
Skiunfall von Stéphane GanzerDie Reaktionen auf die Skiferien des Staatsrats während der Crans-Montana-Untersuchungen
Die ganze Schweiz, ja die ganze Welt schaut auf das Wallis wegen der Katastrophe von Crans-Montana. Der zuständige Staatsrat geht Skifahren. Und fällt für zirka 2 Wochen aus. Publik wurde es durch den Skiunfall, der zum Ausfall führte. Der Staatsrat mußte operiert werden und befindet sich im Spital, teilte die Staatskanzlei in der Folge mit.
Nicht überall kam es gut an, daß während eines so tragischen Jahrhundert- oder eher Jahrtausend-Ereignisses der zuständige Staatsrat, Stéphane Ganzer, Skiurlaub unternahm und in der Folge ausfiel.
Der richtige Zeitpunkt für Skiurlaub?
Es fragt sich: Darf ein Politiker in solch einer Situation einfach nach dem Motto „Das Leben geht weiter“, Skiferien machen während solch einer schlimmen Situation.
20 Minuten etwa sah es wie auch Walliser Zeitung kritisch, daß bei einem so tragischen Ereignis wie in Crans-Montana eine Meldung über einen Skiunfall des zuständigen Staatsrats Ganzer ergeht. „Ausgerechnet während der Ermittlungen zu Crans-Montana …/…„, so das Blatt.

Röstigraben beim Skiunfall von Stéphane Ganzer
Die Reaktionen könnten unterschiedlicher kaum sein.
Während in der Deutschschweiz sie sehr negativ sind, so negativ, daß das Medium 20 Minuten sogar die Kommentarfunktion löschen mußte, sind sie in Unterwallis völlig anderes.



Während auch beim staatsnahen Medium Nau im Beitrag auf Deutsch negative Kommentare eingingen, so ist unter einem Artikel im „Le Nouvelliste“, zum Skiunfall von Stéphane Ganzer eine große Masse an positiven Kommentaren, man findet keinen einzigen negativen, ganz im Gegensatz zu den Kommentaren in der Deutschschweiz:

Offenbar hat man in der Romandie Verständnis dafür, daß ein Staatsrat auch in so einer Situation wie bei Crans-Montana einfach Skifahren geht.
Während es in der Deutschschweiz als ungebührlich, ja fast eine Pflichtverletzung, zumindest aber als eine Pietätlosigkeit gegenüber den Opfern und ihren Angehörigen angesehen wird, ist man in der Romandie offenbar anderer Ansicht.
(rm)
(Symbolbild)

