Runder Tisch zur Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026: Zusammensetzung festgelegtCrans-Montana-Aufarbeitung: Teilnehmer und Beratungsstruktur festgelegt
Die Zusammensetzung des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe im Le Constellation in Crans-Montana vom 1. Januar 2026 steht fest. Eine Arbeitsgruppe unterstützt den Präsidenten bei der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen. In mehreren Phasen des Verfahrens erhalten zudem alle Opfer und Angehörigen sowie sämtliche Versicherer Gelegenheit, sich zu den Vorschlägen zu äußern.
Im Juni hat Laurent Kurth, der Präsident des runden Tischs zur Bewältigung der Brandkatastrophe vom 1. Januar 2026 im Le Constellation in Crans-Montana, die Kriterien für die Zusammensetzung des runden Tischs festgelegt. Über den Sommer hat er zusätzliche Gespräche geführt und gestützt darauf über die Zusammensetzung entschieden.
Der runde Tisch setzt sich aus Personen zusammen, welche die Perspektive der Opfer und ihrer Angehörigen einbringen, sowie aus Vertretern weiterer Personen und Institutionen, die zu einer außergerichtlichen Vergleichslösung beitragen können. Bei der Erarbeitung der außergerichtlichen Vergleichslösung wird der runde Tisch fachlich von einer Arbeitsgruppe unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, auf das Fachwissen von Bundesämtern, Dachverbänden der Privatversicherungs- und Sozialversicherungsbranche, einer Universitätsprofessorin sowie auf die Perspektive der Fondation Beloved zurückgreifen zu können.
Opfer und Angehörige können sich zu den Lösungsvorschlägen äußern
Bei der Erarbeitung der außergerichtlichen Vergleichslösung ist die Perspektive der Opfer und ihrer Angehörigen zentral. Es soll eine Einigung erzielt werden, die ihren Bedürfnissen angemessen Rechnung trägt. Die Gespräche mit den Betroffenen haben jedoch auch gezeigt, daß die Diskussion sehr komplex ist und möglichst zügig vorangehen soll.
Aus diesem Grund können nicht alle Opfer und Angehörigen selbst am runden Tisch teilnehmen. Bei den Opfervertretungen wurde deshalb besonders berücksichtigt, daß eine Person jeweils mehrere Opfer und Angehörige vertritt und außerdem über besondere Fachkenntnisse in den betreffenden Rechtsgebieten verfügt.
Es ist jedoch vorgesehen, daß alle Opfer und Angehörigen in bestimmten Phasen des Diskussionsprozesses Einsicht in die vom runden Tisch ausgearbeiteten Vorschläge nehmen können. Sie erhalten dabei jeweils Gelegenheit, sich innerhalb dieser Anhörungsphasen zu den Vorschlägen zu äußern.
Die erste Sitzung des runden Tischs wird voraussichtlich diesen Herbst stattfinden. Für den Erfolg des runden Tischs ist die Vertraulichkeit der Gespräche entscheidend. Entsprechend wird der Präsident den Teilnehmern Verschwiegenheit zusichern. Über die Arbeiten des runden Tischs wird deshalb zurückhaltend berichtet.
Zusammensetzung des runden Tischs
Präsident
Laurent Kurth
Vertretung der Opfer und Opferhilfeorganisationen
Association Les étoiles du 1er janvier*
Associazione Oltre Crans-Montana, Karin Valenzano Rossi
Association REVI Crans-Montana*
Association Swisshearts, Stéphane Buchs
Alexandre Guyaz, Anwalt
Romain Jordan, Anwalt
Loïc Parein, Anwalt
Vertretung der Behörden
Gemeinde Crans-Montana, Gaspard Couchepin und Vincent Brulhart, Anwälte
Kanton Wallis, Antoine Eigenmann und Géraldine Chapus-Rapin, Anwälte
Bundesamt für Justiz, Michael Schöll
Vertretung der Haftpflichtversicherer
AXA, Karin Rüttimann und Lukas Wyss
Helvetia, Philipp Jeker und Nicolas Cavadini
Vertretung der Sozialversicherungen
SUVA, Beatrice Domscheit
Unfallversicherungen nach Art. 68 UVG und Krankenzusatzversicherungen, Schweizerischer Versicherungsverband SVV, Irène Hänsli**
Krankenversicherungen, Verband Schweizer Krankenversicherer prio.swiss, Saskia Schenker**
* Die Vertretung wird derzeit bestimmt.
** Die Vertretung wird gegebenenfalls im Laufe des Monats Oktober bestätigt und/oder ergänzt.
(pd, rm)
(Foto: Walliser Zeitung)


