personen in fachärztliche Kliniken in Europa verlegt werden: sieben Personen nach Belgien, weitere sieben Personen nach Deutschland, 15 Personen nach Frankreich und sechs Personen nach Italien. Drei Patienten können voraussichtlich noch heute nach Italien und Frankreich transportiert werden.

Bei den Verlegungen wurden sowohl ausländische Staatsangehörige als auch Schweizer Patientinnen und Patienten ins Ausland gebracht. Für Letztere wurden Krankenhausplätze möglichst nahe der Schweiz bevorzugt. Wichtig waren auch die Sprache sowie etwaige familiäre Verbindungen im Zielland. Die Verlegungen wurden unter der Einwilligung der Angehörigen durchgeführt.

Für den Transport der Patientinnen und Patienten wurden Ambulanzflugzeuge und -hubschrauber mit Fachärztinnen und Fachärzten aus Italien, Frankreich, Rumänien und Luxemburg sowie der Rega eingesetzt. Zur Unterstützung der Krankenhäuser in der Schweiz und Koordination der Verlegungen stehen fachärztliche medizinische Mannschaften, sogenannte Einschätzungsmannschaften für Verbrennungen, aus Frankreich und Italien in Lausanne und im Wallis im Einsatz. Verbindungspersonen des Europäischen Koordinationszentrums für Notfallhilfe arbeiten in Bern bei der Nationalen Alarmzentrale.

Die Zusammenarbeit mit dem Koordinationszentrum und allen internationalen Helferinnen und Helfern verlief reibungslos und wirksam. Die Nationale Alarmzentrale bleibt mit ihren Aufgaben im Nationalen Verbund Katastrophenmedizin im Austausch mit dem Koordinationszentrum und unterstützt weiterhin die Schweizer Krankenhäuser und die Behörden des Kantons Wallis.

Große internationale Solidarität

Im Rahmen des europäischen Zivilschutzverfahrens wurde aus zahlreichen Ländern Unterstützung angeboten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Tschechien, Türkei und Ungarn machten Angebote für Behandlungsplätze, Lufttransport von Patientinnen und Patienten und/oder die Entsendung von Einschätzungsmannschaften für Verbrennungen.

Bis zum 3. Januar 2026 konnte der Großteil der durch die Krankenhäuser beantragten medizinisch dringlichen Verlegungen durchgeführt werden. Weitere Transporte und Verlegungen werden über die normalen Strukturen abgewickelt. Die Möglichkeit für eine Unterstützung über das europäische Zivilschutzverfahren bleibt nach dem Antrag noch für 90 Tage bestehen. Die nationale Lage und etwaige Bedürfnisse werden weiterhin im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin durch die Nationale Alarmzentrale abgewickelt.

Die Bewältigung eines Massenanfalls von schwer verbrannten Opfern ist für alle Länder nur in internationaler Zusammenarbeit möglich und fester Teil der europäischen Katastrophenpläne. Diese beruhen auf nationalen Plänen für die Bewältigung. In der Schweiz konnten hierfür Verfahren angewendet werden, die sich im Rahmen des Aufbaus des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin bereits in Entwicklung befanden.

(pd, rm)
(Symbolbild)

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