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Anlaß in Guttet-Feschel zur Grundversorgung
Oberwalliser Berggemeinden beleuchten ihre GrundversorgungAnlaß in Guttet-Feschel zur Grundversorgung

Oberwalliser Berggemeinden beleuchten ihre Grundversorgung

Anlaß in Guttet-Feschel zur Grundversorgung
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Am Montagabend hat das Netzwerk Oberwalliser Berggemeinden (NOB) seine Mitgliedsgemeinden nach Guttet-Feschel geladen.

Auf dem Programm stand die diesjährige Zukunftswerkstatt zum Thema «Grundversorgung in den Oberwalliser Berggemeinden – heute und morgen».

Ziel der Veranstaltung war es, die zentralen Herausforderungen und Lösungsansätze zur Sicherstellung der Grundversorgung in den Bergregionen zu beleuchten. Mit einer kurzen Begrüssungsrede richtete sich der Netzwerk-Vorsitzende Sebastian Arnold an die rund 25 Teilnehmenden des Workshops. «Eine intakte Grundversorgung ist die Lebensader unserer Berggemeinden», betonte er.

Es sei deshalb wichtig, über den Ist-Zustand zu sprechen, den Handlungsbedarf zu erkennen und Lösungsansätze zur Stärkung der Grundversorgung zu benennen.

Nicht an der Chancengleichheit rütteln

Es folgte ein fundiertes Inputreferat durch Thomas Egger, Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB). Unter anderem anhand der Beispiele Post, Telekommunikation und Öffentlicher Verkehr ging er auf den rechtlichen Rahmen der Grundversorgung ein.

Die aktuellen Trends zeigen laut Egger, daß die Grundversorgung aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung, wie etwa die Verlagerung in die digitale Welt, sukzessive umgebaut wird. «Zentral ist jedoch, dass die politischen Vorgaben nicht abgeschwächt werden.»

Am Grundsatz der Chancengleichheit für alle Bevölkerungsschichten und Landesgegenden dürfe, wie Egger betont, nicht gerüttelt werden.

Den Gemeinden empfiehlt er, die Grundversorgungsleistungen gesamtheitlich zu analysieren und weiterzuentwickeln sowie über die Gemeindegrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. «Ziel muss ein räumlich integrierter Versorgungsansatz sein», so Egger.

Dabei sieht er die Kantone oder Regionen in der Rolle, eine räumliche Strategie zu entwickeln und die Koordination zu übernehmen.

Blick über den Tellerrand hinaus

Nach dem Inputreferat widmeten sich die teilnehmenden Personen in zwei Gruppen den Bereichen Mobilität und Einzelhandel und präsentierten ihre Erkenntnisse abschließend im Plenum.

Dabei zeigte sich einmal mehr, daß die Bedürfnisse nicht in allen Gemeinden deckungsgleich sind.

Ob in Kleinstgemeinden, in Tourismusgemeinden oder den Zentrumsgemeinden, lohnt sich allerdings immer ein Blick über den Tellerrand hinaus auf die Nachbargemeinden.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung folgte ein gemeinsames Apero, während dem die gewonnenen Eindrücke weiter vertieft werden konnten.

Das ist das NOB

Die Rahmenbedingungen in den Berggebieten sind herausfordernd.

Themen wie Abwanderung, struktureller Nachholbedarf im Tourismus oder Abbau beim Service Public stellen die Oberwalliser Gemeinden vor grosse Herausforderungen.

Mit dem Netzwerk der Oberwalliser Berggemeinden (NOB) wollen 43 Gemeinden deshalb ihre spezifischen Interessen besser vertreten und den Austausch untereinander fördern.

Das Netzwerk ist als loser Verbund organisiert.

Oberstes Organ bildet die Konferenz der Mitgliedsgemeinden, während ein 7-köpfiger Ausschuss für die Strategie und die Themenbearbeitung verantwortlich ist.

Das Netzwerk der Oberwalliser Berggemeinden hat an der Konferenz 2023 den Simpiler Gemeindepräsidenten Sebastian Arnold zum Vorsitzenden gewählt. Auf administrativer Ebene wird das Netzwerk vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis (RWO) unterstützt.

(pd, rm)
(Fotos: zVg)

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