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Austausch zwischen Wissenschaft und Pflegepraxis
Internationale Pflegewoche in VispAustausch zwischen Wissenschaft und Pflegepraxis

Internationale Pflegewoche in Visp

Austausch zwischen Wissenschaft und Pflegepraxis
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Vom 6. bis 9. Juli 2026 fand an der Hochschule für Gesundheit (HEdS) der HES-SO Valais-Wallis in Visp eine internationale Themenwoche zur Pflege statt. Organisiert wurde sie gemeinsam mit der Hochschule Münster und der Interessengemeinschaft Onkologiepflege Oberwallis. Ziel der Veranstaltung war es, den internationalen und interprofessionellen Austausch zu fördern und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Pflegepraxis zu stärken.

Während der Themenwoche nahmen sechs Studenten der Hochschule Münster, Studenten der Hochschule für Gesundheit sowie 34 Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen an einem abwechslungsreichen Programm teil. Im Mittelpunkt standen Palliativpflege, Pflanzenheilkunde und die Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse wirksam in die Pflegepraxis übertragen werden können.

Weiterbildung zum Umgang mit Todeswünschen

Den Auftakt bildete die Weiterbildung «Umgang mit Todeswünschen». Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Diskussionen über Selbstbestimmung am Lebensende gewinnt dieses Thema kontinuierlich an Bedeutung. Die Teilnehmer setzten sich mit vielfältigen Ursachen von Todeswünschen sowie mit professionellen und einfühlsamen Begleitungsansätzen auseinander. Neben rechtlichen Fragestellungen standen insbesondere Kommunikation, Autonomie sowie die Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt.

Eine Besonderheit dieser Weiterbildung: Sie wurde vollständig von Studenten der Hochschule Münster im Rahmen ihres Studiums konzipiert und durchgeführt. Dadurch entstand ein lebendiger Austausch zwischen Studierenden und erfahrenen Fachpersonen aus der Praxis.

Pflanzenheilkunde in der Pflege

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Pflanzenheilkunde. Bei einer Exkursion auf die Moosalp lernten die Teilnehmer unter der Leitung von Anita Heynen verschiedene Heilpflanzen an ihrem natürlichen Standort kennen und vertieften deren Anwendungsmöglichkeiten in der klinischen Praxis sowie in der Palliativpflege.

Am folgenden Tag wurden die gewonnenen Kenntnisse unmittelbar praktisch umgesetzt: Aus den gesammelten Pflanzen stellten die Teilnehmer Salben, Cremes und weitere pflanzliche Präparate her und erhielten so einen praxisnahen Einblick in die Herstellung pflanzlicher Anwendungen.

Internationale Zusammenarbeit als Gewinn für die Pflegeausbildung

Die internationale Woche zeigte eindrücklich, welchen Mehrwert internationale Kooperationen für die Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen bieten. Wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven konnten unmittelbar miteinander verknüpft werden.

Eine Teilnehmerin beschreibt ihre Eindrücke so: «Die intensive gemeinsame Erfahrung im Wallis ermöglichte uns, voneinander zu lernen, Wissen auszutauschen und uns wieder auf das Wesentliche zu besinnen.»

Mit Formaten wie dieser Themenwoche stärkt die Hochschule für Gesundheit den Austausch zwischen Studenten, Hochschulen und Fachpersonen aus der Praxis. Sie fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Pflegepraxis und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, praxisnahen und international vernetzten Pflegeausbildung.

(pd, rm)
(Foto: HES-SO)

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