NEO: Angepaßtes Finanzreglement und Denise Fux als neue Co-VizepräsidentinZweimal Nein zu den eidgenössischen Vorlagen,
Neo – die sozialliberale Mitte faßte an ihrer Parteiversammlung vom 25. August 2026 in Brig-Glis die Parolen zu den kommenden eidgenössischen Abstimmungen. Die Basis lehnte dabei sowohl die Neutralitätsinitiative als auch die Ernährungsinitiative klar ab. Zudem wählte die Versammlung die Visper Gemeinderätin Denise Fux zur neuen Co-Vizepräsidentin, verabschiedete ein neues Finanzreglement und informierte über die Einsetzung von neun thematischen Arbeitsgruppen, wie die Partei berichtet.
neo – Die Sozialliberale Mitte empfiehlt die Neutralitätsinitiative zur Ablehnung. Eine starre und übermäßig restriktive Verankerung der Neutralität in der Verfassung würde die außen- und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit der Schweiz empfindlich beschränken. Die bewährte Neutralitätspraxis ermöglicht es der Eidgenossenschaft heute, verläßlich zu vermitteln und notwendige Sanktionen mitzutragen. Ein Kooperationsverbot mit Partnern im Vorfeld von Krisen würde zudem die Schweizer Sicherheitsarchitektur und die heimische Rüstungsindustrie schwächen.
Die Partei beschloß einstimmig die Nein-Parole zur Vorlage.
Die Vorlage blendet die topografische Realität unseres Landes vollkommen aus: Rund 70 Prozent der Schweizer Agrarflächen sind Grasland, auf dem Ackerbau schlicht nicht möglich ist. Gerade die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion ist das wirtschaftliche Rückgrat der Berglandwirtschaft und unserer kleinstrukturierten Familienbetriebe im Oberwallis. Unsere Nutztiere sind keine Nahrungskonkurrenten, sondern unverzichtbare Veredler, die aus alpinem Raufutter hochwertige Lebensmittel wie Bergkäse und Fleisch erzeugen. Zudem führt die Vorlage mit starren Zehnjahresfristen und Kontrollvorschriften zu einer massiven administrativen Überregulierung, die Hofaufgaben provoziert, Lebensmittel verteuert und den Einkaufstourismus anheizt. Statt bürokratischer Planwirtschaft setzt Neo – die sozialliberale Mitte auf unternehmerische Freiheit, faire Produzentenpreise, gezielte Nachwuchsförderung und funktionierende regionale Wertschöpfungskreisläufe.
Denise Fux neu in der Parteileitung
Im Rahmen der Ergänzungswahlen wählte die Versammlung Denise Fux als neue Co-Vizepräsidentin in die Parteileitung. Die ausgebildete Kauffrau mit Weiterbildung im Personalwesen ist seit 2025 Gemeinderätin in Visp (Ressort Gesundheit & Soziales) und bringt breite berufliche wie lebensnahe Erfahrung mit.
«Bürgernah, engagiert und lösungsorientiert» will sie sich für die Anliegen der Bevölkerung einsetzen.
Neues Finanzreglement und Arbeitsgruppen
Die Parteiversammlung genehmigte das von der Arbeitsgruppe Finanzen vorgelegte Finanzreglement einstimmig. Des Weiteren informierte das Präsidium über die Etablierung von neun thematischen Arbeitsgruppen.
Die Fachgruppen dienen als inhaltliches Fundament, um das Fachwissen der Basis aktiv in die politische Arbeit von Vorstand und Fraktion einzubinden.
(pd, rm)
(Bild: Referent Jonas Regotz, zVg)

