Delegierten-Versammlung der GRO in NatersOberwalliser Gemeinden wollen sich mehr Gehör verschaffen
Am Donnerstagabend ist in Naters die diesjährige Delegiertenversammlung des Vereins Gemeinden Region Oberwallis (GRO) auf dem Programm gestanden.
Die Diskussionen drehten sich um verschiedene aktuelle Entwicklungen sowie einen Input zur Abfallbewirtschaftung in der Region. Vereinspräsidentin Charlotte Salzmann-Briand konnte bei der DV gegen 40 Vertreterinnen und Vertreter der Oberwalliser Gemeinden in den neuen Räumlichkeiten der Gemeinde Naters begrüssen.
In ihrer Ansprache hob sie die Wichtigkeit hervor, gemeinsam durch gezielte Interessenvertretung auf kantonaler Ebene auf die Anliegen der Kommunen aufmerksam zu machen. «Dank Sachverstand und der Bündelung unserer Kräfte können wir mit gemeinsamem Handeln Anpassungen provozieren und als Gemeinden etwas bewegen», so Salzmann-Briand.
In erster Linie gehe es dabei darum, umsetzbare Gesetze für die Gemeinden durchzusetzen, sei dies durch Stellungnahmen, Kommissionsarbeit, Projekte oder auch interkommunale Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang sind durch die Gemeinden Region Oberwallis (GRO) im Jahr 2025 insgesamt zehn Stellungnahmen zu politischen Prozessen und Gesetzesentwürfen eingereicht worden.
Diese reichten thematisch von der Vernehmlassung zum Gesetz über die Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft des Flughafens Sitten oder dem Gesetz über die Unterstützung der Wirtschaft bis hin zur Teilrevision des kantonalen Richtplans.
Gleichzeitig konnten über den Entwicklungsfonds des Vereins Unterstützungsbeiträge für verschiedene Projekte mit regionalem Charakter gesprochen werden, wie zum Bespiel für den regionalen Wasserverbund Aletsch.

Realisierung von DigiDat noch offen
Neben dem ordentlichen Teil waren an der DV verschiedene Angebote und Projekte im Umfeld der Oberwalliser Gemeinden ein Thema. Dazu zählten etwa die Vertiefungsreihe «Planung und Bau», die Initiative ZERO – Zukunft Energie Oberwallis oder auch das Programm DigiDat (Digitalisierung und Datenschutz).
Bei letzterem ist derzeit noch unklar, ob die Realisierung wie geplant erfolgen kann. Im Programmplan ist vorgesehen, daß mindestens 45 der 63 Oberwalliser Gemeinden teilnehmen müssen, um mit der Umsetzung starten zu können. Noch stehen verschiedene Rückmeldungen aus. Mehr als die Hälfte der Gemeinden haben zwischenzeitlich jedoch bereits einen positiven Beschluß übermittelt.

Alain Zuber von REVO zu Gast
Zum Abschluß der Delegiertenversammlung informierten die beiden Gäste Alain Zuber, Geschäftsführer von REVO (Reycling, Entsorgung und Verwertung Oberwallis), sowie Rolet Gruber, Präsident Verwaltungsausschuß REVO, über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Oberwalliser Abfallbewirtschaftung.
Sie gingen bei ihren Ausführungen auch auf Fragen ein, welche die Gemeinden im Vorfeld im Rahmen einer digitalen Befragung einreichen konnten. Der Anlass endete schließlich mit einem gemeinsamen Apéro und der Möglichkeit, sich im ungezwungenen Rahmen zu vernetzen und auszutauschen.
(pd, rm)
(Fotos: zVg)
