Saastal Bergbahnen AG mit guten GeschäftszahlenRekordjahr - Erneuerung der Längfluhbahn geplant
Erfreuliche Zahlen: Die Saastal Bergbahnen AG blickt auf ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025/26 zurück. Nach dem bereits sehr starken Vorjahr konnte das Unternehmen seine Ergebnisse nochmals deutlich steigern.
Mit über 600’000 Ersteintritten wurde im Winter der höchste Wert seit der Jahrtausendwende erreicht, berichten die Bahnen.
Gleichzeitig konnte die finanzielle Basis weiter gestärkt werden. Damit verfüge das Unternehmen über eine solide Ausgangslage für wichtige Zukunftsinvestitionen wie es berichtet. Dies insbesondere für die geplante Erneuerung der Längfluhbahn und den weiteren Ausbau der eigenen Energieproduktion.
Rekordwinter und erfreuliche Entwicklung im Sommer
Die Wintersaison 2025/26 setzte die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Mit über 600’000 Ersteintritten wurde der höchste Winterwert seit der Jahrtausendwende erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von mehr als 10 Prozent. Der Winterverkehrsertrag stieg um rund 13 Prozent auf CHF 23.33 Mio.
Auch der Sommerbetrieb entwickelte sich erfreulich, wie das Unternehmen berichtet: Die Saastal Bergbahnen verzeichneten über 270’000 Ersteintritte, während der Sommerverkehrsertrag um rund 14 Prozent auf CHF 7.91 Mio. zunahm. Positiv entwickelten sich insbesondere das neue Angebotskonzept auf Hannig mit den Mountain Carts sowie das neu geschaffene virtuelle Gletschererlebnis «VirtuAllalin» auf dem Mittelallalin. Insgesamt erhöhte sich der Betriebsertrag von CHF 30.33 Mio. auf CHF 34.79 Mio. Das EBITDA stieg von CHF 10.63 Mio. auf CHF 14.13 Mio., was einer EBITDA-Marge von 40.62 Prozent entspricht. Der Jahresgewinn konnte auf CHF 4.88 Mio. gesteigert werden.
Dr. Markus Schröcksnadel, Vize-Präsident des Verwaltungsrats der Saastal Bergbahnen AG, ordnet das Resultat wie folgt ein:
«Das Geschäftsjahr 2025/26 ist ein wichtiger Meilenstein für die Saastal Bergbahnen. Wir konnten das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nochmals deutlich verbessern und gleichzeitig unsere finanzielle Stabilität stärken. Dieser Erfolg ist vor allem auch das Ergebnis des grossen Einsatzes unserer Mitarbeitenden. Nun wollen wir die solide Ausgangslage nutzen, um gezielt in die Zukunft unserer Infrastruktur und in die Qualität des Gästeerlebnisses zu investieren.»
Finanzielle Stärke schafft Spielraum für die Zukunft
Die positive operative Entwicklung wirkt sich auch auf die finanzielle Situation des Unternehmens aus. Der Eigenfinanzierungsgrad erhöhte sich von 53.8 auf 59.7 Prozent. Gleichzeitig konnten die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten von CHF 12.31 Mio. auf CHF 7.54 Mio. reduziert werden. Der erarbeitete Kassenfluß belief sich auf CHF 12.51 Mio.
Im Geschäftsjahr 2025/26 investierten die Saastal Bergbahnen insgesamt rund CHF 4.22 Mio. in Sachanlagen. Rund CHF 1.7 Mio. entfielen auf den Unterhalt der Bahnanlagen. Weitere Investitionen betrafen Maschinen und Fahrzeuge sowie die Beteiligung am Kleinwasserkraftwerk Bifig.
Erneuerung der Längfluhbahn als zentrales Zukunftsprojekt
Auf dieser soliden finanziellen Basis treiben die Saastal Bergbahnen die Erneuerung ihrer Infrastruktur gezielt voran. Ein zentrales Zukunftsprojekt ist der Ersatz der bestehenden Bahnverbindung von Spielboden auf die Längfluh. Die heutige Pendelbahn wurde 1977 von Von Roll-Seilbahnen erstellt und 2004 technisch umfassend überarbeitet. Die beiden 60-Personen-Kabinen ermöglichen grundsätzlich eine Förderleistung von rund 700 Personen pro Stunde. Aus betrieblichen Gründen werden die Kabinen heute jedoch mit lediglich rund 40 bis 45 Personen belegt. Insbesondere zu Spitzenzeiten führt dies zu Kapazitätsengpässen.
2’000 Personen pro Stunde
Die Saastal Bergbahnen haben deshalb die Planung für einen Ersatz der bestehenden Anlage aufgenommen. Vorgesehen ist eine moderne kuppelbare Einseil-Umlaufbahn von Garaventa mit 10-Personen-Kabinen. Die neue Bahn soll zunächst eine Förderleistung von 1’400 Personen pro Stunde ermöglichen und bei Bedarf auf bis zu 2’000 Personen pro Stunde ausgebaut werden können. Zum Einsatz soll derselbe Bahntyp kommen, der bereits heute Saas-Fee über die Zwischenstation Bifig mit dem Spielboden verbindet. Damit soll künftig auf der gesamten Verbindung vom Dorf Saas-Fee bis zur Längfluh auf 2’870 m ü. M. eine leistungsfähige und zeitgemässe Erschliessung gewährleistet werden.
«Mit der neuen Längfluhbahn wollen wir einen wichtigen Engpass beseitigen und die Qualität der Verbindung ins Längfluhgebiet deutlich verbessern. Mehr Förderleistung, kürzere Wartezeiten und höherer Komfort sind dabei ebenso wichtig wie die langfristige Sicherstellung einer leistungsfähigen Erschließung dieses für Saas-Fee wichtigen Ski- und Ausflugsgebiets», so Simon Bumann, Geschäftsführer der Saastal Bergbahnen.
Nach aktuellem Planungsstand sollen die Arbeiten an der neuen Längfluhbahn im Frühjahr 2027 beginnen. Die Inbetriebnahme ist für Mitte Dezember 2028 vorgesehen.
Investitionen in erneuerbare Energie
Neben der touristischen Infrastruktur engagieren sich die Saastal Bergbahnen auch im Bereich der erneuerbaren Energieproduktion. Im Geschäftsjahr 2025/26 wurde das Kleinwasserkraftwerk Bifig als Partnerprojekt mit der Gemeinde Saas-Fee und der EnAlpin AG vorangetrieben. Das Kraftwerk nutzt die vorhandenen natürlichen Ressourcen zur Produktion erneuerbarer Energie. Damit bauen die Saastal Bergbahnen ihre eigene Energieproduktion aus und leisten gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigeren und effizienteren Nutzung der vorhandenen Ressourcen im Saastal. Das Projekt steht exemplarisch für die strategische Ausrichtung des Unternehmens, neben der Weiterentwicklung des touristischen Angebots auch in Bereiche zu investieren, die langfristig zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit beitragen.
Weitere Investitionen in die Infrastruktur
Auch im kommenden Geschäftsjahr wird die Infrastruktur gezielt weiterentwickelt. Bei den Skiliften Allalin 2 und 3 werden Steuerungen und Antriebe ersetzt. Dafür sind Investitionen von rund CHF 1.2 Mio. vorgesehen. Zudem wurde das Erlebnis «VirtuAllalin» in diesem Sommer mit einem zweiten, begehbaren Teil weiterentwickelt. Damit wollen die Saastal Bergbahnen die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen und ihr Angebot sowie ihre Infrastruktur kontinuierlich an die Anforderungen der Gäste und des zukünftigen Betriebs anpassen.
Weiterführendes
(pd, rm)
(Foto: Saastal Bergbahnen AG)


