Grüne Wallis bedauern Ablehnung der Initiative für einen Klimafonds"Klimafonds: Nichts zu tun ist keine Option"
Die Grünen Wallis bedauern die Ablehnung der Initiative für einen Klimafonds. Die Partei äußert sich zu dieser verlorenen Abstimmung und auch zu den anderen Vorlagen:
Die Klimakrise stellt eine große Herausforderung dar, und ihre Auswirkungen sind im Wallis bereits spürbar. In den letzten Jahren haben mehrere Ereignisse daran erinnert, darunter der Einsturz des Birch-Gletschers oberhalb des Dorfes Blatten, Überschwemmungen durch das Übertreten der Rhone, Murgänge in Lourtier sowie sommerliche Trockenperioden. Nach einigen Szenarien könnte die gefühlte Temperatur in den städtischen Zentren der Ebene an den heißesten Tagen innerhalb der nächsten zehn Jahre zwischen 43 und 45 Grad erreichen.
Die 2021 lancierte Initiative zielte darauf ab, finanzielle Mittel bereitzustellen, um konkrete Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. Ihre Ablehnung sorgt für Enttäuschung und Besorgnis hinsichtlich der Fähigkeit der Schweiz, langfristig auf die klimatischen Herausforderungen zu reagieren. Wie Christophe Clivaz, Nationalrat der Grünen Wallis, betont: „Das Nein zu diesem Fonds darf nicht als Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen interpretiert werden. Die Bevölkerung hat mit dem Ziel der Klimaneutralität eine Richtung vorgegeben. Nun liegt es an den Bundes- und Kantonsbehörden, glaubwürdige Maßnahmen vorzuschlagen, um dieses Ziel zu erreichen.“
In diesem Zusammenhang begrüßen die Grünen Wallis die Annahme einer ersten kantonalen Klimastrategie, die darauf abzielt, Klimarisiken langfristig besser vorherzusehen und zu bewältigen. Das Wallis war bislang der letzte Kanton, der über keine solche Strategie verfügte. Wie Brigitte Wolf, Präsidentin der Grünen Wallis, betont: „Die Ablehnung dieser Initiative ändert nichts an der Realität: Die Auswirkungen des Klimawandels sind im Wallis bereits sichtbar und werden sich weiter verstärken. Diese Strategie stellt einen wichtigen ersten Schritt dar, den wir begrüßen und aufmerksam verfolgen werden.“
Die Grünen Wallis werden sich weiterhin für Maßnahmen einsetzen, die die Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels schützen. Das Wohlbefinden aller Menschen, die Anpassung der Landwirtschaft, die Bewohnbarkeit unserer Lebensräume sowie die Sicherheit angesichts von Naturereignissen werden dabei Priorität haben.
Zu den weiteren Vorlagen
Die Annahme der Individualbesteuerung stellt einen wichtigen Sieg für die Gleichbehandlung von verheirateten und unverheirateten Paaren dar, da sie eine steuerliche Benachteiligung der Ehe abschafft.
Die Ablehnung der Initiative „200 Franken, das reicht!“ bewahrt einen unabhängigen öffentlichen Dienst, der ein wichtiger Schutzwall gegen Desinformation und demokratische Fragmentierung ist.
Diese beiden Ergebnisse bestätigen, daß progressive und ökologische Werte – basierend auf sozialer Gerechtigkeit und einer gesunden öffentlichen Debatte – die Schweizer Bürger überzeugen konnten.
(pd, rm)
