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"Vorsicht vor dem Japankäfer"
Dienststelle für Landwirtschaft warnt"Vorsicht vor dem Japankäfer"

Dienststelle für Landwirtschaft warnt

"Vorsicht vor dem Japankäfer"
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Der Japankäfer, ein Schädling, der in der Landwirtschaft erhebliche Schäden verursacht, wurde 2023 im Wallis am Südhang des Simplon zum ersten Mal gesichtet. Da die Flugperiode dieses Insekts von Juni bis September dauert, ruft die Dienststelle für Landwirtschaft (DLW) zur Wachsamkeit auf.

Tatsächlich kann dieser Käfer als blinder Passagier über weite Strecken in Autos oder Zügen mitreisen. Um die Ausbreitung des Schädlings einzudämmen, werden Reisende aus Risikogebieten (Simplon, Tessin und Norditalien) dazu aufgefordert, ihr Gepäck und ihre Fahrzeuge zu kontrollieren, ob sich darin möglicherweise Japankäfer befinden. Jeder, der ein verdächtiges Insekt findet, sollte es einfangen und melden.

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein ursprünglich aus Japan stammender Blatthornkäfer, der Landwirtschaftskulturen, Wälder und Grünflächen stark bedroht. Seit 2014 kommt er in Norditalien vor, woher er ins Wallis eingeschleppt und 2023 erstmals in den Gemeinden Simplon und Zwischbergen nachgewiesen wurde. 2024 wurde er in der Rhoneebene zwischen Termen und Raron gesichtet.

Dieses Insekt ernährt sich von über 400 Pflanzenarten. Ausgewachsene Japankäfer verursachen erhebliche Fraßschäden an Kulturen: an Blättern, Blumen und Früchten verschiedener Pflanzen, darunter Apfelbäume, Steinobstbäume und Reben. Die Larven ernähren sich von den Wurzeln verschiedener Gräser. Da der Käfer eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft und die Umwelt darstellt, gilt er als prioritäres Quarantäneorganismus und wird in der Schweiz ebenso wie in der Europäischen Union überwacht und bekämpft.

Im Wallis werden momentan drei Regionen überwacht:

– Simplon: befallenes Gebiet, das Insekt läßt sich wahrscheinlich nicht mehr vollständig ausrotten, seine Ausbreitung muß jedoch eingedämmt werden;

– zwischen Termen und Raron: befallenes Gebiet, der Käfer muß ausgerottet werden;

– Walliser Chablais: Pufferzone im Zusammenhang mit einem Befallsherd in Yvorne (VD). In dieser Pufferzone wurde bislang kein Individuum gesichtet.

In diesem Jahr wurden die ersten Exemplare zwischen dem 8. und 15. Juni in der Region Visp gefangen. Die Flugperiode des Japankäfers dauert von Juni bis September. In dieser Zeit können Reisende aus Risikogebieten unwissentlich ausgewachsene Japankäfer mit sich führen und so zu deren Ausbreitung beitragen.

Die Dienststelle für Landwirtschaft rät deshalb zu größter Wachsamkeit. Um eine versehentliche Einschleppung zu vermeiden, wird die Bevölkerung, die in die Region Simplon, ins Tessin und nach Norditalien reist, dazu aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen und ihr Gepäck sowie ihre Fahrzeuge zu kontrollieren, ob sich darin möglicherweise Japankäfer befinden. Jede Person, die ein verdächtiges Insekt findet, sollte es einfangen und in einen verschlossenen Beutel stecken. Der Fund muß unverzüglich über das Formular unter der Adresse https://www.vs.ch/web/sca/annonces-de-cas-suspects gemeldet werden.

Der Japankäfer ist etwa so groß wie eine Fünf-Rappen-Münze (1 bis 1,2 cm) und weist an den Seiten fünf charakteristische weisse Haarbüschel sowie zwei am Hinterteil auf. Alle wichtigen Informationen über dieses Insekt sind unter https://www.vs.ch/web/sca/scarabée-japonais zu finden.

(pd, rm)

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