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Wertschöpfungsstudie, Strategie und Anpassung der Kurtaxenreglemente im Goms
Obergoms Tourismus AG lud einWertschöpfungsstudie, Strategie und Anpassung der Kurtaxenreglemente im Goms

Obergoms Tourismus AG lud ein

Wertschöpfungsstudie, Strategie und Anpassung der Kurtaxenreglemente im Goms
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Am 18. Juni 2026 lud die Obergoms Tourismus AG zur öffentlichen Informationsveranstaltung im Nordischen Zentrum Goms ein. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der aktuellen Gästebefragung und Wertschöpfungsstudie, die Destinationsstrategie 2026–2030 sowie die geplanten Anpassungen an den Kurtaxen-Reglementen der Gemeinden Obergoms und Goms. Die Veranstaltung bot der Bevölkerung, Leistungsträgern und Zweitwohnungsbesitzenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aus erster Hand über die zukünftigen Entwicklungen des Tourismus im Goms zu informieren.

Wertschöpfungsstudie und Gästebefragung

Die in Zusammenarbeit mit der HES-SO erarbeitete Gästebefragung und Wertschöpfungsstudie zeigt, dass der Tourismus die zentrale wirtschaftliche Grundlage im Goms bildet: 69 % der regionalen Bruttowertschöpfung (52,8 Mio. CHF) und 72 % aller Arbeitsplätze (593 von 819 VZÄ) hängen direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Damit ist die Abhängigkeit deutlich höher als im Wallis (15%) oder in der Schweiz (3%). Die Gästebefragung im Sommer und Winter ergab, dass sich die Positionierung der Destination mit der Wahrnehmung der Gäste deckt. Während im Winter das Langlaufen, die Winterwanderwege sowie die Schneeschuhtrails dominieren, sind es im Sommer das Wandern, der Zweiradsport, Ruhe und Erholung sowie das Naturerlebnis an sich. Trailrunning und Rollski wurden als aufstrebende Sportarten erkannt. Die Erkenntnisse aus den beiden Studien dienten denn auch als Grundlage für die Anpassung der Strategie.

Destinationsstrategie

Die Destinationsstrategie Goms 2026–2030 baut auf der bisherigen Strategie auf und definiert die zukünftige Ausrichtung der Region. Ziel ist es, als Modellregion für echten, naturnahen und entschleunigten Tourismus im alpinen Raum wahrgenommen zu werden. Dabei soll gemeinsam mit Einheimischen, Gästen und Partnern ein attraktiver Lebens- und Erlebnisraum geschaffen und die regionale Wertschöpfung langfristig gesichert werden. Echtheit, Achtsamkeit, Gemeinschaftlichkeit und Weitblick wurden dabei als zentrale Werte eruiert. Die fünf Stossrichtungen umfassen die Destinationsentwicklung und Positionierung, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung, Mobilität und Erreichbarkeit, Kooperation und Netzwerkmanagement sowie die organisatorische Weiterentwicklung der Obergoms Tourismus AG selbst. Die Strategie ist bewusst als Leitlinie für die ganze Destination gedacht. «Es würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Personen und Organisationen im Goms von der Destinationsstrategie angesprochen fühlen, sich darin wiederfinden und wir gemeinsam in die gleiche Richtung gehen», sagt Samuel Hofmann, Direktor der Obergoms Tourismus AG. Nun geht es an die Ausarbeitung von konkreten Massnahmen wie z.B. der Überarbeitung des Masterplan Bike von 2017 oder der Erarbeitung einer Strategie zur Wertschöpfungssteigerung oder der Prüfung von möglichen Mobilitätsangeboten wie Rufbus-Systemen oder dem Ausbau von Carsharing-Standorten für Gäste und Einheimische. Auch die Digitalisierung der internen Prozesse unter Einbezug der Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz ist ein Thema.

Anpassung Kurtaxenreglemente

Die Obergoms Tourismus AG beantragte den beiden Gemeinden Obergoms und Goms die Erhöhung der Kurtaxen von CHF 3.– auf CHF 4.– pro Person und Nacht. Begründet wird dies damit, dass die Kurtaxe seit über zehn Jahren unverändert geblieben ist, während das touristische Angebot und die Infrastruktur auf der anderen Seite (z.B. 400km Wanderwege, 80km Winterwanderwege, 152km neue Bike-Trails) stetig gewachsen ist und ausgebaut wurde. Ausserdem sind die Betriebs- und Unterhaltskosten deutlich gestiegen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen zweckgebunden für den Unterhalt ebendieser touristischen Infrastruktur, die Weiterentwicklung und den Ausbau des Gästeangebots, für Investitionen in neue Projekte sowie den Ausgleich der Teuerung eingesetzt werden. Ohne Anpassung drohen Einschränkungen bei der touristischen Infrastruktur, bei der Gästebetreuung und im Informations- und Reservationsservice. Auch die Unterstützung von Veranstaltungen sowie die Weiterentwicklung der Destination müssten angepasst werden. Nach dem Motto «Stillstand bedeutet Rückschritt» soll die Erhöhung dazu beitragen, die Qualität und Attraktivität der Destination Goms langfristig zu erhalten. Der Entscheid zur Annahme der Anpassung fällt an den bevorstehenden Uversammlungen der Gemeinden Obergoms und Goms.

Samuel Hofmann
Samuel Hofmann

Weiterführendes

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(pd, rm)
(Bild oben: Goms Tourismus / Christian Pfammatter Fotografie)

 

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