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Mehr Beschäftigte, aber auch mehr Arbeitslose
Der Schweizer Arbeitsmarkt wächst, zeigt aber Anzeichen einer AbkühlungMehr Beschäftigte, aber auch mehr Arbeitslose

Der Schweizer Arbeitsmarkt wächst, zeigt aber Anzeichen einer Abkühlung

Mehr Beschäftigte, aber auch mehr Arbeitslose
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Die Schweizer Wirtschaft beschäftigt mehr Menschen – gleichzeitig wird es für Stellensuchende schwieriger. Das zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) für das zweite Quartal 2026. Im Vergleich zum Vorjahr hatten im April, Mai und Juni insgesamt 5,406 Millionen Menschen in der Schweiz eine Erwerbsarbeit. Das sind 0,8 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2025. Rechnet man die Beschäftigung auf Vollzeitstellen um, fällt der Anstieg mit 0,6 Prozent allerdings etwas geringer aus. Das deutet darauf hin, daß ein Teil des Beschäftigungswachstums auf Teilzeitstellen entfällt.

Mehr Erwerbstätige, mehr Erwerbslose

Trotz der zusätzlichen Arbeitsplätze hat sich die Lage für einen Teil der Bevölkerung verschlechtert. 252’000 Menschen waren im zweiten Quartal 2026 erwerbslos, 15’000 mehr als ein Jahr zuvor. Die nach den internationalen Regeln der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berechnete Erwerbslosenquote stieg deshalb von 4,6 auf 4,9 Prozent. Die ILO-Zahl ist dabei breiter gefaßt als die Zahl der bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) registrierten Arbeitslosen. Als erwerbslos gilt nach dieser Definition, wer keine Arbeit hat, für eine Arbeit verfügbar ist und aktiv nach einer Stelle sucht.

Beschäftigungsquote leicht gesunken

Auch bei der Beschäftigungsquote zeigt sich eine leichte Abkühlung. Bei den 15- bis 64-Jährigen sank der Anteil der Erwerbstätigen von 80,0 auf 79,5 Prozent. Vereinfacht gesagt: Gemessen an der Bevölkerung dieser Altersgruppe arbeiten etwas weniger Menschen als noch vor einem Jahr.

Schweiz weiterhin besser als EU

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz weiterhin relativ gut da. Die Erwerbslosenquote der EU blieb bei 5,9 Prozent. In Deutschland stieg sie von 3,7 auf 3,9 Prozent, in Frankreich von 7,2 auf 7,9 Prozent und in Österreich von 5,5 auf 5,6 Prozent. Italien verzeichnete dagegen einen Rückgang von 6,5 auf 5,9 Prozent.

Leichte Verschlechterung im zweiten Quartal

Auch gegenüber dem unmittelbar vorangegangenen Quartal zeigen die Zahlen eine leichte Verschlechterung bei der Arbeitslosigkeit: Saisonbereinigt stieg die ILO-Erwerbslosenquote von 5,0 auf 5,1 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl der Erwerbstätigen um 0,5 Prozent zu. Das Bild ist damit zweigeteilt: Die Schweiz schafft weiterhin Arbeitsplätze, aber gleichzeitig suchen mehr Menschen eine Stelle. Das Beschäftigungswachstum ist also noch positiv – der Arbeitsmarkt zeigt jedoch erste Anzeichen einer Abkühlung.

(pd, rm)

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