Abstimmung über Projekt Sägematte in VispProjekt wurde deutlich verworfen
Am letzten Sonntag wurde das Projekt Sägematte in Visp an der Urne deutlich verworfen. 53.5 Millionen Franken waren für die Realisierung des Projekts Sägematte vorgesehen.
Auf einer seit Jahren weitgehend brachliegenden Fläche soll ein neues Quartier mit öffentlicher Infrastruktur, Wohn- und Geschäftsnutzung entstehen. Die Visper Bevölkerung wurde am 14. Juni 2026 über mehrere Teilaspekte des Projekts zur Abstimmung aufgerufen.
Das «Projekt Sägematte» wurde bei einer hohen Stimmbeteiligung von 64.17% deutlich abgelehnt.
Resultate der Gemeinde Visp zur kommunalen Abstimmung zum Projekt Sägematte
Die Stimmbevölkerung der Gemeinde Visp hat am Sonntag,14. Juni 2026, wie folgt entschieden:
Frage 1 Bodentausch:
1’839 Nein zu 1’194 Ja (Abgelehnt mit einem Neinstimmen-Anteil von 60.6%)
Frage 2 Kreditbeschluss:
2’118 Nein zu 921 Ja (Abgelehnt mit einem Neinstimmen-Anteil von 69.7%)
Frage 3 Betriebsbeitrag KITA:
1’931 Nein zu 1’040 Ja (Abgelehnt mit einem Neinstimmen-Anteil von 64.99%)
Kritik an der Kommunikation
Auf Stadtfragen wurde Kritik an der Kommunikation des Gemeindepräsidenten geübt. Autor Thomas Stadelmann schrieb auf Stadtfragen.ch:
“Auffällig am Informationsabend war der engagierte Alleingang des Gemeindepräsidenten: Neben den eigenen Ausführungen standen keine fachlichen Beiträge aus der Stadtplanung, aus dem Architekturbüro oder von Investorenseite auf der Tagesordnung. Bei einem Vorhaben in der Größnordnung der Sägematte hätte eine auf mehrere Köpfe verteilte Präsentation durchaus zur besseren Verständigung und zu mehr Akzeptanz beitragen können, denn: Wer an der Urne einer Vorlage über 53 Mio zustimmen soll, will den Protagonisten und für das Ergebnis Verantwortlichen 1:1 zuhören können, welche Absichten sie verfolgen.”
Auf dem Portal Pomona äußerte sich derweil der Visper Gemeindepräsident Niklaus Furger zum Urnenentscheid über die Sägematte. Dies mit den Worten “Ich nehme das nicht persönlich“.
(pd, rm)
(Visualisierung: Gmd. Visp)
