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Es braucht mehr Tempo beim Bahnausbau fordert die IGöV
IGöV Schweiz begrüsst wichtige BahnausbautenEs braucht mehr Tempo beim Bahnausbau fordert die IGöV

IGöV Schweiz begrüsst wichtige Bahnausbauten

Es braucht mehr Tempo beim Bahnausbau fordert die IGöV
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IGöV Schweiz begrüsst wichtige Bahnausbauten – fordert jedoch mehr Tempo beim Bahnausbau in der Westschweiz.

Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV Schweiz) begrüsst die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der Mittel für den Bahnausbau auf 24 Milliarden Franken. Während die Schlüsselprojekte in Basel und Luzern wichtige Meilensteine setzen, fordert die IGöV bei den dringend notwendigen Ausbauten in der Westschweiz deutlich mehr Tempo. Für einen starken nationalen Zusammenhalt und das Erreichen der Klimaziele muss die Bahninfrastruktur gesamtschweizerisch vorangetrieben werden.

Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Schweiz (IGöV Schweiz) begrüsst die heute vom Bundesrat verabschiedete Botschaft zum Ausbauschritt 2027 zur Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur.

Besonders mit Blick auf die Klimaziele und die effiziente Bewältigung der wachsenden Verkehrsbedürfnisse ist es richtig, dass der Bundesrat mit 24 Mia. Franken bis 2035 deutlich mehr Mittel in den Bahnausbau investieren will als in den Ausbau der Nationalstrassen.

Die IGöV bedauert, dass der Vorlage nach wie vor ein konkretes Angebotskonzept inklusive Ziel-Fahrplan fehlt, wie es die Verkehrskommissionen beider Räte bereits 2024 gefordert haben. Zuerst ist das Angebot zu definieren, danach sind die nötigen Infrastrukturausbauten zu planen – wie dies Bahn 2000 mit Erfolg vorgemacht hat.

Hinsichtlich der vorgeschlagenen Ausbauprojekte bewertet die IGöV insbesondere die Aufnahme des Tiefbahnhofs Basel SBB und der Durchmesserlinie Basel positiv. Damit wird der zentralen Bedeutung des Bahnknotens Basel für den nationalen und internationalen Personen- und Güterverkehr Rechnung getragen. Erfreulich ist auch, dass der Tiefbahnhof Luzern als Schlüsselprojekt für die Entwicklung des Bahnknotens Luzern und der Zentralschweiz vorangetrieben wird.

Kritisch beurteilt die IGöV hingegen die Perspektiven für die Westschweiz in der Botschaft . Fast 40 Prozent der Schweizer Bevölkerung leben in der Romandie, wichtige Ausbauten werden jedoch vom Bund nicht mit der nötigen Dringlichkeit vorangetrieben. Insbesondere folgende Projekte müssen aus Sicht der IGöV beschleunigt werden:

  • Genf–Lausanne: Ausbau der Kapazitäten und Erhöhung der Zuverlässigkeit auf einer der meistbelasteten Bahnachsen der Schweiz. Insbesondere die Neubaustrecke Perroy-Morges muss unbedingt in den Ausbauschritt 2027 aufgenommen werden.
  • Lausanne–Bern: Schaffung der Voraussetzungen für Reisezeiten von weniger als 60 Minuten zwischen den beiden Zentren.
  • Genf–Neuenburg–Biel–Basel: Stärkung der Jurafusslinie durch attraktive Direktverbindungen zwischen Genf nach Basel und Zürich sowie Reisezeiten mindestens auf dem Niveau von 2015.

(pd, rm)
(Archivbild)

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