Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Nachhaltige Energieversorgung im Fokus
Neue Studienoption an der HES-SO Valais-Wallis
Nachhaltige Energieversorgung im FokusNeue Studienoption an der HES-SO Valais-Wallis

Nachhaltige Energieversorgung im Fokus

Neue Studienoption an der HES-SO Valais-Wallis
0

Um die Energiezukunft auf lokaler und nationaler Ebene aktiv mitzugestalten, bieten die HES-SO Valais-Wallis und ihre Hochschule für Ingenieurwissenschaften im Bachelorstudiengang Energie und Umwelttechnik neu die Spezialisierung «Nachhaltige Energieraumplanung» an.

Diese Option wurde in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern entwickelt. Sie bildet Ingenieurinnen und Ingenieure aus, die Lösungen für eine resiliente, klimafreundliche und an die lokalen Bedürfnisse angepasste Energieversorgung entwickeln können.

Antwort auf zentrale Herausforderungen

Fachhochschulen zeichnen sich durch ihre enge Verbindung zur Praxis aus. Genau diese Nähe war entscheidend für die Entwicklung der neuen Option in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen und Industriepartnern: Im Wallis erfordert die Energiewende eine sorgfältige Planung, gerade auch auf Gemeinde- und Quartiersebene. «Unsere Fachleute erleben täglich, wie die konkreten Anforderungen in Zusammenhang mit der Energiewende immer komplexer werden. Um öffentliche Institutionen und Industriepartner zu begleiten, braucht es verantwortungsbewusste Fachkräfte, die in der Lage sind, passende Lösungen zu entwickeln. Diese Ausbildung ist ein wichtiger Hebel, um die Energiewende langfristig voranzubringen», so Sylvia Marra, Direktorin von Oiken, die 24 Gemeinden im Wallis in ihrer Energiestrategie unterstützt.

Ausbildung an der Schnittstelle von Technik, Umwelt und Gesellschaft

Die Option «Nachhaltige Energieraumplanung» bereitet die Studenten darauf vor, die Transformation der Energieinfrastrukturen unter Berücksichtigung aller Dimensionen – Produktion, Verteilung, Speicherung und Verbrauch – sowie ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen zu planen.

Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure lernen:

Strategien für die Energiewende in städtischen und ländlichen Gebieten zu entwickeln
den ökologischen Fussabdruck von Energiesystemen zu analysieren
integrierte Energiesysteme zu konzipieren, die auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sind

Projekte gemeinsam mit Behörden, Unternehmen, Bürgern und Bürgerinnen zu koordinieren: Ein Mehrwert für Studenten und Wirtschaft

Neben fundierten technischen Kompetenzen erwerben die Studenten Analyse-, Modellierungs- und Koordinationsfähigkeiten, die für die Leitung komplexer Projekte unverzichtbar sind.

Absolventen dieser Option werden besonders in Ingenieurbüros, öffentlichen Institutionen und Energieunternehmen gefragt sein. «Mit dieser neuen Spezialisierung erlangen unsere Studierenden Kompetenzen, die direkt auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts ausgerichtet sind», so François Seppey, Direktor der HES-SO Valais-Wallis.

Drei komplementäre Spezialisierungen

Die Option «Nachhaltige Energieraumplanung» ergänzt die beiden bestehenden Spezialisierungen im Studiengang Energie und Umwelttechnik. Zusammen bilden sie ein kohärentes Ausbildungsangebot, das im Einklang mit den Prioritäten der Schweizer Energiepolitik steht:

Erneuerbare Energien: Entwicklung und Integration kohlenstoffarmer Systeme wie Wasserkraft, Solar- und Windenergie unter Berücksichtigung technischer Herausforderungen bei ihrer grossflächigen Implementierung.

Smart Grid: Intelligente, dezentrale Steuerung von Stromnetzen mit Speicherung, flexiblem Verbrauch und Elektromobilität für eine zuverlässige und optimierte Versorgung.

Nachhaltige Energieraumplanung: Systemische und gebietsbezogene Perspektive zur Umsetzung von Strategien auf Quartiers-, Gemeinde- oder Regionalebene.

Alle Spezialisierungen beruhen auf einem gemeinsamen soliden Fundament, das die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen der Energieproduktion, -verteilung, -speicherung und -nutzung abdeckt.

Auf dieser Basis wählen die Studenten am Ende ihres Bachelors ihre Vertiefung und können so ihr Profil gezielt an ihren beruflichen Zielen ausrichten und gleichzeitig einen Beitrag zu den spezifischen Bedürfnissen der regionalen Wirtschaft leisten.

(pd, rm)
(Foto: HES-SO / Bildlegende : links nach rechts Thierry Bernard Leiter der Energieberatungsgruppe bei OIKEN, Sylvia Marra, Direktorin von OIKEN, Franziska Biner, Vorsteherin des Departements für Finanzen und Energie, François Seppey, Direktor HES-SO Valais-Wallis, Gaëtan Cherix, Direktor der Hochschule für Ingenieurwissenschaften, Klaus Kreher, Leiter Studiengang Energie- und Umwelttechnik, Jakob Rager, Verantwortlicher für die Vertiefung Nachhaltiges Energieraumplanung.)

Fehler gefunden? Jetzt melden.

IHRE MEINUNGEN

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert