
Stellungnahme der politischen Parteien des französischsprachigen Wallis zum Drama von Crans-Montana"Heute wollen wir die Justiz, in die wir volles Vertrauen haben, ihre Arbeit tun lassen."
"Heute wollen wir die Justiz, in die wir volles Vertrauen haben, ihre Arbeit tun lassen."
Im Anschluß an das Drama, das sich in Crans-Montana ereignet hat, haben die im Großen Rat vertretenen politischen Parteien des französischsprachigen Wallis die folgende gemeinsame Stellungnahme verabschiedet:
«Wir bringen den trauernden Familien, den Verletzten und ihren Angehörigen sowie allen von der Tragödie von Crans-Montana betroffenen Personen unser tief empfundenes Mitgefühl zum Ausdruck. Unsere Gedanken gelten ebenfalls den Ersthelfern sowie den seit den ersten Stunden eingesetzten Rettungs- und Gesundheitsdiensten, die ebenfalls stark betroffen und durch dieses Drama zutiefst erschüttert sind.
Während zahlreiche Opfer noch immer um ihr Leben kämpfen, besteht unsere Verantwortung nicht darin, vorschnell zu spekulieren, sondern über gesicherte Tatsachen nachzudenken. Wir werden uns dafür einsetzen, daß alle durch dieses Drama aufgeworfenen Fragen mit der gebotenen Strenge behandelt werden, sobald die sachlichen Elemente bekannt und festgestellt sind.
Es gibt eine Zeit der Besinnung, und es wird eine Zeit der Antworten geben. Heute wollen wir der die Justiz, in die wir volles Vertrauen haben, ihre Arbeit tun lassen. Etwaige politische Konsequenzen werden zu einem Zeitpunkt behandelt, an dem die relevanten Tatsachen bekannt und festgestellt sind.
Der Kanton muß nun seine Phase der Trauer durchleben. Der für diesen Freitag vorgesehene nationale Gedenktag stellt einen wichtigen Moment dar, von dem wir wünschen, daß er jeder und jedem ermöglicht, sich auf seine Trauer oder auf seinen Prozeß des Wiederaufbaus zu konzentrieren. Es ist wichtig, unsere Gefühle der Solidarität und des gemeinschaftlichen Zusammenhalts zu zeigen.
Aus diesem Grund erfolgt diese Mitteilung, zu der keine weiteren Kommentare abgegeben werden.
Die Präsidentin und die Präsidenten der Mitte VR, der FDP VS, der SP VR, der SVP VR und der GRÜNEN.
(pd, rm)

