
Knall in ZermattSaudischer Staatsfonds will Matterhorn kaufen
Von Thomas Baumann
Eine bahnbrechende Meldung erreicht uns dieser Tage: Wie der Zermatter Gemeinderat mitteilte, hat er ein offizielles Kaufangebot des saudischen Staatsfonds Public Investment Fund für … das Matterhorn erhalten.
Zur gebotenen Summe schweigt der Gemeinderat. Auch der saudische Staatsfonds beantwortet eine Medienanfrage bloss folgendermassen: «Wie Sie sicherlich verstehen, äussern wir uns aus strategischen Gründen nicht zu einzelnen Investments.»
Natürlich dürfte es sich bei der gebotenen Summe um einen Milliardenbetrag handeln. Kein Wunder: Der saudische Staatsfonds verfügt über ein Vermögen von gegen 1000 Milliarden Dollar.
Doch was bezweckt der Staatsfonds mit dem Besitz des Matterhorns? Tourismus ist — langfristig betrachtet — eine Wachstumsbranche.
Zudem gilt: Je mehr Menschen das Matterhorn sehen wollen, desto mehr Menschen steigen in ein Flugzeug, um damit in die Schweiz und weiter nach Zermatt zu reisen.
Mehr Flugreisen bedeutet aber mehr Nachfrage nach Flugbenzin — und der saudische Staatsfonds speist sich ja aus den Einnahmen der Erdölförderung.
Gelingt es den neuen Besitzern, den Matterhorn-Tourismus noch mehr anzukurbeln, so hat demnach dies positive Auswirkungen aus den Erdölpreis und damit auf die Grösse des saudischen Staatsfonds selber.
Dies der mutmassliche strategische Hintergrund des Kaufangebots. Details zur konkreten Umsetzung gibt es derzeit noch keine.
Auch was dem Stand der Verhandlungen anbelangt, haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
Immerhin: Völlig chancenlos scheint das Kaufangebot nicht zu sein, sonst hätte es der Zermatter Gemeinderat kaum publik gemacht.
Affaire à suivre…
Haben Sie es gemerkt? Das war, selbstverständlich, unser Aprilscherz.
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