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Der Kanton Wallis unterstützt erstmals drei Projekte zur Förderung des Zugangs zur Kultur
«Kultur und sozialer Zusammenhalt»Der Kanton Wallis unterstützt erstmals drei Projekte zur Förderung des Zugangs zur Kultur

«Kultur und sozialer Zusammenhalt»

Der Kanton Wallis unterstützt erstmals drei Projekte zur Förderung des Zugangs zur Kultur
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Immer mehr staatliche Förderungen im Wallis: Die erste Ausschreibung der kantonalen Unterstützungseinrichtung «Kultur und sozialer Zusammenhalt» sei auf reges Interesse gestoßen, so die Dienststelle für Kultur, die diese weitere von Steuergeldern finanzierte Kulturförderung geschaffen hat. Mit regem Interesse ist gemeint, daß kantonsweit 10 Projekte Gelder beantragt haben.

Aus den zehn eingereichten Projekten wurden nach eingehender Prüfung drei ausgewählt, welche der Kanton unterstützt.

Sie zeigen das Potential der Zusammenarbeit zwischen Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen zur Förderung der kulturellen Teilhabe und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, so die Dienststelle. 

Die im November 2025 von der Dienststelle für Kultur und der Dienststelle für Sozialwesen lancierte Unterstützungseinrichtung «Kultur und sozialer Zusammenhalt» fördert die Zusammenarbeit zwischen Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen, mit dem Ziel, den Zugang zur Kultur für alle Menschen zu erleichtern.

Im Rahmen der ersten Ausschreibung wurden zehn Projekte eingereicht. Sie zeugen vom Interesse an der neuen Fördereinrichtung und vom Wunsch der Kulturakteurinnen und Kulturakteure, gemeinsam mit ihren Partnern im Sozial- und Gesundheitswesen Projekte zu entwickeln für Menschen, die sonst kaum Zugang zu Kulturangeboten haben. Die drei ausgewählten Vorhaben spiegeln die breite Vielfalt der eingereichten Projekte.

Drei verschiedene Wege zur Inklusion

Das Kulturzentrum «La Gare, arts et jeunesse», in Monthey, setzt in Partnerschaft mit dem Verein «Pluri-Elles» das Projekt «Ensemble, dépasser les freins symboliques» um. Diese Initiative richtet sich in erster Linie an Frauen mit Migrationshintergrund und ihre Familien. Geplant sind Theaterbesuche, Workshops, Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie gemeinsame interkulturelle Mahlzeiten. Das Projekt fördert den Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und trägt dazu bei, symbolische Barrieren abzubauen, welche den Zugang zum Kulturangebot erschweren. Ausserdem wertschätzt es die Erfahrungen und das Wissen der Teilnehmerinnen.

Der in Vernayaz ansäßige Verein «Bain de livres» setzt in Zusammenarbeit mit Betreuungsstrukturen für Personen aus dem Asylbereich Projekt «Plongeon dans les marges!» um. Aufbauend auf einem bereits gut etablierten mehrsprachigen Leseangebot wird dieses durch verschiedene Vermittlungsformate ergänzt, darunter musikalische Untermalung, szenische Lesung sowie die Realisierung von Podcasts oder kurzen Videos. Auf diese Weise möchte der Verein die aktive Teilhabe der betreuten Personen stärken, indem er das künstlerische Schaffen zu einem Raum für Ausdruck und Mitwirken macht.

In Sitten setzen «Le Spot», die Stiftung MaRaVal und die Walliser Rheumaliga gemeinsam das Projekt «Faire Corps» um. Dieses richtet sich an Menschen, die mit einer seltenen Krankheit leben, sowie an ihr Umfeld. Das regelmäßige Theaterspiel eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Kreativität zu entfalten, soziale Beziehungen zu stärken und kulturelle Erfahrungen zu sammeln – in einem professionellen, geschützten und wohlwollenden Umfeld.

Weiterführung der beiden Teilbereiche des Förderinstruments

Diese erste Auswahl bestätigt die Relevanz der Unterstützungseinrichtung für die Entwicklung neuer Formen der Zusammenarbeit zwischen Kultur, Sozial- und Gesundheitswesen, so die Dienststelle für Kultur über ihr neu geschaffenes, von Steuergeldern finanziertes Fördergeld-Progamms.

Durch die Förderung von Partnerschaften zwischen professionellen Kulturinstitutionen und Akteurinnen und Akteuren aus dem Sozial- und Gesundheitswesen möchte der Kanton Wallis ein repräsentativeres, zugänglicheres und stärker auf Teilhabe ausgerichtetes Kulturangebot schaffen, so die Dienststelle weiter.

Inklusion und interkultureller Dialog

Der erste Förderbereich richtet sich an sogenannt “transversale” Projekte. Unterstützt werden innovative kulturelle Initiativen, welche sich für gesellschaftliche Inklusion und interkulturellen Dialog einsetzen. Der zweite Förderbereich ist der Inklusion im Kulturbereich gewidmet. Er unterstützt den Wandel der Walliser Kulturinstitutionen hin zu mehr Inklusion und einer vielfältigeren Repräsentation.

Für beide Teilbereiche des Förderinstruments gibt es neue Eingabefristen. Interessierte professionelle Kulturorganisationen sind eingeladen, ihre Projekte einzureichen. Vorhaben für den Teilbereich «Transversale Projekte» können bis 15. Februar 2027 eingereicht werden, für den Teilbereich «Inklusion in der Kultur» bis 1. Mai 2027. Alle weiteren Informationen zu den Unterstützungseinrichtungen, den Teilnahmebedingungen und zum Einreichen eines Antrags sind auf dem Online-Portal verfügbar.

Mehr erfahren und Antrag einreichen: www.vs-myculture.ch

Foto © “LE SPOT”

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