Home Aktuelles, Nachrichten Wallis Rettung der Alpwirtschaft: Junge SVP Obewallis fordert Höchstgrenzen für die Wolfsbestände
Schiessen, Schaufeln, Schweigen: Ist das die Lösung?
Rettung der Alpwirtschaft: Junge SVP Obewallis fordert Höchstgrenzen für die WolfsbeständeSchiessen, Schaufeln, Schweigen: Ist das die Lösung?

Rettung der Alpwirtschaft: Junge SVP Obewallis fordert Höchstgrenzen für die Wolfsbestände

Schiessen, Schaufeln, Schweigen: Ist das die Lösung?
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Die jüngsten Vorfälle in mehreren Schweizer Kantonen zeigen deutlich, wie angespannt und unberechenbar die Situation im Umgang mit dem Wolf geworden ist, so die Junge SVP Oberwallis. Die Behörden zögern, greifen nur selektiv ein, und viele Züchter fühlen sich zunehmend im Stich gelassen, kritisiert die Jungpartei. Die Realität auf den Alpen sei hart: Schiessen, Schaufeln, Schweigen – wenn nichts unternommen wird, könnte dies für viele Betroffene zur vermeintlichen Lösung werden. Die JSVP Oberwallis schreibt dazu weiter Folgendes (kursiv): 

Im Wallis bewegen sich die Risszahlen auf einem ausserordentlich hohen Niveau. Für den Sommer 2026 wurden bisher 230 gerissene Nutztiere gemeldet, verteilt auf 91 Angriffe. Auch im Tessin bleibt die Lage kritisch, wo im laufenden Jahr bereits über 108 Risse registriert wurden. Zudem getrauen sich diverse Betroffene nicht mehr, Risse und verlorene Tiere zu melden – aus Angst vor administrativen Hürden oder vor einer vorzeitigen Räumung der Alpweiden. Die Belastung für die Alpbetriebe steigt, während die Schutzmassnahmen zunehmend an ihre Grenzen stossen.

Gleichzeitig zeigen die jüngsten Ereignisse in Neuenburg und Obwalden, dass vermehrt auch grössere Tiere betroffen sind. Im Vallée de la Brévine wurden zwischen dem 4. und 26. Juli acht Rinder gerissen oder verletzt – ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Wolf zunehmend Rinder ins Visier nimmt. In Obwalden wurde am 4. September auf der Alp Talalp im Klein Melchtal ein weiteres Rind gerissen; die Wildhut stuft den Wolf als höchstwahrscheinlich verantwortlich ein.

Diese kantonalen Entwicklungen stehen im Kontext einer schweizweiten Ausbreitung des Wolfsbestands. Während 2020 noch von rund 11 Rudeln und etwa 100 Individuen ausgegangen wurde, sprechen aktuelle Schätzungen für 2026 von über 43 Rudeln und mehr als 350 Wölfen. Die Präsenz des Wolfs hat sich zudem aus den klassischen alpinen Kerngebieten in die Voralpen und zunehmend auch in periurbane Regionen ausgedehnt.

Vor diesem Hintergrund fordert die Junge SVP aus den Kantonen Graubünden, Nidwalden, Oberwallis, Schwyz, St. Gallen, Tessin und Zürich in einer Petition (http://www.svp.jetzt/wolf) drei klare Massnahmen:

  • Landesweite Höchstgrenze von 7 Rudeln Dieser Grenzwert gewährleistet den langfristigen Erhalt der Art, eine ausgewogene territoriale Verteilung und zugleich die Existenzgrundlagen der Berg- und Weidewirtschaft. Die Festlegung auf sieben Rudel stellt einen tragfähigen Kompromiss dar, um Naturschutz und Landwirtschaft in Einklang zu bringen. Die Grenze orientiert sich an den fünf Wolfsregionen, wie sie im Jagdgesetz definiert sind: ein Rudel pro Region sowie ein zusätzliches Rudel für die beiden grösseren Regionen.
  • Klare, schnelle Eingriffsverfahren Einheitliche Kriterien, kurze Entscheidungswege und rechtssichere Abläufe für das Entfernen von Wölfen, damit Kantone rasch und verantwortbar handeln können.
  • Volle Kostentransparenz Offenlegung aller direkten und indirekten Ausgaben des Wolfsmanagements (Bund, Kantone, Gemeinden, Private), inklusive Entschädigungen, Schutzinfrastruktur, Arbeitsstunden und indirekter wirtschaftlicher Verluste.

Die Junge SVP ruft die Bevölkerung auf, die Petition zu unterschreiben, damit Bundesrat und Parlament endlich wirksam regulieren, Transparenz schaffen und handlungsfähige Verfahren umsetzen.

(pd, rm)

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