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30.000 Franken Bußen
Kabotage und Abgas-Betrug:30.000 Franken Bußen

Kabotage und Abgas-Betrug:

30.000 Franken Bußen
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Die Kantonspolizei Wallis kämpft weiter gegen die in der EU längst abgeschaffte sogenannte Kabotage aber auch gegen Abgas-Betrug mit Adblue. Hierbei handelt es sich um die illegale Manipulation der Abgasreinigungsanlage bei Dieselfahrzeugen (vor allem Lkw), um Kosten für den Harnstoffzusatz zu sparen und niedrigere Mautgebühren vorzutäuschen. Folgende Vorfälle hatte die Kantonspolizei Wallis im Monat Juni in den Polizeimeldungen zu berichten:

St-Maurice:

Am Dienstag, 2. Juni 2026, kurz vor 9 Uhr, kontrollierten die auf die Überwachung des nationalen und internationalen Schwerverkehrs spezialisierten Einsatzkräfte in St-Maurice einen in Frankreich immatrikulierten Lieferwagen.

Die Kontrolle ergab, daß der 34-jährige französische Lenker einen innerstaatlichen Warentransport in der Schweiz durchführte. Zudem wurde eine Überladung des Gesamtgewichts von rund 60 Prozent festgestellt.

Am Mittwoch, 24. Juni 2026, kurz vor 14 Uhr, wurde ein in Polen immatrikulierter Sattelschlepper kontrolliert, der von Lausanne in Richtung Martinach unterwegs war. Am Steuer saß ein 51-jähriger ukrainischer Lenker.

Das Fahrzeug wurde zum Kontrollzentrum in St-Maurice umgeleitet. Bei der eingehenden technischen Kontrolle wurde eine Softwaremanipulation am Motorsteuergerät festgestellt, mit der das AdBlue-System deaktiviert worden war.

Am Freitag, 26. Juni 2026, kurz nach 6.30 Uhr, wurde auf der Autobahn A9 bei
St-Maurice ein in Frankreich immatrikulierter Sattelzug kontrolliert. Der 38-jährige französische Lenker wurde zum Kompetenzzentrum für den Schwerverkehr eskortiert.

Bei der technischen Kontrolle stellte sich heraus, daß ein AdBlue-Emulator parallel an den Stromkreis des Fahrzeugs angeschlossen war und dadurch das Abgasreinigungssystem außer Betrieb setzte.

Gondo:

Am Mittwochnachmittag, 10. Juni 2026, wurde auf der Simplonpaßstraße in
Gondo ein in Polen immatrikulierter Lieferwagen durch Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für Schwerverkehr Simplon einer vertieften Kontrolle unterzogen.

Die technischen Überprüfungen ergaben, dass das Abgasreinigungssystem (AdBlue) durch Änderungen an der Fahrzeugsoftware deaktiviert worden war. Diese Manipulation verhinderte das ordnungsgemäße Funktionieren des Systems zur Reduktion von Schadstoffemissionen und ermöglichte es dem Fahrzeug, die geltenden Umweltvorschriften zu umgehen. Am Steuer befand sich ein 41-jähriger polnischer Staatsangehöriger.

Sämtliche Fahrzeuglenker sowie die verantwortlichen Unternehmen wurden bei der Dienststelle für Straßenverkehr und Schiffahrt angezeigt. Die Gesamtsumme der ausgesprochenen Bußen beläuft sich auf rund 30’000 Franken. Zudem mußten die Betroffenen ihre Fahrzeuge vor der Weiterfahrt wieder in den vorschriftsgemäßen Zustand versetzen.

(pd, rm)

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