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"Deutliche Mehrheit" für Schritt in die Unabhängigkeit
Parteiversammlung von Neo – die sozialliberale Mitte"Deutliche Mehrheit" für Schritt in die Unabhängigkeit

Parteiversammlung von Neo – die sozialliberale Mitte

"Deutliche Mehrheit" für Schritt in die Unabhängigkeit
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Die Partei drohte im Fahrwasser der Mitte Oberwallis unter die Räder zu kommen und es gab andere Uneinstimmigkeiten in der jahrelangen Parterschaft der beiden Walliser Mitte-Parteien. Nun kam es zu wohl unvermeidlichen Konsequenzen. Neo – die sozialliberale Mitte (Eigenschreibung “neo – Die sozialliberale Mitte”) hat an ihrer gestrigen ordentlichen Parteiversammlung eine grundlegende strategische Neuausrichtung beschlossen.

Mit einer deutlichen Mehrheit stimmten die Mitglieder für eine Statutenänderung, welche den formellen Anschluß an die nationale Mutterpartei „Die Mitte Schweiz“ aufhebt. Damit reagiere die Partei auf eine veränderte politische Realität im Wallis und positioniere sich fortan als eigenständige und selbstbestimmte Kraft, so Neo.

Strategische Neuausrichtung im Oberwallis

Das politische Gefüge im Oberwallis habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt, so die Partei. Für die Verantwortlichen von Neo sei somit klar: Damit Sachpolitik wirksam bleibe, müsse der organisatorische Rahmen zur aktuellen Realität passen.

Die Analyse der letzten Monate habe gezeigt, daß die bisherige Zusammenarbeit auf kantonaler und nationaler Ebene den Anforderungen der Basis nicht mehr gerecht wird.

In Zukunft Partnerschaften auf Augenhöhe

Als zweitgrößte Partei im Oberwallis besetze Neo – die sozialliberale Mitte jeden vierten Gemeinderatssitz im Oberwallis und sei eine der prägenden politischen Kräfte. Der Entscheid zur Eigenständigkeit sei kein emotionaler Bruch, sondern eine strategische Konsequenz.

Die Partei setze künftig auf Partnerschaften auf Augenhöhe und die Freiheit, Allianzen dort zu suchen, wo sie inhaltlich sinnvoll sind. Ziel sei es, die politische Agenda für das Oberwallis unabhängig zu gestalten und die Wertschöpfung direkt in den lokalen Tälern zu sichern.

Diese Unabhängigkeit schaffe zudem den nötigen Raum für Nachwuchskräfte und eine klare Profilierung im Hinblick auf die kommenden Herausforderungen.

Interimistische Parteileitung bestätigt

Parallel zur strategischen Weichenstellung wurde die interimistische Parteileitung formell legitimiert. Das Team, bestehend aus Philipp Loretan, Gerhard Kiechler, Philipp Schnyder und Willy Loretan, wird die Geschicke der Partei bis zur nächsten ordentlichen Versammlung am 29. April 2026 führen. Damit ist der personelle Wechsel im Präsidium nach den Rücktritten formell abgeschlossen.

Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 8. März 2026

In der Sachpolitik legte die Versammlung ihre Positionen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 8. März 2026 fest:

• Bargeld-Initiative: Die Partei empfiehlt ein Nein zur Initiative, unterstützt jedoch den direkten Gegenentwurf.

• SRG-Initiative („200 Franken sind genug“): Neo lehnt die Vorlage ab, um einen funktionierenden medialen Service Public zu sichern.

• Klimafonds-Initiative: Die Versammlung fasste die Nein-Parole und setzt stattdessen auf marktwirtschaftliche Anreize statt staatlichen Dirigismus.

• Individualbesteuerung: Die Ja-Parole wurde bereits im vergangenen August beschlossen.

Mit diesen Beschlüssen ebne Neo – die sozialliberale Mitte den Weg für eine selbstbestimmte Zukunft, in der lösungsorientierte Sachpolitik für die Menschen in den Gemeinden und Regionen im Zentrum stehe, so die Partei weiter.

(rm, pd)

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