Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Gornergratbahn-„Zugentgleisung“ auf Gerwigbrücke oder ein „Antriebsschaden“?
Gornergratbahn gerät in Kritik wegen Kommunikation
Gornergratbahn-„Zugentgleisung“ auf Gerwigbrücke oder ein „Antriebsschaden“?Gornergratbahn gerät in Kritik wegen Kommunikation

Gornergratbahn-„Zugentgleisung“ auf Gerwigbrücke oder ein „Antriebsschaden“?

Gornergratbahn gerät in Kritik wegen Kommunikation
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Aktuell ist das Wallis schweizweit, sogar weltweit in der Kritik weil das furchtbare Brandereignis von Crans-Montana nicht richtig aufgeklärt zu werden scheint. Man wolle vertuschen, es unter den Teppich kehren, so der Vorwurf von Medien im In- und Ausland.

Nun kommt ein Fall aus Zermatt in die Schlagzeilen bei dem – mit Glück – erfreulicherweise keine Verletzten oder gar Toten zu beklagen gewesen sind.

Anstatt von einer „Zugentgleisung“ berichtete hier die BVZ-Holding-Verantwortlichen bloß von einer „Betriebsstörung“ und einem „Antriebsschaden“. 

Am 3. Januar berichtet die Gornergrat-Bahn von einer Betriebsstörung. Es ergingen über einen längeren Zeitraum Meldungen der GGB, daß der Unterbruch der Strecke der Bahn anhalten würde. Jedesmal war von einer „Betriebsstörung“ die Rede.

Die Gornergratbahn kommunizierte einen Antriebsschaden.

Ein nun von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST veröffentlichter Vorbericht spricht jedoch von einer Zugentgleisung, Zitat: „Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Zermatt, auf der Getwingbrücke, entgleiste ein talwärts fahrender Zug mit einer Achse.

Unter der Schlagzeile „Wenn ein Zug «entgleist»: Heikle Kommunikation in der Hochsaison“ kritisiert auch Thomas Jossen vom Portal Pomona diese Vorgehensweise.

Thomas Jossen Pomona Gornergrat-Bahn-Entgleisung

Thomas Jossen Pomona / Walliser Bote schreibt von einer „heiklen Kommunikation“ zur Gornergrat-Bahn-Entgleisung

Entgleisung auf der Getwingbrücke

Am 3. Januar 2026, gegen 16 Uhr, verunfallte der Triebwagen der Gornergrat-Bahn auf der Getwingbrücke in Zermatt kurz vor der Einfahrt in Zermatt.

Der Zug entgleiste blieb auf der Brücke hängen. Mutmaßlich kam es zur Entgleisung nach einem Achsbruch. Die Zug mußte evakuiert werden.

Warum es zur Entgleisung bei der Gornergratbahn kam

Erst am 4. Januar konnte der havarierte Zug mittels zweier Autokrane auf der Brücke gehoben werden und offenbar wurde dann das Drehgestell ausgetauscht, während der umliegende Verkehr komplett gesperrt werden mußte.

Bislang liegt bloß ein Vorbericht vor. Hier ist die Rede von schweren Schäden: „Der Triebwagen weist schwere Schäden an einem Drehgestell auf. Die Infrastruktur wurde leicht beschädigt.

Viele Fragen offen

Ist eine Zugentgleisung keine Zugentgleisung, wenn – erfreulicherweise – keine Toten oder Verletzten zu beklagen sind und diese kurz vorm Endbahnhof auf einer Brücke bei wohl niedrigem Tempo noch glimpflich ausging? Was wäre passiert, wenn dies nicht bei niedriger Geschwindigkeit kurz vor dem Zielbahnhof passiert wäre?

Und darf man bei einer Zugentgleisung von einem „Antriebsschaden“ sprechen, nur weil nichts Schlimmeres passiert ist?

Was wird im SUST-Bericht stehen?

Man darf gespannt sein, was schlußendlich der vollständige Unfalluntersuchungsbericht aussagt, wenn er vorliegen wird.

Derweil berichtet Lukas Hässig auf IP davon, daß auch Walliser Seilbahnen unsicher sein könnten wegen gravierenden Sicherheitsmängeln. Auch hier wurde anscheinend vertuscht und weggeschaut, so das Portal.

Weiterführendes

Betrieb der Gornergratbahn eingestelltAbermals eine "Betriebsstörung"

Zugentgleisung BVZ 2026010301_Zermatt_VB_D

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